Sonntag, 28. August 2011

City to Surf 2011

Wieder einmal ist ein Jahr vorueber und es war wieder "City to Surf" Zeit. Zur Erinnerung, unter Surf versteht man den Strand, das Meer, die Wellen, wo's nass ist halt. City to Surf ist das groesste Sportereignis in Westaustralien. Mehr als 40,000 Teilnehmer wurden dieses Jahr wieder gezaehlt. Einen kleinen Blick koennt ihr hier auf das Starterfeld werfen:

Ich habe dieses Jahr wieder bei dem klassischen Lauf von 12km von der Innenstadt zum Strand nach City Beach mitgemacht. Marlene hat ihre sportliche Laufbahn ebenfalls gestartet und hat beim WALK teilgenommen, gleiche Distanz. Zusaetzlich hat man noch bei einem 4km Lauf oder Spaziergang teilnehmen koennen. Rollstuhlfahrer haben auch die 4km bewaeltigt. Zusaetzlich gab es die Halbmarathon und die Marathondistanz.

Der Kurs ist ziemlich selektiv, sind doch einige Huegel zu bewaeltigen. Auf dem Bild oben kann man den Anstieg zum Kings Park bereits erahnen. Die richtige Herausforderung sind aber die letzten Anstiege in Richtung City Beach bevor man endlich das Meer sieht. Dann geht es einen Kilometer nur noch bergab. Trotz der vielen Teilnehmer ist es jedes Jahr ein Superevent, toll durchorganisiert. Ich konnte meine Zeit um 1 Minute 30 Sekunden verbessern, was ich nicht erwartet habe und deswegen umso stolzer war. Auch Marlene hat eine gute Zeit hingelegt beim Gehen, definitiv kein Sonntagsspaziergang ;-)

Wir haben wieder schoene Sandvik T-Shirts bekommen und haben eine 29 Mann und Frau Truppe aufgestellt die unsere Firma repraesentiert hat. Alle auf ein Bild zu bekommen ist aber unmoeglich gewesen:


Samstag, 20. August 2011

Wieder einmal 29

Recht herzlichen Dank fuer die vielen Geburtstagsgruesse. Natuerlich habe ich auch diesen Geburtstag ausfuehrlich gefeiert. Dieses Jahr war der Druck weg weil es ja kein "Runder" war. Nachdem ich letztes Jahr in Oesterreich so eine grosse Geburtstagsfeier hatte war die Motivation in Australien nicht mehr wirklich vorhanden. Da hatte ich schon genug. Mit jeder Gruppe soll man feiern, Arbeit, Freunde, usw.

Nein, dieses Jahr war es relativ einfach. Die Geburtstagswoche wurde bereits eine Woche vor meinem wirklichen Geburtstag eingelaeutet mit einem Karaokeabend. Da ich schon vor einem Jahr einen Gutschein fuers Karaoke gekauft habe der am 12. August abgelaufen ist mussten wir das vor dem Geburtstag erledigen. Dazu habe ich 5 Freunde eingeladen in einer nahezu echten chinesischen "KTV" Bar. Obwohl man am Anfang natuerlicherweise ein bisschen verhalten ist sind bei jedem die Gesangstalente mit steigendem Alkoholkonsum besser geworden. Sehr lustig ist es geworden.

Die eigentliche Geburtstagswoche haben wir dann am Donnerstag mit einem netten Abendessen bei einem "Franzosen" eingeleitet, nur Marlene und ich. Am Freitag habe ich dann nach der Arbeit alle Arbeitskollegen auf einen Drink eingeladen. Nachdem das bereits um Vier am Nachmittag nach der Arbeit begann bin ich auch um 9 Uhr am Abend so muede gewesen, dass ich mich ein bisschen hingelegt habe. Leider habe ich deswegen einige Geburtstagsanrufe versaeumt die Marlene gerne uebernommen hat ;-)

Am Samstag stand dann die richtige Party bei uns im Haus an. Hier in Australien sind die Fancy Dress Parties so beliebt. Das sind einfach Feiern bei denen man verkleidet kommt. Marlene hat mich sogar auswaehlen lassen welches Motto wir nehmen. Es gibt ja da sogar eigene Internetseiten die hunderte Ideen haben und dann noch jeweils hunderte Moeglichkeiten zur Umsetzung. Ich habe ausgewaehlt, dass jeder in einer Verkleidung seiner Wahl kommen kann die mit dem gleichen Buchstaben wie der Vorname beginnt.

In meinem Fall war das zum Beispiel einer Seemann, Marlene ist als Moskito aufgetreten. Weitere Verkleidungen waren unter anderem: Shannon als Supercross Motorradfahrer, Gabor der Goalkeeper, Gavin der Gynaekologe, Bernd als Batman, Adriano als Aristrokrat, Klaus war der ach so bekannte Seeraeuber der Hansezeit Klaus Stoertebecker (ach die Norddeutschen..). Den Preis fuer das beste Kostuem hat meiner Meinung nach aber mein franzoesischer Arbeitskollege gewonnen. Pierre ist als Pea gekommen (Erbse, eigentlich Erbsenschote) wie ihr auf diesem Foto erkennen koennt.

Unser Irischer Freund Rory war als Robin verkleidet wie auf diesem Bild mit Stefan dem Seemann Popeye (ist ein bisschen geschummelt, ok) zu sehen ist:

Wieder einmal haben wir eine gelungene Feier veranstaltet. Mit Kostuemen ist ein noch ein bisschen lustiger geworden.

Freitag, 12. August 2011

Was darfs denn fuer ein Bier sein?



Ich habe Marlene dazu verdonnert die Bierkarte von einer Bar zu entwenden. Jedes Mal wieder kommt uns naemlich ein Grinsen aus wenn man diese Karte sieht. In Oesterreich oder den meisten mitteleuropaeischen Staaten wuerde man den Preis des Biers neben der Marke erwarten. Nicht so jedoch in Australien wie ihr an diesem Beispiel sehen koennt. Ich hoffe ihr koennt es lesen. Redback hat 4.7%, Beez Neez auch 4.7%. Beim Heineken muss man schon aufpassen, das hat doch glatt 5%.

Sein Bier darf man hier nach Alkoholgehalt aussuchen. Dass es teuer ist ist sowieso klar. Macht ja keinen Unterschied ob das Bier jetzt 6 oder 7 Euro kostet, oder?

Na dann, Prost.

Vorbestellungen fuer euren Besuch nehme ich gerne entgegen ;-)

Samstag, 6. August 2011

Fuehrungskraeftetraining

Nachtraeglich muss ich euch noch von einem aeusserst interessanten Abenteuer erzaehlen. Ende Juli wurde ich von der Firma nach New South Wales geschickt, ca. 2 Stunden Fahrt westlich von Sydney. Zu einem Fuehrungskraeftetraining wie es hiess. Sehr empfohlen von meinem Chef und anderen Kollegen hatte ich doch keine Ahnung um was es eigentlich gehen sollte. "Leadership in Action" heisst die Firma die das anbietet. Der Name laesst immer noch nicht erkennen um was es wirklich gehen sollte. Mitzubringen waren ein Schlafsack, festes Schuhwerk, nur Unterwaesche und Socken (der Rest wird 'beigestellt', hiess es). Dies liess die Neugier bereits sehr ansteigen, jedoch bewusst habe ich mich naeher bei Kollegen informiert, die das Programm schon gemacht haben.

In unserem Buero war ich wieder mal der Erste der dieses Training gemacht hat, ich bin fast immer das Versuchskanickel fuer Trainings und Weiterbildungen. Das stoert mich gar nicht, ich bin da sehr offen und empfehle dann gerne wer es auch machen sollte. Am Mittwoch in der Frueh ging es also los mit dem Flug nach Sydney. Was man bedenken muss ist, dass wenn wir 'kurz' an die Ostkueste fliegen wollen von Perth zu einem Meeting oder so einer Veranstaltungen gehen immer 1.5 Tage nur fuer die Reise drauf. Tja, es ist nunmal die abgelegenste Grossstadt der Welt. Also, angekommen am Mittwoch Abend ging es mit dem Bus mit weiteren 7 Kollegen durch das Verkehrschaos von Sydney im Abendverkehr Richtung Blue Mountains. Das Programm dauerte dann von Donnerstag frueh bis Sonntag am Abend. Ich konnte natuerlich erst am Montag gemuetlich wieder nach Perth fliegen weil am Abend gar kein Flug mehr gegangen ist. Somit habe ich doch 6 Tage fuer 4 Tage Training verbracht.

Jetzt aber zum Programm. Angehaengtes Bild sollte die Umstaende gut erklaeren. Die Trainer waren zwei ehemalige SAS Soldaten, das ist die Elitetruppe der australischen Armee (das Jagdkommando kommt in Oesterreich dem vielleicht am Naehesten - habe ich gehoert). Das Auswahlverfahren fuer diese Spezialeinheit ist ein beinhartes Unterfangen wo die physischen wie psychischen Kompetenzen jedes Soldaten aufs Haerteste getestet werden. Australien befindet sich zur Zeit ja im Krieg zum Beispiel in Afghanistan und deswegen ist das Thema hier brandaktuell. Unsere Ausbildner waren selbst noch bis vor 6 Monaten im Einsatz, unter anderem in Afghanistan. Bei all den Erzaehlungen wieviele Freunde dort gefallen sind hoerte es sich eher nach Glueck an, dass man so einen Job heil ueberlebt.

Unser Training bediente sich der Prinzipien dieses SAS Auswahlprogramms. Natuerlich nicht mit den gleichen koerperlich wie geistigen Anforderungen, aber die Ellemente waren alle vertreten. Jede Uebung, jede neue Erfahrung und Reflexion konnte auf den Arbeitsplatz und auf die eigene Situation im Beruf umgelegt werden. Dies war auch das Ziel dieses Trainings. Man sollte selber bis an den Rande seiner Leistungsfaehigkeit getrieben werden um den wahren Charakter herauszufinden. Dann ist man sich selber ueber seine Staerken und Schwaechen besser im Klaren und kann dies positiv im Beruf umsetzen.

Zum Programm selber moechte ich gar nicht viel sagen, wuerde jedem der es spaeter mal macht den Lerneffekt nehmen. Nur ein paar Einblicke kann ich geben: 15 Stunden Schlaf in 4 Tagen in einer Scheune bei Eiseskaelte (bis auf -2 Grad hat es erreicht), ein knurrender Magen aufgrund aeusserst minimierter Essensrationen, Schrammen, Wunden, Schmerzen am ganzen Koerper als Andenken fuer die darauffolgenden Wochen. Es war super.

Dies war meine erste richtige Erfahrung im australischen Busch. Jetzt wundere ich mich warum wir am Golfplatz immer so vorsichtig nach Baellen suchen um ja nicht auf eine Schlange oder Aehnliches zu treffen. Und dort bin ich mitten in der Nacht im Wald, auf Wiesen und Wegen herumgerobbt. Auf wieviel Kaenguruhexkrementen ich gelegen bin moechte ich gar nicht wissen, in wieviel stechende Pflanzen ich gehechtet bin habe ich nicht mehr gezaehlt. Ich kann euch sagen, wenn der Puls auf fast 200 ist dann macht man sich ueber ein paar gefaehrliche Tierchen oder Schrammen keine Sorgen. Und alles war gut am Ende. Im Winter sind die Schlangen ja eh betaeubt durch ihren fast Winterschlaf, da ist es nicht so gefaehrlich (heisst es).

Naehere Infos falls es wen interessiert kann ich gerne zu Weihnachten zuhause erzaehlen. Auch witzige Anekdoten wie ich mitten in der Nacht voll gegen einen Zaun gelaufen bin, etc.


Freitag, 5. August 2011

Dies und Das

Ja, wir wissen es, wir werden a bissal schreibfaul, aber wie immer um diese Jahreszeit tut sich leider nicht sehr viel. Perth befindet sich im ‘Winter’schlaf und wir schlafen mit. Naja, so ganz stimmt das eigentlich eh nicht, wir sind eigentlich viel fort in letzter Zeit, haben durch Internations viele super Leute kennen gelernt, die alle immer sehr motiviert sind. So gabs Mitte Juni zB eine Quiz Night, bei der wir (ein Team aus 9 Internationals und nur einem Australier) klaeglich versagt haben, aber es gab gratis Essen und Trinken. Ein Verlust war der Abend also ganz und gar nicht.


Ende Juni haben Freunde eine Vino & Vinyl Party organisiert, mit Gluehwein passend zur Jahreszeit und Schallplatten. Eine Woche drauf, gabs dann eine Mini-Weinverkostung bei Richardk, an die sich im Nachhinein eigentlich keiner mehr richtig erinnern kann... der Wein muss gut gewesen sein...


Ich hab in der Arbeit ein tolles neues Projekt bekommen; ich mach jetzt das Marketing fuer eine Kochschule hier in Perth (www.thecookingprofessor.com.au). Zur Einstimmung durfte ich dann gleich auch einen Koch-Kurs besuchen. War super, man lernt wirklich nie aus. Stefan hat sich zu dieser Zeit auf seinem Leadership Training in NSW befunden – dafuer gibts aber bald einen extra Bericht.


Ende Juli fand dann ein super Musik Festival in Perth statt, das es wettermaessig voll mit den Oesterreichischen Festivals aufnehmen haette koennen – Gatsch-Schlacht Juche! Ich bin da ja nach etlichen Jahren Frequency schon voll abgehaertet, mich hat das eigentlich nicht mehr schocken koennen, nur meine Gummistiefel haben gefehlt. Die hab ich ja in Oesterreich gelassen, da ich angenommen hab, die hier eh nie zu brauchen.


Letztes Wochenende stand dann eine Wein-Tour durch Mt Lawley (netter Fortgeh Stadtteil hier in Perth) an; eine richtige Tour wars dann eigentlich nicht, da wir in der ersten Bar versumpert sind...das war ja klar. Morgen, Samstag, gibts dann eine MODERATE Vodka-Verkostung bei Heather. Naja, schau ma mal, was das wieder wird...


Zwischen diesem ganzen Fortgehn hab ich schnell nochmal 2 Weisheits-Zaehne rausbekommen. War wirklich kein schoenes Erlebnis. Nach einem Wochenende voller Zahnschmerzen und nachdem die Schmerztabletten nimma geholfen haben, bin ich am Montag Frueh zum Zahnarzt und hab dann zum Glueck Montag nachmittag gleich einen Operations-Termin bekommen. Das waer ja alles schoen und gut gewesen, wenn ich nicht einen Fehler begangen haette: die haben mich gefragt, ob ich denn ein Beruhigungsmittel nehmen will vor der OP und ich hab, da ich mir dann doch ein wenig unsicher war, JA gesagt. Ich musste eine Stunde vor dem Termin in der Praxis sein und hab 2 Tabletten geschluckt - und das war dann so ziemlich das letzte an das ich mich erinnern konnte bevor ich am naechsten Morgen wieder aufgewacht bin !!! Ooops. Stefan meinte ich war total weggetreten, und konnte nicht mal meinen Kopf aufrecht halten.


Das Gute daran war, dass ich natuerlich gar nix gespuert hab. Aber geschockt hat mich das schon ein wenig. Vorallem auch weil ich mich jetzt im Nachhinein auch an Dinge, die am Tag danach passiert sind, nicht mehr erinnern kann. ZB hat mein Chef angerufen und gefragt wie’s geht und ich kann mich an nichts mehr erinnern.


Naja, Hauptsache ist, alles ist wieder gut :)


Fuer die naechsten paar Monate stehen dann doch wieder ein paar nette Sachen an, wo's dann auch wieder mehr Fotos geben sollte (meine Kamera hat uebrigens den Geist aufgegeben, deswegen auch der Mangel an Fotos). Vor allem gehts auf viele Konzerte im Oktober und November; Perth wird ueberschwemmt mit guten Bands, das freut mich.


Im September flieg ich zu einer Online Marketing Konferenz nach Sydney; Stefan kommt nach und wir bleiben das WE ueber noch dort. Im November gehts dann an einem verlaengerten WE fuer 3 Tage nach Adelaide; Stadt anschaun und wahrscheinlich eine Wein-Tour ins Barossa Valley...


Ah, und Ende August findet wieder der City to Surf Lauf statt. Stefan laeuft natuerlich wieder mit und ich hab mich ueberreden lassen die 12km zu gehen, laufend schaff ich das noch nicht.. vielleicht naechstes Jahr.... Ich rechne mir aber gute Chancen aus, da ich diese Distanz auf dem Golfplatz ja auch zuruecklege, und da sogar mit 10kg Golfbag auf dem Ruecken.


So, das war, wie ich finde, ein ansehnlich langer Blog- Eintrag – damit sich jetzt auch keiner mehr beschweren kann :)