Freitag, 19. Dezember 2008

Auf gehts nach Österreich!

Sodala, bald ist es soweit. In 2,5 std geht unser Flieger Richtung Heimat. Das Packen war keine leichte Aufgabe, schließlich ist zuhause ja mometan ganz andere Mode als hier in Australien - bin heute schon wieder ins Schwitzen gekommen beim "Chrissy"-Shopping auf den letzten Abdrücker - wie schön. Stefan hat da schon recht, ich fühl mich da richtig wohl, wenns an die 30° und drüber geht. In der Arbeit ist mir neulich wieder versichert worden, dass es so Zeiten im Jänner/ Februar gibt, wo's während des Tages 45 Grad hat und in der Nacht "kühlt" es dann auf 30 ab. Anscheinend will man dann nur noch aus seiner Haut herauskriechen. Ich bin schon sehr gespannt. Momentan freu ich mich allerdings mal auf die Woche daheim. Ich hab schon gesehn, das war viel zu kurz kalkuliert. Mein Terminkalender ist schon komplett verplant, damit ich alles unter einen Hut bringe. Ich freu mich schon sehr!! Vorallem wenns heuer vielleicht wirklich weiße Weihnachten gibt!!!

Die Geschenke sind jedenfalls alle eingepackt. Ich muss aber leider einige von euch enttaeuschen, die Koalabärn waren heuer schon ausverkauft... vielleicht nächstes Jahr dann!

Bis bald!

Samstag, 13. Dezember 2008

Der Sommer ist da!

Endlich ist es soweit, jetzt ist es wirklich Sommer. Wenn der Radiomoderator zu den Nachrichten sagt: "Es ist 11 Uhr, 32 Grad in Perth", dann kann man wohl von Sommer sprechen. Noch dazu konnte ich Marlene ueberreden in unseren Pool zu springen, so ein Luxus, toll.


Nachdem ich ja nicht unbedingt der größte Freund von hohen Temperaturen bin, ist das bei Marlene gänzlich anders. Sie braucht die Hitze um sich wohl zu fühlen. Verständlich sind da die Fragen meiner Arbeitskollegen, wo Marlene denn leicht herkommt (einer der sie noch nicht kennt, hat gemeint sie ist vielleicht aus Brasilien, weil ihr immer so kalt ist). Ich hab mir auch schon gedacht, dass sie sicher nicht viel Zeit im Mühlviertel verbracht hat, weil es dort ja auch eher öfters unter 30 Grad hat, oder (bitte korrigiert mich falls ich hier falsch liege).

Leider ist der Sommer auch gänzlich kurz dieses Jahr, oder zumindest zweigeteilt. Wir machen nächste Woche einen Ausflug in den Winter (da seid ihr jetzt wieder gefragt uns was gescheites zu bieten). Wir kommen am Samstag nach Hause und düsen dann am Sonntag den 28. Dezember wieder ab ins Warme, hihi. Denn Sylvester wird heuer in der Kurzen gefeiert, ich freu mich.

Noch mehr freue ich mich aber viele von euch zu sehen. Es wird sich natürlich nicht ausgehen alle zu treffen, dafür muss ich mich gleich vorab entschuldigen, aber gerade in der Weihnachtszeit hat natürlich die Familie den Vorzug.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Besuch und ... Eröffnung der Snowboardsaison


Mit großer Vorfreude wurde bereits die Ankunft von Christa und Jürgen erwartet. Jürgen hat mit mir im gleichen Stock im Studentenheim gewohnt in Wien und aus diesem Grund sind wir auch schon öfters miteinander auf Urlaub und Exkursionen gewesen. Christa haben wir auch beide im OÖ-Heim kennengelernt und dort konnte ich auch ein bisschen mithelfen, dass die beiden zueinander gefunden haben und noch immer ein glückliches Paar sind. Jürgen ist auch der Grund, warum wir jetzt Familienrabatt bei Deichmann bekommen (was meinen Vater sehr gefreut hat) J
Die beiden sind also Mittwoch in Perth gelandet, nachdem sie bereits über 2 Wochen durch Australien gegondelt sind, sich von der Ostküste einiges angesehen haben und den letzten Stop in Alice Springs bei Uluru und Co. hatten.

Ich habe ihnen zuerst mal die Stadt gezeigt und am Abend sind wir alle gemeinsam nach Fremantle zum Abendessen gefahren. Donnerstag und Freitag mussten Marlene und ich aber leider arbeiten. Christa und Jürgen hatten aber sowieso noch ein paar Punkte auf ihrer AustralienerlebnisToDoliste zu erledigen gehabt. Wie Vorzeigetouristen haben sie sich die restlichen Sehenswürdigkeiten angesehen, Jürgen hat Surfstunden genommen, sie sind zum Weinverkosten ins Swanvalley gefahren und dann haben sie auch noch Koalas und Känguruhs gestreichelt. Tolles Tempo, muss schon sagen und ein guter Ausblick für zukünftige Besucher, es gibt genügend zu tun.

Für Samstag habe ich mir schon ein Programm ausgedacht gehabt. Eine Tour zu den Pinnacles stand am Programm, nachdem auch Marlene dort noch nicht war. In professioneller Touristenausflug-Manier hatte der Ausflug viel zu bieten. Nachdem wir zuerst ein bisschen im Landesinneren und auch an der Küste Richtung Norden gefahren sind war unser erster richtiger Stop in Lancelin. Aber nicht der tolle Strand ist uns dort zuerst ins Auge gestochen sondern die tollen Pisten... für Autos, Motorräder, Quadbikes und ... Snowboards, falsch, Sandboards!!

Endlich konnte die Wintersaison eröffnet werden und ich glaube wir sind früher am Board gestanden als viele von euch. Sandboarden in den Dünen war angesagt, echt lässig. Lassen wir wieder mal Bilder sprechen:


Mehr Fotos von unser aller Sandboardkünste findet ihr wie immer auf unsere Picasa Seite, den Link dazu gibts Rechts.

Montag, 1. Dezember 2008

Wheatbelt-Ausflug

Nach einem langen Grillabend bei meinem Arbeitskollegen Harri und seiner Familie mit 2 Gästen aus Oesterreich haben wir es am Sonntag doch nicht so früh aus dem Bett geschafft wie geplant. Der Sonntagsausflug musste kurzfristig umgeplant werden.


Die Richtung blieb die gleiche, nur halt nicht so weit. Wir machten uns also auf den Weg Richtung Sydney, na ja, Richtung Osten halt ;-). Ca. 100km von Perth ist man bereits mitten im Wheatbelt, in der Ukraine von Westaustralien, dem Saskatchewan von Australien, etc. Hier befinden sich Getreidefelder über Getreidefelder, aber es wird ein bisschen anders gewirtschaftet als bei uns. Nachdem es nicht nur der kälteste November seit 1972 war (es hatte nie über 30 Grad) sondern auch der Trockenste, sah die Landschaft überhaupt nicht fruchtbar aus. Vollkommen ausgetrocknet, aber bereits zu Beginn des Sommers alles geerntet. Das heißt Getreide muss hier im Winter angebaut werden und wird dann im Frühjahr geerntet. Dann sind die Anbaubedingungen vergleichbar mit zuhause. Ein Foto zur Veranschaulichung (Wahnsinn, dass ich solche deutschen Worte noch rausbekomme nachdem mir nun schon immer wieder Wörter nur noch auf English einfallen):



Wir sind also bis nach York gedüst mit unserem neuen Flitzer. Auf der Landkarte sehen alle Städte dieser Größe schon relativ groß aus und man denkt sich, das kann gar nicht so klein sein, aber dabei wird man getäuscht. Lauter kleine Kaffs (=Kuhdörfer). Dort will ich nicht mal in einer Pension schlafen müssen, so fad wie das aussieht.


In York trifft sich sonntäglich die Motorradgemeinschaft von Western Australia. Auch ein Oldtimermuseum und viele Pubs sind hier beheimatet, deswegen macht es einen netten Ort um eine ruhige Zeit zu verbringen bei einem Bier im Gastgarten am Strassenrand und die vorbeifahrenden Motorräder zu bewundern.

Danach ging es weiter nach Northam, ein weiteres Stadtdorf im Wheatbelt. Da war doch wirklich was los, weil an diesem Tag ein Motorradevent angesagt war und die Stadt mit KTM-Banner zugehängt war (was mir natürlich sehr gefallen hat). Leider sind wir ein bisschen zu spät gekommen und die Veranstaltung ging schon dem Ende zu. Deswegen haben wir das Schauspiel dieses Supermoto nur von ausserhalb des Zauns bewundert. Es hat sich aber die Möglichkeit ergeben mit einem Hubschrauber die Umgebung zu erkunden, und diese Chance haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Bei einem 8 Minutenflug haben wir die Auswirkungen der „Erderwärmung“ (oder was immer wir gerade durchmachen) klar sehen können, alles vollkommen braun, grüne Flecken kaum zu sehen.



Am Rückweg sind wir auch noch an einem See vorbeigekommen der uns sehr an das Salzkammergut erinnert hat. Lake Leuschenaltia (toller Name, oder?). Nur dass die künstlich Sand aufgeschüttet haben am Strand, damit die Australier ihr Meeresstranderlebnis nicht vermissen müssen. Folgendes Foto könnte doch auch vom Attersee sein, oder?



Es war wieder mal ein toller und lehrreicher Ausflug, so kann es gerne weitergehen.