Donnerstag, 29. Januar 2009

Australia Day

Letzte Montag, am 26. Jänner war Australia Day, Nationalfeiertag sozusagen, der hier in Perth von ganz Australien am größten gefeiert wird. Tage vorher wurde schon die Fahne auf die Autos montiert, meistens so kleine wie man sie bei uns zur EM auch hatte, aber dann auch wieder gaaaaanz große, in 2m2-Größe und dann meistens auch gleich 2 davon. Die Geschäfte waren voll von Accessoirs, angefangen von Bikinis, Hüten, Bechern, Ohrringerl (ich hab sie nicht gekauft, jetzt bereu ich es allerdings eh ein wenig), etc, etc. Wir waren bei Feldi (Arbeitskollege von Stefan) eingeladen; er wohnt ja in South Perth, von wo man den besten Blick auf die Skyline und aufs Feuerwerk hat. Wir wurden sehr gut bekocht (es gab sogar Eispalatschinken als Nachspeise, yummi!) und wir haben uns dann kurz vor 9 Uhr abends auf den Weg zum Feuerwerk gemacht. Am Flußufer waren natürlich schon wahnsinnig viele Leute versammelt (350.000 insgesamt), die teilweise schon den ganzen Tag dort verbracht haben, aber wir haben trotzdem noch einen sehr guten Platz erwischt und konnten das Feuerwerk in seiner ganzen Pracht bewundern. Und es war wirklich der Wahnsinn, so ein großes und langes Feuerwerk hat noch keiner von uns jemals gesehn, wir warn alle total begeistert und die "Aaaaahs" und "Oooohs" und "Wows" warn wirklich ernst gemeint. Die Raketen wurden von Booten auf dem Fluß, vom anderen Ufer und auch von den Dächern der Hochhäuser abgeschossen, es war wirklich super und ich musste die ganze Zeit an Andrea denken, das wär was für dich gewesen!!! Leider, leider haben wir unsere Camera daheim vergessen und darum gibts keine selbstgeschossenen Fotos, aber zum Glück gibts ja Google...

Linksbündig
Ich konnte mich am nächsten Tag wiedermal ausschlafen, da bei mir die Arbeit ja immer noch nicht losgegangen ist. Diese Woche hab ich allerdings eine Nachricht von meiner Chefin bekommen, dass es ein neues Projekt gibt, das sie für mich gedacht hätte. Diese Woche hätte es eigentlich ein Kick-Off Meeting geben sollen, aber wie das in Australien so ist, wirds wahrscheinlich doch erst nächste Woche werden, no stress, no worries also. Irgendwann werd ichs hoffentlich auch endlich lernen, dass das nicht so ist wie bei uns daheim. "nächste Woche" kann hier leicht auch erst in 3 Wochen sein... Naja, zusätzlich zu dem hab ich jetzt aber auch wieder angefangen mich um andere Jobs zu bewerben, solche Leerzeiten müssten ja eigentlich nicht sein, und eine Fixanstellung wär mir schon fast lieber. Selbstständig sein hat zwar seine Vorteile, aber der ganze Kram mit der Steuer und den Versicherungen, um die ich mich jetzt selber umschaun muss, das stresst mich schon ein wenig. Das hab ich in Ö schon nicht ganz durchblickt und jetzt muss ich mir das alles selber organisieren. Zum Glück hab ich zumindest meinen eigenen persönlichen Finanzler hier, der kapiert das zwar auch nicht immer gleich von Anfang an, aber zumindest interessiert es ihn mehr als mich *g*

Mittwoch, 28. Januar 2009

Fischi, Fischi, Fischi...

Ich bin jetzt unter die Taucher gegangen. Letztes Wochenende hab ich meinen PADI Open Water Diver Kurs angefangen. Samstag war zunächst mal Theorie an der Reihe, und Sonntag haben wir dann den ganzen Tag im Pool verbracht, durchgängig von 9 bis 5 mit einer halben std Mittagspause. Das war schon wirklich anstrengend, am Abend war ich richtig tot - aber sehr glücklich.

Aber es war nicht nur anstrengend und hat mir einen Ganz-Körper-Muskelkater beschert (dass man so unfit sein kann, dass man von dem bissi umeinand schwimmen so einen Muskelkater bekommt, unglaublich), sondern war vor allem richtig super! Das Gefühl unterwasser zu atmen ist wirklilch ein Wahnsinn und ich freu mich schon richtig auf nächstes Wochenende wenns dann endlich ins offene Wasser geht. Diesen Samstag gehts nämlich weiter mit zwei Tauchgängen im Swan-River und am Sonntag wären dann nochmals zwei Tauchgänge auf Rottnest Island dran. Die muss ich allerdings verschieben, da Stefan und ich Karten für den Big Day Out haben. Dieser Freizeit-Stress immer...

Jedenfalls macht das Tauchen wirklich Spaß, auch wenns bis jetzt nur im Pool war. Wir haben alle möglichen Sachen geübt, wie Maske unterwasser runter und wieder rauf geben, ohne Maske schwimmen, was tun, wenn einem die Luft ausgeht, langsam aufsteigen, langsam wieder abtauchen (was viel schwieriger ist als man es sich vorstellt), Gewichte ablegen und wieder anziehn, etc, etc. Mein (bzw eigentlich das Problem aller Mädels im Kurs) war, dass unsere Beine immer den vollen Auftrieb hatten. Unser Trainer meinte, dass das bei Frauen komischerweise immer so ist und er auch keine Erklärung dafür hat. Helen, mein Dive-Buddy (mein Tauch-Kumpel sozusagen), und ich sind uns allerdings sicher, dass das mit dem Fett zusammenhängt, welches bekanntlich ja immer oben schwimmt. Also wie sehr einen der Neoprenanzug auch zusammenschnürt, man kann gewissen Schwachstellen einfach nicht verleugnen :-) Vorallem der Teil als wir unterwasser unsere Gewichte ablegen mussten, war ein wenig chaotisch. Unser Trainer hat Helen und mir gedeutet, dass wir es beide gleichzeitig versuchen sollen, was keine gute Idee war. Wir haben also unsere Gewichte abgelegt, woraufhin wir beide, wie ein Korken, den Weg an die Oberfläche angetreten haben. Wir haben uns aber schnell an unserem Trainer
festgehalten, bzw er hat uns eigentlich runtergedrückt und wir konnten die Gewichte wieder anmontieren, was wirklich nicht so einfach ist, wenn Hintern und Beine immer nach oben wollen. Aber geschafft haben wirs und lustig wars auch - zumindest für uns beide.

Ich freu mich jetzt schon sehr auf die vielen Fische, Korallen, Krebse, Schildkröten, Seelöwen, etc. Unser Trainer hat uns erzählt, dass sich bei einem der letzten Kurse auf Rottnest Island ein Seelöwe hinter ihn gesetzt und zugeschaut hat. Die Schüler haben dann natürlich sehr wenig auf den Trainer und viel mehr auf den Seelöwen geachtet. Im Kurs haben wir dann auch drüber geredet, wie man sich verhalten soll, wenn einem ein Hai begegnet. Momentan ist dieses Thema ja hochaktuell hier. Aber unser Trainer meinte, dass das eigentlich gar nicht oft passiert, dass man einen Hai sieht, und wenn doch, dann soll man den Anblick genießen und sich einfach ganz ruhig verhalten, die wollen einem eh nie was tun. Nur wenn man panisch reagiert (so wie ein Beutetier eben), dann könnt es vielleicht kritisch werden. Ich hoff halt nur, dass mir keiner begegnet, zumindest nicht jetzt gleich am Anfang. Ich hab eh schon genug zu tun, mich selbst zu koordinieren und alle Körperteile dort zu haben, wo ich sie haben will, da brauch ich solche Begegnungen (noch) nicht.

Stefan ist natürlich auch total motiviert fürs Tauchen (er hat ja seinen Tauchschein schon) und plant schon die Anschaffung einer eigenen Ausrüstung und die ersten Tauch-Ausflüge. Hier in West-Australien gibts wirklich tolle Tauchgegenden, zB weiter nördlich das Ningaloo Reef bzw sind dann eben Vanuatu und so auch nicht weit... da wollt ich ja eh schon immer mal hin. Mama, jetzt bitte nicht neidisch werden :-)


Freitag, 16. Januar 2009

Was für ein Leben....

Nachdem's heute morgen um 7:30 schon 32 Grad hatte (und 43 für den heutigen Tag prognostiziert werden), bleibt mir zurzeit fast nichts anderes übrig als gleich in der Früh noch vor dem Frühstück in den Pool zu springen um ein paar Längen zu schwimmen. Ich hab ja noch ein wenig frei bevors bei mir arbeitsmäßig wieder Vollgas los geht und nütze die Zeit um an meiner Bräune zu arbeiten - die mehlbraunen Zeiten sind endlich vorbei!

Letzte Woche war ja Alex da, und wir hatten richtigen Freizeit-Stress und die Qual der Wahl zwischen Sightseeing, Shopping, Strand oder Pool. Nachdem Alex Dienstag morgen angekommen ist, haben wir uns gleich mal die Stadt angeschaut und sind dann aber eigentlich sehr schnell zum gemütlichen Teil am Pool übergegangen. Nachdems im Woolworth Liquor Store bei uns ums Eck grad minus 30% auf alle Weißweine gibt, haben wir da vorher noch zugeschlagen und uns gleich die erste Flasche beim Pool gegönnt. Mittwoch haben wir dann einen Ausflug zu Hillary’s Boat Harbour nördlich von Perth, das Aquarium und einige von Perth’s Stränden gemacht. Donnerstag waren wir dann am Lake Monger die schwarzen Schwäne und die Kakadus besuchen. Weiter gings dann in den Kings Park (in dem jetzt übrigens ein Busch-Feuer wütet; die Straßen drumherum sind alle gesperrt und die Feuerwehr fährt und fliegt die ganze Zeit und versucht zu löschen) und nach Fremantle auf die obligatorischen Fish & Chips.

Am Freitag sind wir dann alle gemeinsam (alle außer Stefan, der arme musste arbeiten) nach Rottnest Island gefahren. Wie schon mit Stefan im November, haben wir uns ein Radl ausgeborgt und sind über die Insel gefahren. Bei zwei Buchten wurde ein Snorkel Trail 'installiert', dem man nach-schnorcheln kann. Anfangs schwimmt man nur über braunes Seegras (was ich ja nicht besonders prickelnd finde, igitt, igitt...), aber dann kommt man aufeinmal zu einem richtigen Korallenriff mit tollen rosa-lila Korallen und lauter bunten Fischen. Einfach toll! Luzi und Albin hatten sogar das Glück einen Rochen zu sehn. Jedenfalls hat mir das so richtig Lust aufs tauchen gemacht, ich muss jetzt unbedingt bald mal meinen Schein machen.


Samstags sind wir dann, wie schon beschrieben zu Penguin Island, und Sonntags zum Wave Rock gefahren.

Luzi und Albin haben sich dann am Dienstag einen Campervan ausgeborgt und sind damit Richtung Norden gefahren und auch Alex hat uns dann am Donnerstag verlassen um eine Tour ebenfalls Richtung Norden zu den Pinnacles und Monkey Mia zu machen.

Somit sind Stefan und ich jetzt nach einer Woche Full House wieder allein. Aber lang ists nicht mehr, dann kommt mich Maria besuchen – Juppidu!!! Und ein wenig später dann auch gleich Erwin und Ulli! Für die nächsten Wochen stehen außerdem eh schon wieder einige tolle Events an, am 1.Februar ist der Big Day Out in Perth, wo unter anderem die Arctic Monkeys spielen, am 12. Februar gehen wir zum Cirque de Soleil, und von 19.- 22. sind die Johnnie Walker Classics, ein Golfturnier, bei dem sich schon viele große Spieler angemeldet haben (u.a Colin Montgomery & Greg Norman) , da möchte ich unbedingt einen Tag zuschaun. Für April haben wir auch schon wieder einige Konzerte geplant, nämlich The Who und das V-Festival, wo ich endlich wieder The Killers sehn kann. Ich freu mich schon sehr, werd auch versuchen möglichst nach vorne zu kommen, nicht dass uns wieder das gleiche Schicksal wie auf dem Frequency letztes Jahr ereilt...*g*

Naja, jedenfalls genießen wir den Sommer hier richtig. Das Wetter ist endlich so wie ich mir das von Australien so erwartet hab, heute bekommts wieder 40° und morgen kühlts dann ab auf 33°, einfach super. Ich bin happy!! Ich weiß, das ist jetzt wirklich gemein euch anderen gegenüber, die ihr in Ö frieren müsst (hab was von –15° gehört, wie fühlt sich das noch mal an???), aber ob ihrs glaubt oder nicht, wenn ich so die Fotos vom Schifahrn seh, mit strahlend blauem Himmel und super Pisten, da wird ich fast a wengal neidisch. Aber auch nur fast :-)

Jedenfalls versuchen wir grade eine Art Kalender auf unserem Blog zu installieren, in dem wir alle wichtigen Daten und Besuche eintragen können, damits nicht zu schlimmen Überschneidungen kommt.

So, ich werd mir jetzt einen Platz am Pool reservieren, viel Spaß im Schnee ;-)

Mittwoch, 14. Januar 2009

Wave Rock

Am Sonntag zeitig in der Früh haben wir (Stefan, Alex und ich) uns zu unserem längsten Trip bis jetzt aufgemacht, nämlich zum Wave Rock, gute 400km östlich von Perth. Der Weg dorthin ist zwar lang, aber auch wirklich so wie man sich Australien, bzw das Outback in Australien so vorstellt. Die wenigen Siedlungen (von Orten kann man hier wirklich nicht sprechen) sind alle wirklich mini-klein, kein einziges Geschäft hat offen, Leute sieht man gar keine und auf 100km kommt einem vielleicht mal ein Auto bzw eine Schafherde entgegen.

Wir sind nicht gleich schnurstracks zum Wave Rock gefahren sondern haben den ersten Stop beim Kokaburn Rock gemacht (siehe Foto unten), dem 3. größten Monolithen Australiens, der unserer Meinung nach dem Uluru schon ziemlich nahe kommt. An diesem Tag wars aber so heiß, dass wir uns den Aufstieg gespart haben. Es sah dann doch ziemlich hoch und anstrengend aus, weswegen wir ihn nur einmal mit dem Auto umrundet haben (hier musste sich gleich mal unser 4WD-Auto bewähren) und dann weiter zum Bruce Rock gefahren sind, der uns dann aber doch ein wenig enttäuscht hat, außer vielen, vielen Fliegen war da nicht sehr viel.

Nach einigen unasphaltierten Wegen, die nicht mal mehr im Navi vermerkt waren, und zu meiner Freude auch einigen anderen Straßen ohne jegliche Geschwindigkeitsbeschränkung – ach, war das super zum fahren, endlich wieder mal Gas geben!!! – kamen wir dann am Wave Rock an. Der Stein heißt eben deswegen so, weil er aussieht wie eine riesen Welle, 15 m hoch und 110 m lang. Nachdem wir unsere ersten Surferfahrung auf Stein gemacht haben, haben wir uns an den Aufstieg gemacht. Es war wahnsinnig heiß und es warn hunderte Fliegen, die einem sogar in den Mund geflogen sind sobald man mal was gesagt hat, aber diese ganzen Strapazen haben sich wirklich gelohnt.


Mehr Fotos gibt’s wie immer auf Picasa. Nach einer kleinen Wanderung durch den Busch vorbei an einigen Spinnen (mein Mantra: "nicht hinschaun und den Kopf unten lassen") sind wir dann zum Hippos Yawn gekommen; dieser Stein sieht wirklich so aus, wie wenn ein Nilpferd sein Maul zum Gähnen aufreißt.

In der Nähe vom Wave Rock ist dann noch „Mulka’s Cave“, in der sich viele Aborigines-Zeichungen befinden. War aber leider sehr schwer zu fotografieren. Die Legende besagt, dass Mulka ein ganz Schlimmer war, der kleine Kinder gejagt und gegessen hat, weil er nichts anderes erwischt hat, weil der geschielt hat. Er hat sich in dieser Höhle versteckt und dort seine Zeichnungen hinterlassen. Vor der Höhle steht auch ein Schild dass man nicht allzuweit in die Höhle hineinklettern soll, aus Respekt vor dem Glauben der Aborigines.

Tja, und dann haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, auf dem ich dann kurz vor Perth in einer 90 km/h Zone geblitzt wurde. Uiuiui... Vorbei sind also meine glorreichen Zeiten ohne einen einzigen Strafzettel, dieser wird sich wahrscheinlich auch richtig gewaschen haben, weil ich doch deutlich drüber war, aber schau ma mal, vielleicht war das Radar ja noch nicht eingeschaltet, oder er geht auf dem Postweg verloren, ... noch ist er ja nicht da :-)

Sonntag, 11. Januar 2009

Penguin Island

Nachdem wir seit Dienstag Besuch von Alex haben und auch Luzi und Albin seit Mittwoch da sind, mussten wir natürlich das touristische Wochenend-Programm gut planen. Leider hat Luzi aber eine unerklärliche Krankheit aus Südostasien eingeschleppt. Im Krankenhaus von Perth wurde aber nach einem ganzen Tag (!) durchchecken festgestellt, dass es keine der 3 grossen Krankheiten ist (Denghi, Malaria, Syph... äh, was war nochmal die Dritte?). Aus diesem Grund mussten wir drei alleine ausrücken zum Samstagstrip. Dieser ging in den Süden von Perth, nach Rockingham und Mandurah.

Ein bisschen südlich von Rockingham befindet sich auch gleich Penguin Island, auf der eine Kolonie (ca. 1700 Exemplare) der kleinsten Pinguinart der Welt leben. Mit der Fähre fährt man ca. 5 Minuten (man kann auch eigentlich zu Fuss durch die Sandbank stampfen, aber das wäre dann noch wieder nicht so gemütlich, und bei den vielen Kitesurfern muss man wirklich aufpassen, dass man nicht von einem mitgenommen wird). Diese Insel ist ein weiterer Sommertraum, für einen Österreicher eigentlich unvorstellbar, dass man bei einem Halbtagestrip auf so einer paradiesischen Insel landen kann:


Und diese kleinsten Pinguine schauen wie folgt aus:


Weitere Fotos gibt es wie immer auf unserer Picasa-Homepage, siehe den Link rechts.

Samstag, 10. Januar 2009

Internet funktioniert wieder

Endlich ist es soweit. Mein Arbeitskollege Stefan (ja, kein Australier) hat das Internet zum Laufen gebracht und das rennt jetzt ganz schön...

Es ist wirklich schon Zeit geworden.

Jetzt kann ich ja auch rückwirkend berichten, z.B. von Sylvester down-under. Wie so viel, war auch das umgekehrt: Das Feuerwerk hat nämlich bereits um dreiviertel Zwölf begonnen (da waren Marlene und ich noch am Fussweg durch den Kingspark zur Aussichtsplatform), wie wir dann fünf vor Zwölf dort waren, sind schon hunderte Leute in bester Laune gewesen, typisch australisch, bereits sehr angeheitert. Wir haben uns dann auf den Rasen gesetzt und dem durchaus tollen Feuerwerk zugeschaut, das aber sicher über 2 Kilometer weg war.
Dann um Zwölf wurde brav der Countdown heruntergezählt, auch weil das Feuerwerk immer toller wurde, dann, plötzlich, bei Null, ist noch eine Riesenrakete losgegangen, aber das war's. Während Marlene und ich den Sekt geköpft haben und den klassischen Sylvesterkuss ausgetauscht haben, sind die Leute bereits aufgestanden und heimgegangen - ja, wirklich.

Und es war kein Feuerwerk mehr zu sehen, oder nur hie und da wieder mal eine Diskontrakete. Also echt enttäuschend. Auf Nachfragen bei den australischen Kollegen und Freunden ist aber aufgekommen, dass das nicht ein normales Sylvester war und normalerweise würde das Feuerwerk erst um Mitternacht beginnen. Also nächstes Jahr muss es Sydney sein zu Sylvester.

Lebenszeichen

Nachdem sich jetzt schon ein paar Leute gemeldet haben bzw. ihre Beschwerden los wurden, dass sie kein Lebenszeichen bzw. keinen Blogeintrag mehr bekommen, hier eine Erklaerung:

Nachdem wir zurueck aus Oesterreich waren, mussten wir uns zuerst mal erholen von den Strapazen dieses “Wintertrips” (und ich weiss jetzt schon, dass Marlene sagen wird “Was heisst WIR? – DU musstest dich erholen” ;-) ). Ich habe z.B. noch eine Woche mit einer Verkuehlung gekaempft (und das bei ueber 30 Grad – das war hart). Das groessere Problem aber ist das Internet, vielleicht haben sie uns wegen dieser Heimreise vom Netz genommen oder drehen uns einfach mutwillig immer wieder die Leitung ab, aber die Probleme konnten noch nicht geloest werden. Sobald unser Internet dann laeuft, koennt ihr euch sicher sein, dass es wieder regelmaessig und ausfuehrlich Berichte gibt. Von meiner Seite war natuerlich auch der Jahresabschluss ein entscheidendes Kriterium, dass ich abseits der langen und anstrengenden Arbeitstage mich natuerlich hauptsaechlich um Marlene kuemmern wollte und nicht um das nicht-funktionierende Internet.

In der Zwischenzeit haben wir dann auch Besuch bekommen, am 6. Jaenner ist Alexandra angereist. Ganz einfach zu erklaeren woher wir sie kannten – naemlich gar nicht ;-). Nein, sie ist das Taufkind von der Arbeitskollegin meiner Mutter (doch gar nicht so schwer, ihr habt schon gedacht ich fange jetzt an mit “das ist die Bekannte von der Tochter des Trainers von…”, ja, ja, weiss ich ja, da wird’s dann immer lustig).

Und am 7. Jaenner sind auch Luzi und Albin in Perth gelandet. Auf ihrer Weltreise haben sie nach ihrem Stop in Vietnam einen langen Aufenthalt in Australien geplant, bleiben jetzt ca. 1 Monat in Westaustralien (und Ulurugegend) und haben dann noch einen Monat fuer Ostaustralien.

Bei so einem Full-House koennt ihr euch vorstellen, dass da nicht viel Zeit fuer den Blog bleibt. Aber das wird alles nachgereicht, versprochen. Hier in der Arbeit habe ich aber sogar ein Foto das ich anhaengen kann, naemlich von unserer Firmenweihnachtsfeier – Ohne Worte: