Montag, 12. Dezember 2011

Unser Garten vor dem Sommer

Immer wieder bekomme ich Anfragen meine gaertnerischen Faehigkeiten auf Fotos festzuhalten und der anderen Halbkugel zugaenglich zu machen. Die beste Zeit dazu ist wohl bevor der heisse Sommer beginnt, wo das ganze Gras sowieso von der Sonne verbrannt wird.



Hier blueht und gedeiht schon einer unserer Frangipani:



So gruen wuenscht man sich das Gras immer. Fuer australische Verhaeltnisse eine gaertnerische Olympialeistung ;-)



Sonntag, 27. November 2011

Festivalzeit beginnt wieder

Es ist wieder so weit. Mit Start des Sommers wird die Festivalzeit in Perth wieder eingelaeutet. Nachdem ich bei einer Auktion 2 Festival Saisonkarten ergattert habe werden Marlene und ich im Sommer 2011/12 voll im Einsatz sein. 8 Festivals sind bei diesem Pass inkludiert der es uns ermoeglicht um ca. EURO 35 zu jedem Festival zu gehen statt um mindestens EUR 100 (fuer den Dealkaiser natuerlich ein wahrer Genuss ;-) )


Nicht jedes Festival spricht dabei aber jeden Geschmack an. Zum Stereosonic Festival das heute stattgefunden hat habe ich Marlene nicht ueberreden koennen mit zu gehen. Elektronische Dance Musik ist nicht gerade Marlene's Favorit. Bei mir kommen zu solchen "Beats" Kindheitserinnerungen wach wie Ilgi und ich uns in den Danceclubs des Landes herumgetrieben haben (er kann sich daran anscheinend gar nicht mehr erinnern :-) ). Herumgetrieben ist vielleicht uebertrieben aber hie und da haben wir in der Nachtschicht, A1 oder Aehnlichem schon mal das stockende Tanzbein gezuckt.


Zum Stereosonic Festival habe ich mir daher Ersatz suchen muessen. Gottseidank haben wir Dani hier, unsere Oesterreichische Freundin die bei Qantas arbeitet. Sie ist ein absoluter Armin van Buuren Fan (der auch da war) und da war sie natuerlich nicht zu halten. Es war fuer uns ein lustiger Tag, mit viel Tanz, viel zu Schauen (wie immer bei australischen Festivals) und genug Sonne um es als Sommertag bezeichnen zu koennen. Was will man mehr...

Montag, 31. Oktober 2011

Langes Wochenende in Adelaide

Endlich gabs in Perth mal wieder ein langes Wochenende; die Queen hatte sich angesagt um das zweijaehrliche CHOGM (Commonwealth Heads of Government) Treffen zu eroeffnen und wir haben beschlossen dem Trubel nach Adelaide zu entfliehen.

Donnerstag nach der Arbeit gings los, rein in den Flieger, 3 Stunden ueber die Nullarbor Plain nach Adelaide. Entgegen vieler Meinungen, dass Adelaide ziemlich fad und ruhig sei, hats uns dann voll gefallen. Das Wetter am Freitag war leider total verregnet (28Grad in Perth und wir fliegen in den Regen), bevor es total zu schuetten angefangen hat haben wir einen netten Spaziergang durch die Stadt gemacht, entlang am fluss Torrens durch den botanischen Garten zum Wein Center zur ersten kleinen Weinverkostung im National Wine Center. (Adelaide ist ja von weltberuehmten Weinregionen umgeben, BArossa Valley, Clare Valley, McLaren Valley, etc).

Dort hat uns vor allem die Lautschrift der weine sehr amuesiert - so wie's in der Klammer steht so ist das aus zu sprechen...


Dann nachdem sich der Regen nicht mehr aufhalten liess gings ins Schokolade-Museum, war nett, aber kein Vergleich zu Milka-Schoki. Gestaerkt von der Schokolade gings dann noch ins South Australia Museum, bevors dann in die Hotel Bar auf ein paar Glaeser Wein ging.

Fuer Samstag hatten wir eine Tour durchs Barossa Valley gebucht, bekannt fuer seinen Spitzen Shiraz (meinem Lieblingswein, nur so nebenbei bemerkt). Die Tour war super und im Laufe des Tages hat es dann auch zu regnen aufgehoert.

Stefan und ich vor 150 Jahre alten Weinreben

Wieder zurueck in Adelaide haben wir uns dann zum Abendessen gleich einen 16%igen Rotwein gegoennt. So was findet man auch nicht oft, das ist schon ordentlich. Aber immer noch sehr trinkbar, eigentlich schon zu sehr :)

Sonntag gings dann wieder zurueck nach Perth (in den Sonnenschein). Und heute abend holen wir dann Maria, Jenny und Bjoern vom Flughafen ab. Die 3 werden in den kommenden 2.5 Wochen mit dem Camper rauf nach Broome duesen und dann noch eine Woche hier bei uns in Perth sein. Juhu!

Dienstag, 18. Oktober 2011

Stefans neuer Nebenjob

Falls ihr es noch nicht gehoert habt dann kann ich euch nun fotografische Beweismittel zeigen. Ich halte nun in meiner Freizeit Kochkurse in Perth ab. Man nennt mich den "Cooking Professor". Wie ihr seht sind meine Kurse gut besucht und die Teilnehmer aeusserst interessiert. Nachdem meine kulinarische Palette sehr ausgedehnt ist spannen sich die Kurse auch ueber die verschiedensten Kuechen. Heute war der Japanisch Kochkurs dran, bald kommt ein Indisch Kochkurs nach. Naja, wenn man der Oma oft genug zugeschaut hat ist es nicht mehr so schwierig anderen Menschen diese Wissen weiterzugeben.


;-)

Sonntag, 2. Oktober 2011

Sydney Kulinarisch

Fuer mich (Marlene) gings letzte Woche geschaeftlich nach Sydney zur Online Retailers Conference, der weltweit 2. groessten Konferenz fuer Online Marketing und eCommerce. Montag morgen gings mit meinem Chef, Neil, ab nach Sydney; Dienstag und Mittwoch war dann den ganzen Tag Konferenz, Donnerstag noch ein ganztages Google Advertising Workshop – ich bin der totale Profi jetzt – mehr noch als zuvor :)

Mittwoch abend ist Stefan dann nachgekommen. Die paar Tage in Sydney haben wir vor allem in Restaurants und Bars verbracht, wir haben uns sozusagen durch Sydney durch gegessen. Warn in super Sushi Lokalen – Austern, Thunfisch und Lachs Sashimi, Kaviar, ...wir dachten immer Perth ist schon net schlecht, aber gegen die Lokale in Sydney kein Vergleich. Mmmm, mir rinnt das Wasser im Mund zusammen wenn ich drank denk.


Zufaelligerweise sind wir am Freitag auf den Loewenbraeu Keller und deren Oktoberfest gestossen und haben uns gleich mal aufs Stiegel Bier und die Schlachtplatte gestuerzt. Leberkaese, Schweinsbauch, Schnitzel, Bratwuerstel, Stelze... mit suessem Senf, Blaukraut und Knoedel - ein Traum! Wir warn so voll nachher, der Marillenschnaps hat auch nicht mehr geholfen. Jedenfalls wars recht lustig dort, das erste Lied als wir dort angekommen sind war gleich mal ‘Resi, i hoi di mitn Traktor ab’, ich hab mich voll geferut, ich war ja frueher als Kind voll in den Wolfgang Vierek verliebt :) Die Kellner dort waren alle deutsch, Speise und Getraenke-Karte alles in Deutsch. Sehr lustig, haben aber auch a bissl Heimweh bekommen.


Samstag morgen sind wir zum Sydney Fischmarkt gegangen auf ein Mittagessen bestehend aus frischem Fisch und Meeresfruechten - Hummer, Tintenfisch-Ringe, Austern, Riesengarnelen, etc. Die Schlachtplatte vom Vortag war noch nicht mal richtig verdaut und es ging schon wieder weiter mit essen...


Am Fischmarkt haben wir auch riiiesige Austern gesehn, das war eigentlich nicht mehr so ganz appetitlich. Ich denke man kanns auf dem Foto unten ganz gut sehn, wie gross die warn im Vergleich zu normalen Austern...


Am Samstag abend war dann die Einloesung von Stefan’s Geburtstags-Geschenks dran, Besteigung der Sydney Harbour Bridge bei Sonnenuntergang. War net billig, hat sich aber voll ausgezahlt. Die Fotos sprechen, denk ich, fuer sich.






Zur Belohnung der Kraxelei gings dann ins Lord Nelson’s Pub, dem aeltesten Pub Sydney’s, mit super selbst-gebrautem Bier. Dieses Pub haben wir ja bei unserem ersten Sydney Besuch schon entdeckt und das wollten wir unbedingt wieder sehn. Meinem Chef hat dieses Pub voll getaugt, hat ihn an seine Heimat, England, erinnert – so wie uns, die Schlachtplatte :)

Sonntag wars dann leider sehr regnerisch und kalt, deswegen sind wir ins IMAX gegangen, ein paar 3D Filme schaun. Dann nochmal Sushi essen, ins Pub Rugby schaun ( momentan ist ja grad Rugby World Cup) und dann gings wieder ab nach Perth.

Alles in allem eine super Geschaeftsreise. Sydney ist schon sehr schoen und vorallem ist immer was los. Ist halt eine ‘richtige’ Stadt, Perth hat da noch viel auf zuholen.

Sonntag, 28. August 2011

City to Surf 2011

Wieder einmal ist ein Jahr vorueber und es war wieder "City to Surf" Zeit. Zur Erinnerung, unter Surf versteht man den Strand, das Meer, die Wellen, wo's nass ist halt. City to Surf ist das groesste Sportereignis in Westaustralien. Mehr als 40,000 Teilnehmer wurden dieses Jahr wieder gezaehlt. Einen kleinen Blick koennt ihr hier auf das Starterfeld werfen:

Ich habe dieses Jahr wieder bei dem klassischen Lauf von 12km von der Innenstadt zum Strand nach City Beach mitgemacht. Marlene hat ihre sportliche Laufbahn ebenfalls gestartet und hat beim WALK teilgenommen, gleiche Distanz. Zusaetzlich hat man noch bei einem 4km Lauf oder Spaziergang teilnehmen koennen. Rollstuhlfahrer haben auch die 4km bewaeltigt. Zusaetzlich gab es die Halbmarathon und die Marathondistanz.

Der Kurs ist ziemlich selektiv, sind doch einige Huegel zu bewaeltigen. Auf dem Bild oben kann man den Anstieg zum Kings Park bereits erahnen. Die richtige Herausforderung sind aber die letzten Anstiege in Richtung City Beach bevor man endlich das Meer sieht. Dann geht es einen Kilometer nur noch bergab. Trotz der vielen Teilnehmer ist es jedes Jahr ein Superevent, toll durchorganisiert. Ich konnte meine Zeit um 1 Minute 30 Sekunden verbessern, was ich nicht erwartet habe und deswegen umso stolzer war. Auch Marlene hat eine gute Zeit hingelegt beim Gehen, definitiv kein Sonntagsspaziergang ;-)

Wir haben wieder schoene Sandvik T-Shirts bekommen und haben eine 29 Mann und Frau Truppe aufgestellt die unsere Firma repraesentiert hat. Alle auf ein Bild zu bekommen ist aber unmoeglich gewesen:


Samstag, 20. August 2011

Wieder einmal 29

Recht herzlichen Dank fuer die vielen Geburtstagsgruesse. Natuerlich habe ich auch diesen Geburtstag ausfuehrlich gefeiert. Dieses Jahr war der Druck weg weil es ja kein "Runder" war. Nachdem ich letztes Jahr in Oesterreich so eine grosse Geburtstagsfeier hatte war die Motivation in Australien nicht mehr wirklich vorhanden. Da hatte ich schon genug. Mit jeder Gruppe soll man feiern, Arbeit, Freunde, usw.

Nein, dieses Jahr war es relativ einfach. Die Geburtstagswoche wurde bereits eine Woche vor meinem wirklichen Geburtstag eingelaeutet mit einem Karaokeabend. Da ich schon vor einem Jahr einen Gutschein fuers Karaoke gekauft habe der am 12. August abgelaufen ist mussten wir das vor dem Geburtstag erledigen. Dazu habe ich 5 Freunde eingeladen in einer nahezu echten chinesischen "KTV" Bar. Obwohl man am Anfang natuerlicherweise ein bisschen verhalten ist sind bei jedem die Gesangstalente mit steigendem Alkoholkonsum besser geworden. Sehr lustig ist es geworden.

Die eigentliche Geburtstagswoche haben wir dann am Donnerstag mit einem netten Abendessen bei einem "Franzosen" eingeleitet, nur Marlene und ich. Am Freitag habe ich dann nach der Arbeit alle Arbeitskollegen auf einen Drink eingeladen. Nachdem das bereits um Vier am Nachmittag nach der Arbeit begann bin ich auch um 9 Uhr am Abend so muede gewesen, dass ich mich ein bisschen hingelegt habe. Leider habe ich deswegen einige Geburtstagsanrufe versaeumt die Marlene gerne uebernommen hat ;-)

Am Samstag stand dann die richtige Party bei uns im Haus an. Hier in Australien sind die Fancy Dress Parties so beliebt. Das sind einfach Feiern bei denen man verkleidet kommt. Marlene hat mich sogar auswaehlen lassen welches Motto wir nehmen. Es gibt ja da sogar eigene Internetseiten die hunderte Ideen haben und dann noch jeweils hunderte Moeglichkeiten zur Umsetzung. Ich habe ausgewaehlt, dass jeder in einer Verkleidung seiner Wahl kommen kann die mit dem gleichen Buchstaben wie der Vorname beginnt.

In meinem Fall war das zum Beispiel einer Seemann, Marlene ist als Moskito aufgetreten. Weitere Verkleidungen waren unter anderem: Shannon als Supercross Motorradfahrer, Gabor der Goalkeeper, Gavin der Gynaekologe, Bernd als Batman, Adriano als Aristrokrat, Klaus war der ach so bekannte Seeraeuber der Hansezeit Klaus Stoertebecker (ach die Norddeutschen..). Den Preis fuer das beste Kostuem hat meiner Meinung nach aber mein franzoesischer Arbeitskollege gewonnen. Pierre ist als Pea gekommen (Erbse, eigentlich Erbsenschote) wie ihr auf diesem Foto erkennen koennt.

Unser Irischer Freund Rory war als Robin verkleidet wie auf diesem Bild mit Stefan dem Seemann Popeye (ist ein bisschen geschummelt, ok) zu sehen ist:

Wieder einmal haben wir eine gelungene Feier veranstaltet. Mit Kostuemen ist ein noch ein bisschen lustiger geworden.

Freitag, 12. August 2011

Was darfs denn fuer ein Bier sein?



Ich habe Marlene dazu verdonnert die Bierkarte von einer Bar zu entwenden. Jedes Mal wieder kommt uns naemlich ein Grinsen aus wenn man diese Karte sieht. In Oesterreich oder den meisten mitteleuropaeischen Staaten wuerde man den Preis des Biers neben der Marke erwarten. Nicht so jedoch in Australien wie ihr an diesem Beispiel sehen koennt. Ich hoffe ihr koennt es lesen. Redback hat 4.7%, Beez Neez auch 4.7%. Beim Heineken muss man schon aufpassen, das hat doch glatt 5%.

Sein Bier darf man hier nach Alkoholgehalt aussuchen. Dass es teuer ist ist sowieso klar. Macht ja keinen Unterschied ob das Bier jetzt 6 oder 7 Euro kostet, oder?

Na dann, Prost.

Vorbestellungen fuer euren Besuch nehme ich gerne entgegen ;-)

Samstag, 6. August 2011

Fuehrungskraeftetraining

Nachtraeglich muss ich euch noch von einem aeusserst interessanten Abenteuer erzaehlen. Ende Juli wurde ich von der Firma nach New South Wales geschickt, ca. 2 Stunden Fahrt westlich von Sydney. Zu einem Fuehrungskraeftetraining wie es hiess. Sehr empfohlen von meinem Chef und anderen Kollegen hatte ich doch keine Ahnung um was es eigentlich gehen sollte. "Leadership in Action" heisst die Firma die das anbietet. Der Name laesst immer noch nicht erkennen um was es wirklich gehen sollte. Mitzubringen waren ein Schlafsack, festes Schuhwerk, nur Unterwaesche und Socken (der Rest wird 'beigestellt', hiess es). Dies liess die Neugier bereits sehr ansteigen, jedoch bewusst habe ich mich naeher bei Kollegen informiert, die das Programm schon gemacht haben.

In unserem Buero war ich wieder mal der Erste der dieses Training gemacht hat, ich bin fast immer das Versuchskanickel fuer Trainings und Weiterbildungen. Das stoert mich gar nicht, ich bin da sehr offen und empfehle dann gerne wer es auch machen sollte. Am Mittwoch in der Frueh ging es also los mit dem Flug nach Sydney. Was man bedenken muss ist, dass wenn wir 'kurz' an die Ostkueste fliegen wollen von Perth zu einem Meeting oder so einer Veranstaltungen gehen immer 1.5 Tage nur fuer die Reise drauf. Tja, es ist nunmal die abgelegenste Grossstadt der Welt. Also, angekommen am Mittwoch Abend ging es mit dem Bus mit weiteren 7 Kollegen durch das Verkehrschaos von Sydney im Abendverkehr Richtung Blue Mountains. Das Programm dauerte dann von Donnerstag frueh bis Sonntag am Abend. Ich konnte natuerlich erst am Montag gemuetlich wieder nach Perth fliegen weil am Abend gar kein Flug mehr gegangen ist. Somit habe ich doch 6 Tage fuer 4 Tage Training verbracht.

Jetzt aber zum Programm. Angehaengtes Bild sollte die Umstaende gut erklaeren. Die Trainer waren zwei ehemalige SAS Soldaten, das ist die Elitetruppe der australischen Armee (das Jagdkommando kommt in Oesterreich dem vielleicht am Naehesten - habe ich gehoert). Das Auswahlverfahren fuer diese Spezialeinheit ist ein beinhartes Unterfangen wo die physischen wie psychischen Kompetenzen jedes Soldaten aufs Haerteste getestet werden. Australien befindet sich zur Zeit ja im Krieg zum Beispiel in Afghanistan und deswegen ist das Thema hier brandaktuell. Unsere Ausbildner waren selbst noch bis vor 6 Monaten im Einsatz, unter anderem in Afghanistan. Bei all den Erzaehlungen wieviele Freunde dort gefallen sind hoerte es sich eher nach Glueck an, dass man so einen Job heil ueberlebt.

Unser Training bediente sich der Prinzipien dieses SAS Auswahlprogramms. Natuerlich nicht mit den gleichen koerperlich wie geistigen Anforderungen, aber die Ellemente waren alle vertreten. Jede Uebung, jede neue Erfahrung und Reflexion konnte auf den Arbeitsplatz und auf die eigene Situation im Beruf umgelegt werden. Dies war auch das Ziel dieses Trainings. Man sollte selber bis an den Rande seiner Leistungsfaehigkeit getrieben werden um den wahren Charakter herauszufinden. Dann ist man sich selber ueber seine Staerken und Schwaechen besser im Klaren und kann dies positiv im Beruf umsetzen.

Zum Programm selber moechte ich gar nicht viel sagen, wuerde jedem der es spaeter mal macht den Lerneffekt nehmen. Nur ein paar Einblicke kann ich geben: 15 Stunden Schlaf in 4 Tagen in einer Scheune bei Eiseskaelte (bis auf -2 Grad hat es erreicht), ein knurrender Magen aufgrund aeusserst minimierter Essensrationen, Schrammen, Wunden, Schmerzen am ganzen Koerper als Andenken fuer die darauffolgenden Wochen. Es war super.

Dies war meine erste richtige Erfahrung im australischen Busch. Jetzt wundere ich mich warum wir am Golfplatz immer so vorsichtig nach Baellen suchen um ja nicht auf eine Schlange oder Aehnliches zu treffen. Und dort bin ich mitten in der Nacht im Wald, auf Wiesen und Wegen herumgerobbt. Auf wieviel Kaenguruhexkrementen ich gelegen bin moechte ich gar nicht wissen, in wieviel stechende Pflanzen ich gehechtet bin habe ich nicht mehr gezaehlt. Ich kann euch sagen, wenn der Puls auf fast 200 ist dann macht man sich ueber ein paar gefaehrliche Tierchen oder Schrammen keine Sorgen. Und alles war gut am Ende. Im Winter sind die Schlangen ja eh betaeubt durch ihren fast Winterschlaf, da ist es nicht so gefaehrlich (heisst es).

Naehere Infos falls es wen interessiert kann ich gerne zu Weihnachten zuhause erzaehlen. Auch witzige Anekdoten wie ich mitten in der Nacht voll gegen einen Zaun gelaufen bin, etc.


Freitag, 5. August 2011

Dies und Das

Ja, wir wissen es, wir werden a bissal schreibfaul, aber wie immer um diese Jahreszeit tut sich leider nicht sehr viel. Perth befindet sich im ‘Winter’schlaf und wir schlafen mit. Naja, so ganz stimmt das eigentlich eh nicht, wir sind eigentlich viel fort in letzter Zeit, haben durch Internations viele super Leute kennen gelernt, die alle immer sehr motiviert sind. So gabs Mitte Juni zB eine Quiz Night, bei der wir (ein Team aus 9 Internationals und nur einem Australier) klaeglich versagt haben, aber es gab gratis Essen und Trinken. Ein Verlust war der Abend also ganz und gar nicht.


Ende Juni haben Freunde eine Vino & Vinyl Party organisiert, mit Gluehwein passend zur Jahreszeit und Schallplatten. Eine Woche drauf, gabs dann eine Mini-Weinverkostung bei Richardk, an die sich im Nachhinein eigentlich keiner mehr richtig erinnern kann... der Wein muss gut gewesen sein...


Ich hab in der Arbeit ein tolles neues Projekt bekommen; ich mach jetzt das Marketing fuer eine Kochschule hier in Perth (www.thecookingprofessor.com.au). Zur Einstimmung durfte ich dann gleich auch einen Koch-Kurs besuchen. War super, man lernt wirklich nie aus. Stefan hat sich zu dieser Zeit auf seinem Leadership Training in NSW befunden – dafuer gibts aber bald einen extra Bericht.


Ende Juli fand dann ein super Musik Festival in Perth statt, das es wettermaessig voll mit den Oesterreichischen Festivals aufnehmen haette koennen – Gatsch-Schlacht Juche! Ich bin da ja nach etlichen Jahren Frequency schon voll abgehaertet, mich hat das eigentlich nicht mehr schocken koennen, nur meine Gummistiefel haben gefehlt. Die hab ich ja in Oesterreich gelassen, da ich angenommen hab, die hier eh nie zu brauchen.


Letztes Wochenende stand dann eine Wein-Tour durch Mt Lawley (netter Fortgeh Stadtteil hier in Perth) an; eine richtige Tour wars dann eigentlich nicht, da wir in der ersten Bar versumpert sind...das war ja klar. Morgen, Samstag, gibts dann eine MODERATE Vodka-Verkostung bei Heather. Naja, schau ma mal, was das wieder wird...


Zwischen diesem ganzen Fortgehn hab ich schnell nochmal 2 Weisheits-Zaehne rausbekommen. War wirklich kein schoenes Erlebnis. Nach einem Wochenende voller Zahnschmerzen und nachdem die Schmerztabletten nimma geholfen haben, bin ich am Montag Frueh zum Zahnarzt und hab dann zum Glueck Montag nachmittag gleich einen Operations-Termin bekommen. Das waer ja alles schoen und gut gewesen, wenn ich nicht einen Fehler begangen haette: die haben mich gefragt, ob ich denn ein Beruhigungsmittel nehmen will vor der OP und ich hab, da ich mir dann doch ein wenig unsicher war, JA gesagt. Ich musste eine Stunde vor dem Termin in der Praxis sein und hab 2 Tabletten geschluckt - und das war dann so ziemlich das letzte an das ich mich erinnern konnte bevor ich am naechsten Morgen wieder aufgewacht bin !!! Ooops. Stefan meinte ich war total weggetreten, und konnte nicht mal meinen Kopf aufrecht halten.


Das Gute daran war, dass ich natuerlich gar nix gespuert hab. Aber geschockt hat mich das schon ein wenig. Vorallem auch weil ich mich jetzt im Nachhinein auch an Dinge, die am Tag danach passiert sind, nicht mehr erinnern kann. ZB hat mein Chef angerufen und gefragt wie’s geht und ich kann mich an nichts mehr erinnern.


Naja, Hauptsache ist, alles ist wieder gut :)


Fuer die naechsten paar Monate stehen dann doch wieder ein paar nette Sachen an, wo's dann auch wieder mehr Fotos geben sollte (meine Kamera hat uebrigens den Geist aufgegeben, deswegen auch der Mangel an Fotos). Vor allem gehts auf viele Konzerte im Oktober und November; Perth wird ueberschwemmt mit guten Bands, das freut mich.


Im September flieg ich zu einer Online Marketing Konferenz nach Sydney; Stefan kommt nach und wir bleiben das WE ueber noch dort. Im November gehts dann an einem verlaengerten WE fuer 3 Tage nach Adelaide; Stadt anschaun und wahrscheinlich eine Wein-Tour ins Barossa Valley...


Ah, und Ende August findet wieder der City to Surf Lauf statt. Stefan laeuft natuerlich wieder mit und ich hab mich ueberreden lassen die 12km zu gehen, laufend schaff ich das noch nicht.. vielleicht naechstes Jahr.... Ich rechne mir aber gute Chancen aus, da ich diese Distanz auf dem Golfplatz ja auch zuruecklege, und da sogar mit 10kg Golfbag auf dem Ruecken.


So, das war, wie ich finde, ein ansehnlich langer Blog- Eintrag – damit sich jetzt auch keiner mehr beschweren kann :)

Sonntag, 19. Juni 2011

Neujahrsvorsatz schon fast erfuellt

Dieses Jahr sieht es gut aus, dass unser Neujahrsvorsatz wirklich eingehalten wird. Wer kann das schon von sich sagen...? Wir haben uns eine Aufgabe gesetzt, die uns sowohl Perth und Umgebung besser kennen lernen laesst, uns an die frische Luft bringt und jedes mal ca. 10km auf unseren persoenlichen "Tacho" als, doch, sportliche Betaetigung schreibt.

Jetzt werden es schon einige erraten haben. Natuerlich geht es um Golf. Marlene und ich haben uns zur Aufgabe gesetzt 2011 12 neue Golfplaetze zu spielen, einer pro Monat. Das hoert sich vielleicht nicht so viel an aber nachdem wir in den letzten fast 3 Jahren hier doch schon viele Plaetze gespielt haben ist es nicht so einfach. Mit mindestens 46 Golfkursen in Perth sind die Bedingungen aber hervorragend um ein solches Vorhaben bewaeltigen zu koennen.

Bereits im Jaenner sind wir auf 3 neue Kurse gekommen, dann wurde es wieder ruhiger weil wir doch auch viele "alte" Kurse gespielt haben. Aber wir sind am besten Weg wie ihr auf folgender Liste ersehen koennt. Grosse Hilfe haben wir von einem Neukonvertierten erhalten. Manfred, M3, hat zum Golfen begonnen und ist die Motivation in Person. Er ist nicht zu bremsen und hat sich selbst zu einer Dienstreise nach Korea seine Schlaeger mitgenommen! Er "verlangt" eigentlich, dass wir zumindest ein Mal am Wochenende 18 Loecher gehen, oft waren es auch schon 2 Runden. Wir ihr auf dem Foto seht sind wir beide bei der Technik fast Tigerlike (kann man das eigentlich jetzt noch sagen..?)



1) Hamersley Golf Course im Norden von Perth
2) Whaleback Golf Course im Sueden von Perth
3) Pelican Waters an der Sunshine Coast in Queensland
4) Royal Cottosloe Golf Course, ein Privatklub zu dem wir von Steffi eingeladen wurden
5) Hillview Golf Course in den Perth Hills
6) Marangaroo Golf Course ganz im Norden von Perth
7) Point Walter Golf Course bei dem man auf einer "Halbinsel" um den Swan River spielt.
8) Heute kommt noch Rosehill Golf Course dazu der nur 10 Minuten von uns entfernt ist.
Leider koennen wir so viele nicht zaehlen da wir dort schon frueher gespielt haben: Maylands, Burswood, Collier Park, The Vines, Wembley..

Und so schaut es auf einem typischen Perther Golfplatz aus:

Montag, 30. Mai 2011

Urlaub vom Urlaub auf Mauritius

Wie ihr ja wahrscheinlich alle wisst, haben wir nach unserem Oesterreich Urlaub noch 5 Tage Mauritius drangehaengt - liegt ja quasi fast am Weg.

Das Hotel in dem wir untergebracht waren, war ein Traum (http://www.levictoria-hotel.com/) und wir haben die All-Inklusive Verpflegung total ausgenutzt, dh von morgens bis abends nur Essen und Trinken :) Und es war wirklich genauso, wie man sich so eine Paradies-Insel vorstellt, kleine Schirme am Strand, 2 Liegen drunter und ein Kellner der regelmaessig fuer Pina Colada Nachschub sorgt.


Das Hotel liegt im Nordwesten der Insel, wo auch die meisten der bekannten Tauchgebiete von Mauritius liegen. Das konnten wir uns natuerlich auch nicht entgehen lassen und sind drei mal Tauchen gegangen. Es war einfach traumhaft! Zunaechst mal, weil das Wasser mit 30 Grad herrlichst war und natuerlich hauptsaechlich wegen der vielen bunten Fische und Korallen. Die Sicht Unterwasser war mit ueber 20m bestens. Gesehn haben wir so ziemlich jeden Tropischen Fisch dens gibts; Highlight warn fuer mich vorallem die vielen Lion Fish (zu Deutsch Rotfeuerfisch - sehr gifig, aber sehr schoen), ein Steinfisch (auch aeusserst giftig und sehr schwierig zu sehn aufgrund der guten Tarnung), ein grosser Oktopus, ein Zitterrochen und einige Muraenen.

Rotfeuerfisch

Ueberraschend war fuer uns auch, dass man die meisten dieser Fische auch beim Schnorcheln vorm Strand sehen konnte. Vorallem die Rotfeuerfische warn da haufenweise und einige Meter daneben planschen die Kinder herum. Leicht bedenklich fand ich, aber naja.

Neben Tauchen, Essen und Trinken haben wir dann aber eigentlich nicht viel gemacht, deswegen faellt dieser Bericht auch ziemlich kurz aus. Fotos sind auf Picasa, die sprechen eigentlich eh fuer sich :)

Zurueck in Perth hat uns die 'Kaelte' empfangen; letzte Woche gings in der Nacht gleich mal runter auf 3 Grad, das Haus ist schon total ausgekuehlt und wir freun uns schon sehr auf den Gasheizer, den wir die kommende Woche bekommen. Bei einer Innentemperatur von 15Grad vorm Fernseher sitzen ist wirklich nicht sehr gemuetlich...



Samstag, 30. April 2011

Osterausflug 2011

Dieses Ostern war ein langes Wochenende fuer uns hier; Karfreitag bis einschliesslich Osterdienstag war frei und diese Gelegenheit liessen wir uns natuerlich nicht entgehn, um endlich wieder mal mehr von West Australien zu sehn.


Freitag 3:30 morgens gings los rauf in den Norden, 900km bis nach Carnarvon, der erste Zwischenstopp unserer Reise. Carnarvon selber ist jetzt nicht extrem aufregend und war ziemlich ruhig und relaxt. Bekannt ist die 'Stadt' vorallem fuer seine Obst und Gemueseplantagen - Carnarvon erzeugt 70% des Gemuesebedarfs von WA. Ausserdem ists dort ein Fischerparadies, und so gabs als erstes Mittagessen gleich mal eine Fischplatte mit Muscheln, Shrimps, Tintenfisch und allem; sehr gut! Am naechsten Tag gings noch auf die One-Mile-Jetty, einer der laengsten Stege in WA - gleich nach der Busselton Jetty - und dann haben wir uns wieder auf den Weg gemacht um noch weiter in den Norden nach Coral Bay ans Ningaloo Reef zu fahren.

Das Ningaloo Reef ist im Endeffekt das Great Barrier Reef (GBR) von West-Australien, etwas kleiner als das GBR, dafuer aber noch viel unberuehrter und schoener. Die meisten Leute kennen dieses Korallenriff gar nicht und so gibts auch viel weniger Touristen, die das Atoll verschmutzen und zerstoren koennten. Das besondere an diesem Atoll ist vorallem, dass man nicht vorher mit dem Boot rausfahrn muss um es zu sehn, denn es liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt.



Man kann das auf obigem Foto sehr gut sehn; dort wo das Wasser dunkel ist faengt schon das Korallenriff an und man braucht nur ein paar Meter ins Wasser waten (ist ganz seicht man kann fast immer stehn) und man ist schon dort und kann herrlich schnorcheln und bunte Fische beobachten. Und - was fuer mich besonders toll war - das Wasser ist so warm und angenehm, ein Wahnsinn, wie im Paradies. Der Ort Coral Bay selber ist im Endeffekt nur eine Strasse mit einem grossen Campingplatz und einem kleinen Hotel und Pub. Wir waeren ja gern dort ueber Nacht geblieben, aber ueber Ostern war nicht mal ein Stellplatz fuer ein Zelt zu kriegen. So haben wir den Strand und das Schnorcheln ausgiebig genossen und sind dann wieder zurueck nach Carnarvon, sind ja eh nur 250km - in Australischen Verhaeltnissen ist das ja gar nix.

Am naechsten Tag, Sonntag, gings dann wieder etwas runter in den Sueden in die Shark Bay Area, das zum Welt-Natur-Erbe erklaert wurde. Erste Zwischenstation war Hamelin Pool and dem man Stromatoliten sehen konnte. Wer sich an einen frueheren Blogeintrag erinnert, diese Stromatoliten gibts auch ein wenig suedlich von Perth am Lake Preston; Stromatolithen sind einige der aeltesten Lebensformen auf der Erde; die warn fuer die Bildung von Sauerstoff verantwortlich, wodurch sich dann Leben auf der Erde entwickeln konnte. In diesem Urozeon vor Millionen von Jahren gabs ganz viele Stromatoliten, heute gibts nur noch ganz wenige, und einige davon hier in WA.

Weiter gings an den Shell Beach, der zur Gaenze aus kleine Weissen Muscheln besteht, die 'erst' vor ein paar 1000 Jahren hier angeschwemmt wurden. Teilweise ist diese Muschelschicht 10m dick, und die fruehen Siedler in dieser Gegend haben sogar Muschel-Ziegel hier abgebaut um Haeuser zu baun. Voellig verschwitzt vom vielen Autofahrn haben wir uns natuerlich gleich mal in die 'Fluten' gestuerzt. Das Wasser ist hier so salzhaltig, dass man aehnlich wie am Toten Meer sehr schwer untergeht, war lustig.


Abgekuehlt (eigentlich nicht wirklich, da das Wasser ziemlich warm war) gings dann an den Aussichtspunkt Eagle Bluff. Von dieser Klippe hat man eine wunderschoene Aussicht aufs Meer und auf die unten in der Bucht schwimmenden Haie. Man kann an guten Tagen auch Delphine und Mantas sehen, uns haben sich nur die Haie gezeit, hat auch genuegt. In diesem Moment ist mir dann auch bewusst geworden, dass Shark Bay sicher nicht umsonst Shark Bay, also Hai-Bucht heisst, wodurch mir beim schwimmen dann immer a bissal mulmig war :)

Endpunkt der Tagesetappe war Denham, ein kleiner Ort beliebt wiedermal vorallem bei Fischern. Auf der sonst ziemlich einsamen Strecke von Perth hier herauf war aufgrund der Osterferien extrem viel Verkehr. Vorallem Wohnwagen und Autos mit Bootanhaenger waren zu hunderten unterwegs, wir haetten vielleicht mitzaehlen sollen, wieviel wir ueberholt haben. Die Shark Bay Area ist so beliebt bei Fischern da es hier massenhaft gute Angelplatze gibt und die Gegend noch ziemlich unberuehrt ist. An der Strandpromendate stehen unzaehlige Tische die fuers Ausnehmen der Fische vorgesehn sind. Da stehn dann abends die Maenner und putzen und schuppen was das Zeug haelt. Haben einige tolle Fisch-Exemplare gesehn, teilweise riiiiesig, da laeuft einem dann immer gleich das Wasser im Mund zusammen :)

Am Montag hiess es dann frueh aufstehn, denn um 7:30 werden im 30km entfernten Monkey Mia 'wilde' Delphine gefuettert. Wir haben uns ja nicht wirklich viel erhofft vom ganzen Spektakel, und wie erwartet war das ganze eigentlich mehr Show als irgendwas. Da ja Ostern war, warn hier auch ca. 400-500 Leute die am Strand auf die Delphine gewartet haben. Man kann sich also vorstellen, wieviel wir gesehn haben. Stefan taugen so Draengeleien ja, mir ist das schnell zu bloed geworden und hab mich auf den daneben liegenden Steg gesetzt um das ganze mit etwas Abstand zu beobachten. Hier standen zwar auch sicher 100 Leute, aber man hat zumindest besser gesehn und keiner hat umeinand gedraengelt. Von den vielen Leuten werden dann immer 4-5 ausgesucht, die dann einen Delphin fuettern duerfen und zu unserer Ueberraschung haben sie doch tatsaechlich Stefan ausgewaehlt! Der durfte dann einen glitschigen Fisch nehmen und ihn Flipper hinhalten. Foto gibts keines da ich ja nicht dort war zum fotografieren.



Viel mehr als die Fuetterung hat uns dann aber unser Nachmittags-Programm gefallen. Da sind wir mit einem grossen Katamaran raus aufs Meer gefahren und da gabs dann wirklich echte Delphin-Interaction; sie sind neben oder vor dem Boot dahingeschwommen, teilweise ganze Clans mit Babys, das war schon super. In Shark Bay lebt auch die weltweit groesste Kolonie an Seekuehen, Dugongs; das sind ganz scheue Tiere und es wird gemunkelt, dass Seekuehe fuer den Meerjungfrauen-Mythos verantwortlich waren, da sie von Seemaennern, die schon zu lange ohne Frauen auf See waren fuer eben diese gehalten wurden. Aeusserliche Aehnlichkeiten bestehn nicht wirklich, aber man koennt es sich trotzdem schon irgendwie vorstellen :) Jedenfalls haben wir auch nach solchen Dugongs Ausschau gehalten, aber leider kein Glueck gehabt. Anscheinend war das Wasser schon zu kalt, wodurch sich die meisten Dugongs schon in waermere Gewaesser zurueckgezogen haetten. Dafuer haben wir auf dem Rueckweg noch eine riesige Meeresschildkroete gesehn; war toll.

Auf dem Boot konnte man auch 'Boomnetten', das heisst man konnte sich in Netze am Heck des Katamarans legen und durch das Fahrtwasser war das dann wie im Whirlpool. War sehr lustig. Die typischen Katamaran-Netze zum relaxen habs natuerlich auch, sehr gemuetlich :)

Inkludiert in der Fahrt war auch der Besuch einer schwimmenden Perlen-Farm; war im Endeffekt ein Hausboot, das mittens auf dem Meer schwimmt, umgeben von den Netzen in denen die Muscheln ihre Perlen entwickeln. Jamie, der Perlenfarmer hat uns alles erklaert, was es ueber die Perlenzucht so zu wissen gibt. ZB ist das gar nicht wahr, dass sich eine Perle um ein Sandkorn bildet, das ist viel komplizierter, werd das hier aber nicht wiederholen. Einfach selber nach Shark Bay kommen und nachfragen :) War jedenfalls sehr interessant, und wirklich sehr schoene Perlen, zum kaufen aber leider zu teuer.

Das Segeln hat uns dann so gefallen, dass wir gleich noch einen 2 stuendige Twilight-Segel-Turn drangehaengt haben. War sehr gemuetlich.

Dann am Dienstag gings noch schnell ins Shark Bay Museum, ein neues, sehr modernes und wirklich interessantes Museum ueber die Gegend. Wir haben dann beschlossen, dass das sicher nicht unser letzter Besuch hier sein wird. Auf Dirk Hartog Island (Teil von Shak Bay) gibts zB ein kleines Camp, in dem man uebernachten kann. Die Besitzer zeigen einem dann die Insel, man macht 4WD Touren, geht Fischen, etc. Bzw rauf ans Ningaloo Reef wollen wir natuerlich auch nochmal. Wir haben ja erst einen kleinen Teil davon gesehn. Um diese Jahreszeit (Maerz bis Juli) koennte man zB mit den Walhaien schwimmen/tauchen gehn; das sind die groessten Fische der Welt, aber vollkommen harmlos, fressen nur Plakton. Muss gaaaaanz toll sein. Ein Tauerparadies ist das Ningaloo Reef ja sowieso, deswegen steht das bei uns ja eh ziemlich oben auf unserer To-Do Liste.

Damit wir heuer noch zum Tauchen kommen (wir warn heuer zu beschaeftigt mit dem Golfen), werden wir wenn wir von Oesterreich wieder zurueck nach Perth fliegen einen kleinen Zwischenstopp in Mauritius einlegen. Ja, ja, wir sehn eure Muender offen stehn, da koennt ihr ruhig neidisch sein :)

Aber vorher freun wir uns mal auf unseren Oesterreich Besuch, der sicher wieder viel zu schnell vergehn wird. Bis bald!!

Sonntag, 24. April 2011

Blues'n'Roots Festival 2011

Nachdem wir uns diesen Festivalsommer bisher sehr ruhig verhalten haben, kam es nun doch noch zu einem Auftritt auf einem der vielen Festivals in Perth. Wir haben uns das Blues and Roots Festival ausgesucht. Hauptsaechlich weil sich eine alte Legende mit Bob Dylan angemeldet hat. Zusaetzlich trat Elvis Costello auf den man ja auch kennen koennte. Beide Kuenstler waren aber eher enttaeuschend fuer unseren Geschmack und wir haben neue, sehr gute Bands kennengelernt die uns viel mehr gefallen haben.

Speziell aber der letzte Act des Tages wurde zum Interessantesten. Grace Jones wurde spaeter als alle anderen nominiert. Und doch wurde sie zum I-Tuepfelchen, dem Sahnehaeuptchen des Festivals. Eine Powerfrau die nicht nur bei James Bond im Kino beeindruckt hat. Dass sie ein Internationales Topmodel war kann man selbst jetzt noch sehr gut sehen, wo sie doch schon ueber 60 ist.

Es waren sicher die meisten der 20,000 Fans bereits gegangen. Alle die noch ueber waren wurden von Grace Jones unterhalten. Beste Unterhaltung war das wirklich. Ihre Buehnenshow, Lichtshow und speziell die Kostueme, Huete, etc die sie zu jedem Lied gewechselt hat waren ein Wahnsinn. Ihre Leggins oder was immer das auch war erzeugte erstaunte Blicke aller uebergebliebenen Festivalbesucher, sah man doch viel mehr als eine Frau normalerweise zulassen will. Eventuell kann man das auf den Fotos ein bisschen sehen. Alle waren erstaunt und unglaeubig, dass uns Grace Jones so viel Einblick in ihren "Lady Garden" zeigt, wie man so schoen auf Englisch sagt.

Gesamteindruck: Sehr empfehlenswert.

Montag, 21. März 2011

Gardening Australia

Nachdem wir euch vor kurzem mehr Fotos von unserem Garten und der Verandah gezeigt haben folgt nun ein weiterer Leckerbissen. Stefan's neues Hobby heisst "Gardening Australia" (so heisst eigentlich eine Gartenshow die im Pay-TV laeuft und wir gar nicht empfangen koennen). Dieser Begriff ist meiner Meinung nach sehr passend, Garteln in Australien, das heisst Herausforderung pur. Speziell der Rasen ist eine Lebensaufgabe. Bei Wasserknappheit und dadurch einer Beschraenkung wie oft und viel man den Rasen spritzen darf wird Garteln mehr zum Leistungssport als einem Hobby.

Zwischen dem Punkt wo wir das Haus zum ersten Mal besichtigt haben und eine Woche vor der Schluesseluebergabe nochmal inspiziert haben, hat sich der vorher gruene Rasen zu Folgendem entwickelt (das Haus mit dem schwarzen Dach ist unseres):



Ja, die Flaeche vor und hinter dem Haus glich mehr der australischen Steppe als einem Vorgarten. Dies war der Zeitpunkt wo die harte Arbeit begann. Nachdem das Bewaesserungsverbot des Winters bereits vorbei war, konnten wir zwei Mal pro Woche legal spritzen. Jeden Mittwoch und Samstag habe ich also begonnen 10 Minuten den Rasen zu bewaessern (laenger darf man nicht). Die ersten Ergebnisse liessen auf sich warten wie ihr auf folgendem Bild ein Monat spaeter erkennen koennt:



Die naechste Verbesserung war ein automatisches Bewaesserungssystem das ich installiert habe. Bei meinem australischen Bauhaus, Bunnings, habe ich mit einem programmierbaren Vierfachverteiler eingedeckt, der automatisch zwei mal die Woche zum 5 Uhr frueh alle Teile des Rasens genau 10 Minuten spritzt. Zusaetzlich dazu ist es durchaus erlaubt, dass man mit der Hand spritzt, das habe ich dann ein bis zwei mal die Woche auch noch gemacht. Dann konnten die ersten Erfolge erzielt werden und es war klar, dass der Rasen wirklich nicht total kaputt war sondern die Moeglichkeit besteht, dass es doch noch kleines gruenes Paradies wird. Leider kam uns der Oesterreich Aufenthalt von Mitte bis Ende Dezember dazwischen, wo der Rasen nur 2 Mal die Woche automatisch gespritzt wurde. Trotzdem gings bergauf wie man sehen kann:



Wieder 5 Wochen spaeter kann ich schon stolz folgende Luftaufnahme praesentieren. Speziell der Garten hinter dem Haus hat sich praechtig entwickelt. Hier kommt zu Hilfe, dass dieser Teil laenger im Schatten ist jeden Tag und die Sprinkler wirklich fast alle Teile des Rasens erreichen. Im Vorgarten ist das anders. Dort hat lange der Wasserdruck gefehlt und einige Teile werden von den Sprinklern einfach nicht erreicht. Nach diesem Bild sind noch mal 4 Wochen vergangen und es sieht jetzt noch besser aus. Sobald neue Fotos vorhanden sind werde ich diese wieder auf den Blog stellen.


Ich hoffe ihr koennt erkennen wie schwierig es ist einen Rasen hier zu erhalten oder sogar aufzuziehen. Ihr braucht euch nur den "Rasen" unseres Nachbarns anschauen. Der verzichtet ueberhaupt auf jegliche Wasserverschwendung und hat einfach eine grosse Sandkiste vor und hinter dem Haus. Naja, wem's gefaellt.. Frustrierend ist wirklich, wenn man sich ansieht wie unser Rasen ausgesehen hat wie er frisch verlegt war (hier wird neuer Rasen in gekauft und ausgerollt). Dies koennt ihr auf folgendem Foto sehen. Und dort will ich auch wieder hin. Wuenscht mir toi, toi, toi.


Samstag, 12. März 2011

Herbstbeginn

Nach dem heissesten Sommer der Geschichte in Perth hat am 1. Maerz der Herbst begonnen. Ja, interessanterweise verlaufen hier die Jahreszeiten nicht nach dem gleichen Schema wie in Europa. Die neuen Jahreszeiten beginnen immer am ersten des Monats. Und dieses Jahr konnte man den Herbstbeginn fast mit dem Thermometer abmessen. Es wurde der 1. Maerz und vorbei war es mit der Hitzewelle, gottseidank. Wie schon gesagt, es war der heisseste Sommer in Perth. Die Hitze waere ja nicht so schlimm, aber Schwuel ist es hier normalerweise nicht so.

Marlene und ich sind ja dafuer bekannt, dass wir wenig Gebrauch machen von Klimaanlagen. Weil ich gut mit der Hitze umgehen kann, und Marlene kann es gar nicht zu warm sein. Diesen Sommer aber war es so schwuel, dass wir nachgeben mussten und die Klimaanlage in der Nacht laufen liessen. Da hat sich aber ein anderes Problem herausgestellt. Wir haben eine "evaporative " Kuehlung im Haus (das Internet sagt, dass das auf Deutsch auch so heisst, wieder was gelernt). Das heisst die Kuehlung erfolgt durch Verdampfung von Wasser und ist viel guenstiger in der Betreibung als herkoemmliche Airconditions. Das Ganze funktioniert aber leider nicht gut, wenn es schwuel ist. Und das ist uns zum Verhaengnis geworden diesen Sommer. Perth hat normalerweise wirklich eine trockene Hitze, nicht aber diesen Sommer.

Wir haben es schon ueberstanden, aber zeitweise ist es selbst uns zu heiss geworden. Wir sind ja jetzt wieder sehr fleissig am Golfen, und da haben wir schnell gemerkt wie angenehm es ist, wenn es nicht so heiss ist und die Sonne ein bisschen nachlaesst. Das Handicap hat sich noch nicht wirklich verbessert bei uns zwei, aber wir sind am besten Weg dahin. Nach unseren sehr bescheidenen Leistungen ist eine Wohltat, dass es bergauf geht. Die Motivation steigt auch wieder.

Anbei noch ein aktuelles Foto von uns damit ihr seht uns geht es noch gut und dass wir uns noch nicht so veraendert haben. Und nochmal: Ja, wir sind nicht braun obwohl es gerade Sommer war. In Australien ist die Nachricht naemlich schon angekommen, dass eine Braeune nicht gesund ist und man die Sonne nicht unterschaetzen soll. Sonnenbraende sind hoechstgefaehrlich. Ein Drittel der Australier bekommen in ihrem Leben zumindest einmal Hautkrebs. Also: "there is nothing healthy about a tan"!!! Das steht auf dem Plakat, dass ein Flugzeug immer nachzieht, wenn es am Wochenende den Strand auf und ab fliegt. Das einzige was bei den Jungen hier hilft, die cool sein wollen ist ein einfacher Satz wenn sie mit einem Sonnenbrand in die Arbeit kommen: "Sag Hallo zu Krebs". Klingt schlimm, ist es auch, wenn man es bekommt. Eine meiner Kolleginnen ist mittlerweile bei ihren taeglichen Bestrahlungen angekommen, nachdem sie ueber 2 Monate zuhause war und eine Injektionstherapie hinter sich gebracht hat (anscheinend besser aber zum Teil noch schmerzhafter als eine Chemotherapie). Da gibt's gar nichts zum Lachen, war eine harte Zeit. Aber sie ist eine frohe Natuer und das hilft schon sehr. Mich schockt halt immer, dass sie erst 31 ist und das ganze schon mitmachen muss.

Deswegen, von uns werdet ihr keine starke Braeune sehen. Nur das was man selbst mit fast stuendlichem Schmieren von Sonnenschutzfaktor 30+ Sonnencreme bekommt.



Sonntag, 6. März 2011

Wieder mal Pferderennen

Da es schon wieder einige Zeit her ist, wo Marlene und ich beim Pferderennen hier in Perth waren, gab es dieses Wochenende eine Wiederholung. Klaus, mein neuer deutscher Kollege, musste unbedingt seine Gratistickets loswerden und schon waren wir am Samstag am Ascot Race Course um einen Nachmittag mit Stil zu geniessen.




Marlene hatte leider am Vorabend was Falsches gegessen und Rufe nach Joerg sowie andere unangenehme koerperliche Einschraenkungen zwangen sie ans Bett und immer wieder ins danebenliegende Bad.

Klaus und Su und neugefundene Freunde, Linda aus Italien und Peter aus der Slowakei machten sich nach einem ausgiebigem Fruehstueck auf unserer Veranda auf Richtung Rennbahn. Weil Klaus so motiviert war stellte sich heraus, dass wir ein paar der ersten Gaeste waren und das Bier musste erst angezapft werden von uns. Dabei war es schon halb Zwoelf (ts, ts, das wuerde es bei uns daheim nicht geben). So hatten wir gluecklicherweise Zeit den Rennkalender ausgiebig zu studieren, Einschulungen der Frischlinge in Sachen Pferderenntippen zu geben und uns ueber die Moeglichen Wetten zu informieren.

Viele Leute verspielen da ja offensichtlich Haus und Hof, da koennen wir bei Mickey Mouse Betraegen von ein paar Dollar nicht mithalten (gottseidank). Nur Su entwickelte eine ungeahnte Leidenschaft die sich als kostspielig herausstellte am Ende des Tages. Es war wieder einmal ein hervorragend schoener Tag in Perth, Sonnenschein, Sonnenschein und Sonnenschein, und das obwohl es schon Herbst ist offiziell.

Mit kleinem Wetteinsatz von 5 Dollar ging es bei mir los und schon war das getippte Pferd unter den ersten Drei. Aus den 5 Dollar wurden 11,30. Nicht schlecht, aber Reich kann man bei diesen Betraegen nicht werden (Arm aber auch nicht und das ist ja das Schoene). Die anderen haben entweder den Einsatz verspielt oder ein bisschen was zurueckgewonnen. Es geht ja hauptsaechlich um den Spass. Vor und nach dem Rennen hat man immer Zeit sich Bier von der Bar zu holen, dann heisst es schnell auf ein Pferd tippen, Rennen anschauen (dauert ja immer nur ein paar Minuten) und dann geht's wieder zurueck an die Bar. Das ist der typische "day at the races", wie es hier heisst.

Im dritten Rennen sind wir immer experimentierfreudiger geworden und haben auf verschiedene Kombinationen getippt. Ich wollte aus drei Pferden den Gewinner tippen, hab 5 Dollar gezahlt und bin aber mit einem anderen Tipp zurueckgekommen. Ich habe darauf getippt, dass diese 3 Pferde die Plaetze 1 bis 3 einnehmen. Nach diesem Fehler habe ich mir wenig Chancen auf einen Gewinn ausgerechnet. Doch dann kam es glatt anders. Meine 3 Pferde liefen wirklich als die ersten Drei ein und die Wette war gewonnen. Die grosse Ueberraschung war aber dann zurueck beim Wettstand. 173.23 Dollar hat dieser Schein ausgezahlt, da war sogar ich baff. Und schon musste ich an die Bar und konnte eine Runde zahlen, toll. Alles in allem war also ich der einzige der mit einem Gewinn heimging. Es war wieder einmal eine gelungene Abwechslung. All zu oft koennte ich das nicht machen, aber einmal im Jahr ist es eine Hetz. Herausputzen kann man sich auch und wie ihr seht hatte ich Opa's Hut von Etrich Huete in Wels auf. Eine Augenweide, selbst hier in Australien...

Naechstes Mal Mama, gehen wir auch zum Pferderennen, versprochen!

Sonntag, 20. Februar 2011

Hausfotos

Schwer getroffen von einem elektrischen Defekt unseres Internets und einem dadurch verursachten Totalausfall wurde unser Online Fotoalbum in letzter Zeit nicht mehr gefuellt. Dies muss sich natuerlich wieder aendern. Zusaetzlich wurden immer mehr Rufe laut, ein paar Fotos von unserer neuen Bleibe ins Internet zu stellen. Viel Arbeit haben wir bereits in das Haus gesteckt und einige Verbesserungen wurden schon durchgefuehrt. Hinzukommt, dass wir noch lange nicht fertig sind das Haus einzurichten. Wenn man gar keine Moebel hat und ein 4 Schlafzimmer Haus einrichten muss dann dauert das einfach.
Eine der groessten Verbesserungen war den unschoenen Wellzementzaun zu verdecken. Dieses Projekt wurde erfolgreich von M2 und mir vor Kurzem abgeschlossen. 54m Zaun haben wir verbaut. Wie wir fast am Ende waren und schon so viele Loecher gebohrt haben, hat uns der Nachbar gesagt, dass der alte Teil aus Asbest ist, ups. Da war es aber schon zu spaet. Solange man das nicht taeglich macht sollten die gesundheitlichen Auswirkungen hoffentlich nicht dramatisch sein. Und richtig eingeatmet haben wir sicher nicht viel, hoffentlich. Den Zaun koennt ihr auf folgendem Bild gut sehen. Zusaetzlich ist die Veranda voll ausgestattet nachdem wir die Outdoorcouch nun wirklich nach draussen stellen konnten. Auch die ersten Pflanzen haben Marlene und ich eingesetzt. Es werden noch einige mehr folgen aber es ist ein Start der den Garten einfach viel netter macht.
Einen Rasen hier in Perth ueber den Sommer zu bringen bringt den groessten britischen Rasenspezialisten zum Verzweifeln. Bei uns war es dann noch schlimmer nachdem wir ins Haus gezogen sind und der ganze Rasen einfach tot ausgeschaut hat. Aus Grau und Braun wird aber immer mehr Gruen wir ihr auch sehen koennt. Das ist mein neues Hobby und mir taugts total, aber wirklich keine einfache Arbeit. Noch dazu haben uns Pinienkaefer befallen die die Wurzeln des Grases wegfressen. Aber mein Lieblingsgeschaeft in Australien, Bunnings, das Bauhaus Equivalent, hat immer eine Loesung parat.
Also, schaut euch die Bilder auf Picasa an, den Link gibt es weiterhin hier auf der rechten Seite des Blogs.

Samstag, 5. Februar 2011

"Die Fledermaus" in Perth

Zu Ehren aller Oesterreicher in Perth hat die Stadt gemeinsam mit der Perther Oper und dem
Symphonieorchestor eine Gratisvorstellung der Fledermaus im Supreme Court Garden veranstaltet. Naja, so in etwa wird das wahrscheinlich gewesen sein. Einmal waren wir ja schon dabei letztes Jahr, leider habe (zumindest) ich vergessen wie kalt es auch Anfang Februar in Perth werden kann wenn der Wind geht am Abend. Die grossen Feuer die zur Zeit Teile von Perth schwer treffen sind gerade durch den starken Wind so zerstoererisch und schwer zu stoppen. Aber, keine Angst, wir sind weit weg von den Feuern und kriegen eigentlich nicht viel mit ausser Fernsehberichterstattung und Rauchwolken in weiter Distanz.
Ein paar tausend Leute versammelten sich auf Decken und Campingsesseln bereits mehr als 2 Stunden bevor die Veranstaltung begonnen hat. Das wussten wir natuerlich auch, deswegen waren wir auch schon so frueh dort, bewaffnet mit Nudelsalat, Bier und Wein. Dazu noch unsere neue "Gemeinschaft" von Gleichgesinnten Auslaendern die wir ueber internations kennengelernt haben und jetzt regelmaessig treffen. Im Bild seht ihr uns frieren mit unserer neuesten Oesterreichischen "Errungenschaft". Wir duerfen Richard, unseren neuen Projektleiter aus der Steiermark, recht herzlich in Australien begruessen. Er hat sich bereits als exzellenter Cocktailmixer und, als Steyrer, natuerlich als begnadeter Goessersafttrinker bewiesen. Wir verlernen hier in Australien speziell die letztere Begabung durch die ueberhoeten Bierpreise, da freut man sich immer wieder erleben zu duerfen wie Oesterreicher gut sind in dieser Disziplin.

Samstag, 29. Januar 2011

Ueber den Wolken von Perth

Heute hatten wir wieder eine neue Chance Perth von einer anderen Seite zu sehen. Dieses Mal aus der Luft. Gemeinsam mit Martin, einem Arbeitskollegen, sind wir 30 Minuten ueber Perth geflogen mit dieser Fuji 180.



Jandakot Airport hat angeblich die meisten Starts und Landungen von allen Flughaefen in der suedlichen Hemisphaere. Viele solcher kleinen Flieger starten hier, die Loeschflugzeuge, Wetterflieger und Rohstoffsuchflugzeuge usw. Dann gings Richtung Cottosloe an den Strand und ueber unsere fruehere Heimat Subiaco zur Innenstadt. Dort ist unser Pilot eine enge, steile Kurve ueber die Hochhaeuser geflogen um uns eine bessere Fotomoeglichkeit zu geben.







Dann ging es wieder an den Strand wo ich diese nette Aufnahme von Perth's tollen Straenden gemacht habe. Dies sollte allen die uns noch nicht besucht haben einen weiteren Anstoss geben endlich den Flug zu buchen. Also, auf geht's. Bis bald.