Nachdem sich der Besucheransturm Februar/Maerz wieder gelegt hat, haben wir nun Zeit mal alles zu resuemieren.
Wie schon im letzten Eintrag erwaehnt haben uns ja Ende Februar Cornelia, Babsi und Dani hier in Perth besucht. Somit warn wir wieder 6 Leute die sich unsere Wohnung geteilt haben; waer auch alles kein Problem gewesen wenn nicht unserem aufblasbarem Gaestebett ploetzlich die Luft ausgegangen waere. Die letzten die drauf geschlafen haben warn Thomas und Steffi, dh wir schicken euch die Rechnung fuer die neue Matraze :) Das hat der guten Stimmung aber keinen Abbruch getan (hoffen wir zumindest). Zusammen gings dann am ersten gemeinsamen Wochenende aufs Future Music Festival zu Franz Ferdinand und Empire of the Sun. War ein super Tag!

Waehrend der Woche haben sich unsere Gaeste alleine unterhalten, da Stefan und ich arbeiten mussten. Ausserdem warn wir jetzt insgesamt auch schon 6 mal bei den Pinnacles - irgendwann hat man dann jeden einzelnen gesehn (und fotografiert) und somit war uns das Arbeiten gar nicht mal so unrecht ;) Dafuer warn die Abende um so geselliger bei vielen Caipirinhas und BBQ. Einen besonders schoenen Abend hatten wir im Oceanus on the Beach einem tollen Lokal direkt am Meer. Fuer den Sonnenuntergang warn wir leider ein wenig zu spaet, die Fischplatte (mit Hummer, Austern, Jakobsmuscheln, Fisch und Garnelen) hat aber auch ohne Sonne extrem gut geschmeckt. Danke also nochmals!! Dann hiess es auch schon wieder Abschied nehmen, zuerst von Dani, die weiter nach Darwin geflogen ist, dann von Alex und 2 Tage spaeter dann auch von Cornelia und Babsi. :((
Dann hatten wir 3 Tage Zeit um die Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen (so schlimm wars eh net*g*) bevor Andrea und Tommi angekommen sind. Ups halt, da hab ich jetzt doch glatt noch jemanden vergessen. Einen Tag vorher hat sich Sophie, Studienkollegin von Stefan, angesagt, die das Wochenende bei uns verbracht hat bevors fuer sie weiter rauf in den Norden gegangen ist. Unsere Besucherstatistik hat sich uebrigens auf insgesamt 26 Personen erhoeht, 14 davon 'gehoern' mir, 12 davon Stefan. Ich fuehre, juchuuh!
Jedenfalls hat uns Sophie nach einen sehr kurzen aber lustigen Wochenende wieder verlassen und wir restlichen 4 haben uns Donnerstag sehr, sehr bald in der Frueh nach Esperance aufgemacht. Esperance liegt suedoestlich, ueber 700km von Perth entfernt aber dort unten gibts anscheinend die weissesten Straende der Welt, da sitzt man schon mal laenger im Auto. Auf der Hinfahrt gabs einen Zwischenstopp beim Wave Rock, der lag genau auf dem Weg und am spaeten Nachmittag konnten wir dann schon unser 2-Zimmer Appartment mit Meerblick, Terasse und BBQ in Esperance beziehn. War ein super Unterkunft und genau richtig fuer uns 4. Donnerstags gings dann gleich noch auf dem Southern Ocean Drive zu einigen Straenden (u.a. dem Twilight Beach) und dem Pink Lake (der aber leider nicht rosa war, vielleicht lags am Licht). Die Straende warn wirklich unheimlich schoen, der Sand so weiss und fein, das Wasser aber leider SAUkalt. So haben wir nur die Zehen reingestreckt.

Freitags gings dann in den Cape Le Grand National Park rauf auf den Frenchman Peak von dem man eine wunderschoene Aussicht ueber die gesamte Gegend und die vielen kleinen Straende hatte. Und zur Belohnung fuer die Kraxelei haben wir uns dann ein Nickerchen an der Lucky Bay verdient. Und dieser Strand war wirklich der WAHNSINN. Wo wir schon dachten der Sand kann nicht mehr feiner und weisser werden als am Twilight Beach, es war doch moeglich. Der Sand war echt wie Schnee und hat beim Gehn sogar gequietscht. Andrea hat eine kleine Probe mit nachhause genommen, dh bei ihr bitte melden zum testen :) Oder noch besser eine Flug nach Australien buchen, Stefan braeuchte eh noch ein paar Gaeste um bei unserem Wettbewerb wieder auf den ersten Platz zu kommen :)

Am naechsten Tag gings dann noch mal 50km weiter in den Arid National Park am Rande der Nullarbor Plain (=Gegend bis nach Adelaide wo kein einziger Baum waechst und auch sonst nicht wirklich was ist). Motiviert wie wir waren sind wir mit unserem Auto (eigentlich ja mit Allradantrieb fuers Gelaende, wie es sich dann herausstellte, aber vielleicht doch eher fuer die Stadt geeignet...) gleich auf den ersten Sandweg Richtung Strand eingebogen. Mir war ja schon ein wenig mulmig zumute als ich diesen Weg so sah, da man da vielleicht doch ein paar Werkzeuge, etc im Auto haben sollte - man weiss ja nie. Ausserdem ist in so einem Park nicht viel los, da kommt schon mal tagelang kein 2. Auto vorbei... jedenfalls haben wirs aber trotzdem gut bis zum Strand geschafft. Die Probleme kamen dann aber erst als wir wieder zurueck wollten, denn ploetzlich steckten wir fest. Auto sass auf Sand auf, Reifen drehten durch. Super. Zum Glueck waren aber grade ein paar Minuten zuvor ein paar Maedels auch zum gleichen Strand gekommen, die uns dann gleich mal anschieben geholfen haben. Hat aber leider nichts genutzt. Wir haben gegraben, haben holz unter die Reifen gelegt, aber es hat alles nichts geholfen. Da die Maedles auch nicht mehr wegkonnten, da wir ja den Weg blokiert haben, haben sich Andrea und ich aufgemacht um den Ranger zu holen. Dessen Haus befand sich ca. eine Geh-Stunde entfernt. Los gings. Waehrend des Gehens kamen mir schon ganz komische Gedanken, was wenn wir niemanden finden, was wenn wir dort uebernachten muessen, was wenns finster wird und wir nicht mehr zum Auto zurueckfinden, etc etc Ist das nicht eh immer so in den Filmen, wenn man sich vorm Fernseher denkt "nein, was machen sie denn, jetzt trennen sie sich von der Gruppe!" Lustig war das in dem Moment wirklich nicht. Aber (und ein Happy End musste es ja geben, sonst wuerden wir das jetzt nicht schreiben *g*) zum Gleuck haben es Stefan und Tommi mithilfe der Maedels geschafft das Auto auszugraben und haben Andrea und mich kurz bevor wir den Ranger erreicht haben eingeholt. Juchuh! In Zukunft werdenn wir uns nicht mehr auf solche Abenteuer einlassen, zumindest nicht ohne das noetige Werkzeug im Auto zu haben...

Sonntag frueh haben wir dann Esperance verlassen und sind der Kueste entlang ueber den D'Entrecasteaux National Park, Albany und Denkmark nach Pemberton gefahren. Auf dem Weg dorthin gabs wieder imposante Kuesten, tolle Straende und ein paar Weingueter :) Und von Pemberton gings dann am Montag wieder zurueck nach Perth. Einen laengeren Zwischenstopp gabs noch in Bridgetown zum Shoppen und Cider-Kosten.
Ca. 100km suedlich von Perth hat uns dann der beruehmte Sturm vom 22. Maerz gepackt. Blitze wie man sie wirklich selten sieht, Wind und Regen, dass die meisten Autos nciht mehr weiterfahren konnten - wir haben allerdings nicht aufgegeben, wer den Nationalpark ueberlebt, ueberlebt auch den Sturm :) Wie sich herausstellte war er aber da schon weitaus nicht mehr so heftig wie in Perth. Dort waren 10.000e Haueser ohne Strom, Verkehrschaos, Keller unter Wasser, Hagelschaeden etc. Video wie schlimm es war gibts hier
http://www.youtube.com/watch?v=7ZATbPdujWchttp://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag42396.htmlUns und unserer Wohnung ist zum Glueck nichts passiert.