Montag, 27. Oktober 2008

Unser erstes Haustier

Nachdem sich Marlene bereits beschwert hatte, dass eine kleine Spinne unter dem Balkontisch ihr Netze spinnt und sich Marlene zum Abendessen nicht mehr auf den Balkon trauen wollte, musste diese entfernt werden. Die Spinne war heute aber gar nicht mehr zu sehen und so bin ich mit Küchenrolle unter unseren kleinen Tisch gekrochen und habe mit der Hand alle Netze entfernt. Dem nicht genug, meinte Marlene, unser neuer "SpiderKiller2000" Spray musste ausgepackt werden und der ganze Balkon in Kammerjägermanier "entlaust" werden.

10 Minuten später ist dann doch tatsächlich eine kleine schwarze Spinne mit einem roten Strich am Körper am Boden gelegen und hat sich nur noch mäßig bewegt. Diese habe ich dann über den Balkon geworfen. Marlene hat dann noch geäfft, dass dies sicher eine gefährlich, giftige Spinne gewesen sei und musste das im Internet nachforschen. Dank Google und modernen Bilderkennungsprogrammen war die Spinne schnell identifiziert, siehe Foto. Es hat sich dabei rausgestellt, dass es sich um die "Redback"-Spinne gehandelt hat, quasi die Schwester der schwarzen Witwe und eine der gefährlichsten Spinnen, die es in Australien (Marlene korrigiert mich gerade: "überall auf der ganzen Welt") gibt, na bumm. Ich bin erstmal Händewaschen gegangen... Das erste Aufeinandertreffen mit den australischen zoologischen Schätzen wurde also ohne Schrammen überstanden. Anbei ein Foto unseres (hoffentlich) verblichenen Haustiers:


Kommentar der Redaktion (Marlene): Einfach nur wäääääääähhhh! Es ist mir ja fast egal, ob die Spinne giftig ist oder nicht, mir graust einfach so wahnsinnig. Bin in letzter Zeit ja schon fast a wengal nachlässig geworden, mit dem dass ich immer in jeden Schuh reinschau, ob da eh nix drinnen sitzt, etc. Nach meiner Internet-Recherche und folgender website http://www.xs4all.nl/~ednieuw/australian/Spidaus.html werd ich aber wieder mehr aufpassen.... so grauslig, was es so alles gibt, brrrrrrrrrr.... Wir hoffen übrigens beide, dass wir hierdurch keine potentiellen Besucher abgeschreckt haben ;-)

Sonntag, 26. Oktober 2008

Oktoberfest in Perth

Um so schnell wie möglich zu richtigen Australiern zu werden haben wir uns dieses Wochenende einem alten australischen Brauch hingegeben. Wir sind aufs "Oktoberfest" zu Elmar's im Swan Valley gefahren.

Damit wir da auch autentisch wirken, haben wir das traditionelle australische Outfit angezogen und sind natürlich gleich mächtig gut angekommen, eh klar.




Bei Stelzen, Leberkäse und Apfelstrudel, dazu Oktoberfestmärzen und Weizenbier fühlten wir uns gleich wieder mehr als echte Australier ;-)

Nachdem auch die Band "The New Oberkrainer" (eine lokale Aboriginiekapelle) den Anwesenden mächtig eingeheizt hat ist es noch recht lustig geworden.

Obwohl das schon wirklich sehr exotisch war, werden wir diesen Bräuchen wohl nächstes Jahr doch eher fern bleiben.

Montag, 20. Oktober 2008

Schon wieder Golf...

Nachdem ich (Marlene) ja am Samstag MISERABELST gespielt hab - hab mich schon fast vor meinen neuen Schlägern geschämt, dass ich ihnen so was an tun muss - hab ich mich heute auf die Suche nach einer Driving Range gemacht. Außerdem hab ich ja jetzt Schläger im Bag, die ich vorher noch nie hatte. Was ist zB ein 6er Eisen, und mag mich das überhaupt??? Hab einen super Platz gefunden ganz in der Nähe von unserer Wohnung und gleich mal über 100 Bälle rausgehaun. 110 Bälle kosten 14$, also 7€ mit dem jetzigen Wechsel-Kurs, das find ich sehr günstig. Jedenfalls hat das Üben was gebracht! Markus, falls du das lesen solltest, jetzt versteh ich, glaub ich, endlich was du immer gemeint hast mit, ich soll weniger 'schieben' sondern mehr 'drehen' :-) Endlich wieder ganz gerade Schläge, ich freu mich so. Ich war so motiviert, dass ich sogar noch eine halbe Stunde Putten drangehängt hab.



Von den Abschlagplätzen hat man übrigens einen super Ausblick auf die Hochhäuser von Perth. Ich habs versucht zu fotografieren, aber es kommt am Foto leider nicht so gut rüber.













Beim Putten hab ich dann auch Gesellschaft bekommen von einer Entenmama mit ihren Küken, die laufen genauso wie in Pfarrkirchen hier auch überall herum und fressen die bösen Oktoberkäfer.


Was hier aber voll lästig ist, das sind die vielen Fliegen, die die ganze Zeit um einen herumschwirrren und sich auch duch heftigstes "Wacheln"nicht vertreiben lassen. Dass man bei 33° auch a wengal schwitzen muss auf der Driving Range freut die Fliegen dann natürlich noch mehr :-)

Naja, jedenfalls bin ich golftechnisch jetzt wieder total motiviert und werd da morgen oder übermorgen (übertreiben soll mans ja auch net) gleich wieder hinschaun. Kommt drauf an wie sich das Wetter so entwickelt, wenns weiter so heiß bleibt werd ich lieber an den Strand fahren oder aber unseren Pool mal testen.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Sonntag auf Rottnest Island

Bilder sagen mehr als tausend Worte:




Rottnest Island, die Perth vorgelagerte Insel nur eine halbe Stunde mit dem Boot entfernt. Schicksalshafte Insel deren Riffs fuer viele Seefahrer zum schicksalhaften Ende ihrer Reise geworden sind, seitdem die ersten Europäer die Westkueste Australiens erreicht haben. Heute Wochenendausflugsziel von Perthern, Schnorchel- und Tauchparadies, Naturoase mit den nur auf Rottnest Island lebenden Quokkas. Nach diesen kleinen Viechern ist die Insel von den Holländern benannt worden, die als erste auf der Insel gelandet sind und sich gedacht haben, es wären Riesenratten - deswegen Rattennest.

Also, jetzt Naturkunde. Wie sieht eigentlich ein Quokka aus, bitte sehr:


Für uns war es ein toller Ausflug zum Sonnetanken, nach Jahren wieder mal Radfahren, und einfach echte australische Touristen spielen, es war wunderbar.

Golfsaison eröffnet

Nachdem das erste, wettertechnisch perfekte Wochenende anstand, sind wir diesen Samstag auch ins professionelle Golfspiel in Western Australia eingestiegen. Professionell war aber leider nur der Golfplatz, wir hatten eher einen netten Spaziergang über 18 Löcher bei dem Marlene ihre neuen Schläger ausprobieren konnte und ich trotz bescheidenem Spiel einen Rekord aufstellte.

Ich habe zum ersten Mal neun Löcher mit einem Ball gespielt (eigentlich habe ich sogar 13 Löcher überstanden bis sich mein geliebter Samson Ball in einen Teich verabschiedet hat). Wir hatten 5 schöne Stunden am öffentlichen Golfplatz Collier Park.

Danach haben wir uns einen ordentlichen Kaiserschmarrn gegönnt, das war das absolute Highlight des Tages ;-)


Montag, 13. Oktober 2008

Spring in the Valley


Dieses Wochenende hat es wieder einen tollen Programmpunkt gegeben. Es war ein Weinfest angesagt, "Hüpf ins Tal", oder wie die auf Englisch sagen: "Spring in the Valley". Das ganze hat sich im Swan Valley abgespielt, warum sie dieses Weinbaugebiet Valley genannt haben ist völlig unbekannt. Es kann sich aber auch keiner mehr daran erinnern, aber nachdem doch in der Mitte ein Fluss durchrinnt, muss es dort ja eine Spur tiefer sein als in der anderen Ebene.

Wir haben natuerlich die Chance genutzt und sind mit dem Zug bis an den Stadtrand gefahren. Dort haben wir uns in den Festivalbus gehaut der seine Runden durch das Swan Valley gezogen hat um bei den Weinguetern, Bierbrauereien und Chocolate Factories die Leute abzusetzen und die Betrunkenen wieder heimzufahren.

Fuer uns hat der Tag gemuetlich und nett auf dem ersten Weingut begonnen, schnell haben wir aber bereut die Liederhose und das Dirndl zuhause gelassen zu haben. Dieses Fest wird von jugendlichen Gruppen als Faschingsumzug missbraucht. Togaparties, Military-Look-Gruppen und andere schraege Kostümierungen konnten gesichtet werden.

Es ist auch wirklich gut losgegangen, bei den ersten drei Weinguetern haben wir uns mal durch das Angebot gekostet. Dann war natuerlich der Hunger gross und wir haben uns bei "Elmar's" (ein deutscher Biergarten) angestellt um eine Mass und eine Stelze zu bekommen. Dies wurde uns aber bereits verwehrt, die Polizei hat gemeint, es seien schon zu viele im grossen Biergarten unterwegs. Weiter zur naechsten Location, das Duckstein, auch wieder ein (deutscher) Biergarten. Da war aber auch voll. Dann haben wir uns doch in die Chocolate Factory verzogen, die nicht so ueberfuellt war - fuer den gemeinen, maennlichen Australier aber auch vollkommen unbrauchbar weil kein Alkohol serviert wird. Gegenueber sind wir aber auch wieder in ein Weingut gekommen, dort hat es dann auch einen Lammhacksen zum Essen gegeben.

Leider wurden wir auch Zeugen des australischen (After-)Partygemüts. Plötzlich wurde ein paar Meter neben uns auf der Tanzbuehne zum Raufen begonnen. Raufen ist aber bei den gut gebauten Australiern und ihrer Trinkausdauer gleich eine sehr gefaehrliche Angelegenheit. Die sind so schnell besoffen, das sieht man bei uns nicht mal mehr auf der All-you-can-drink-Alkopop Party von der sozialistischen Jugend oder den Pfadfindern (um nicht politisch in eine Richtung zu draengen) wenn der Gruppenfuehrer seinen 12. Geburtstag feiert. Unglaublich, bei den Alkoholpreisen schütten die alles runter als gäbe es kein Morgen. Auf alle Faelle ist dann einer am Boden liegengeblieben, hat sich nicht mehr gerührt und er hat aus dem Mund geblutet. Ich bin da ein bisschen nervös geworden und wollte gehen, Marlene hat das unberührt gelassen, weil sie ja auch einfach auf der Bank ausser Reichweite sitzen geblieben ist. Ich musste solche australischen Sitten natürlich aus der Nähe sehen.

Ich habe auch einige Fotos von diesem Event auf unsere Picasa-Seite gestellt. Dort seht ihr nicht nur die Vorzüge des Swan Valleys sondern auch die Kleidungsgewohnheiten der Australier. Man beachte, die Männer mögen ja wirklich verkleidet sein, aber bei den Mädels geht auch normal beim Fortgehen kein Rock (Hosen sind wirklich die Ausnahme) nur annhähernd in Kniereichweite. Die interessanten Fotos können also wirklich als Standard gesehen werden.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Endlich Wochenende und Perth Zoo

So, jetzt schaffe auch ich es wieder einmal auf den Blog zu schreiben. Marlene hat schon recht, in letzter Zeit hatte ich viel zu Arbeiten. Die letzte Woche war auf alle Faelle die Staerkste meines bisherigen Arbeitslebens. Der erste Monatsabschluss alleine und dann noch dazu ein Quartalsabschluss der bei Sandvik wie ein Jahresabschluss abgehandelt wird, puh, das ist hart. Und ihr wisst ja, dass ich in den letzten Jahren nicht wirklich als Finanzmensch gearbeitet habe, aber meine Beziehung zu Geld macht den Job schon einfacher :-)

Jetzt seid ihr ja auch immer informiert worden wie es Marlene so unter der Woche geht, aber vielleicht sollte ich das mal aus meiner Sicht berichten: Erstens, wenn das da unten eine Anspielung auf meinen Strafzettel war, dann aber hallo. Ich bin nun wirklich kein Raser, das weiss jeder, der mit mir schon gefahren ist (ausser nach einem Go-Kartrennen mit meinen Ex-VAI Kollegen, sorry Ilgi). Aber so Strafzettel fuer Falschparken ziehen mich einfach an. Und mit diesem 100 Dollar "Ticket" bin ich noch immer am untersten Platz aller oesterreichischen Arbeitskollegen. Woher soll man als Einwanderer auch wissen, was ein durchgestrichenes C bedeuten soll (ich weiss es immer noch nicht, nur dass es 100 Dollar kostet).

Zweitens bin ich mir immer noch nicht sicher wo Marlene eigentlich wirklich her ist, aus Oesterreich kann ich mir kaum vorstellen. Ihr ist ja immer kalt, sie friert bei normalem oesterreichischen Septemberwetter wuerde ich mal sagen. Das ist ja schlimm. Beim ins-Bett-gehen bekomme ich immer einen halben Schock, wenn auf meine Fuesse ploetzlich ein Eisblock in Form von Marlenes Fuessen trifft.. Naechstes Mal ziehe ich mit Marlene in ein warmes Land, nicht ein so kaltes, unfreundliches, etc. Land wie Australien. Ihr friert auch wenn die Sonne scheint, nur zur Erklaerung. Ich verstehe das nicht, ich vertroeste sie immer auf den Sommer, da wird es in unserer Wohnung hoffentlich ertraeglich sein, nachdem sie sich nicht so schnell aufheizt, mal sehen.

Nach dieser starken Arbeitswoche goenne ich mir wieder das erste freie Wochenende nach einiger Zeit, das muss einfach sein. Mein laengster Tag war Donnerstag, von 7 in der Frueh bis halb 12 in der Nacht, da reicht es dann bald mal. Da koennen die auch leicht mehr zahlen, aber beim Stundenlohn komme ich glaube ich auch nicht auf mehr als in der VAI, zur Zeit. Aber das wird sich wieder bessern.

Gestern haben wir auch einen unserer wichtigsten Punkte der "To-Do-Liste" erledigt. Wir haben den Perth Zoo besucht. Echt riesig, schoen und sehr interessant. Anders als bei uns werden in diesem Zoo hauptsaechlich Tiere aus der Umgebung gezeigt, und trotzdem hat man 90% der Viecher noch nie gesehen (ausser in einem Zoo). Auch der Streichelzoo war toll, Marlene hat es sehr gefallen wie man sieht:


Auch sonst war einiges zu sehen, ihr koennt auch noch mehr Bilder auf unserem Picasa-Album ansehen, den Link habe ich jetzt rechts reingestellt, damit ihr ihn gleich findet. So, jetzt gibt es dann Cordon-Bleu beim Franz aus Gmunden, es trifft sich die "Austrian Community of Perth", mmmh, da freu ich mich schon..

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Auf, auf zum ersten Birdie!


Juppidu! Hab mir soeben neue Golfschläger und ein Bag gekauft. Bin zwar jetzt um einiges Geld ärmer, aber die Schläger sinds wert und trotzdem immer noch günstiger als daheim in Österreich. Der Verkäufer war zusätzlich auch noch recht begeistert von meinem Schwung und von meinem super Englisch (thx to the Exeter-People) und hat mich gleich auf eine Runde Golf eingeladen. Was sagt man dazu. Vielleicht mach ich das auch, nachdem Stefan eh immer soviel arbeiten muss... *ggg*


Job Interview hatte ich heute auch wieder eines. Lief eigentlich sehr gut, die warn sehr, sehr nett und haben mir gleich alle Kollegen vorgestellt, inklusive dem Café wo sie immer frühstücken hingehn bis zum Lokal wo sie gerne nach der Arbeit auf einen Drink gehn. Aber ich glaub, den Job will ich net haben. Aber mal sehn. Jetzt bin ich jedenfalls wieder so richtig motiviert und passend dazu scheint auch heute die Sonne wieder - ENDLICH.... das war ja schon fast a wengal schlimm, da sitz ich in Australien und es regnet die ganze Zeit und frieren muss ich auch immer, weil die Wohnung so kalt ist - Insider-Witz für daheim: warum ist es nachts kälter als draußen?? :-)

Jetzt bin ich auch immer fleißig mit dem Auto unterwegs und ich komm schon sehr gut zurecht mit dem Linksfahren. Das Navi ist natürlich auch Goldes Wert, weil ohne das wär ich schon noch sehr verloren hier. Das einzig nervige ist, dass Stefan eingestellt hat, dass es immer muht, wenn man zu schnell fährt und es muht die ganze Zeit, auch wenn man gar net zu schnell fährt. Werd mir jetzt dann mal die Bedieungsanleitung zu Gemüte führen... Ich hatte noch nie einen Strafzettel und das wird sich auch in Perth nicht ändern.