Montag, 23. Februar 2009

Tauchschein in der Tasche

Nach dem wahnsinnig heißen und anstrengenden (zuschaun ist fast genau so anstrengend wie wirklich spielen *g*) Tag auf dem Golfplatz stand am Sonntag dann schon fast das Kontrast-Programm an: der letzte Tag meines Tauchkurses auf Rottnest Island. Passenderweise wurde am Vorabend im Fernsehn "Der weiße Hai" gezeigt, wo ich mir zumindest den Anfang anschaun musste, man kann dann einfach net wegschaun irgendwie :-)

Mit einem Treffpunkt um 7:45 in Fremantle begann der Tag wieder sehr früh für uns. Diesmal haben wir aber alles doppelt gecheckt ob wir eh wirklich nichts vergessen haben :-) Mit einem Mini-Boot, der "Southern Jaeger", auf der grade mal wir 12 Taucher und unsere Ausrüstung Platz hatten gings dann Richtung Rottnest Island. Leider waren die Wetterbedingungen nicht ganz perfekt wodurch schon frühmorgens relativ viel Wellengang war und wir nicht zu den allerschönsten Tauchplätzen an der Westküste der Insel fahren konnten. Aber nichtsdestotrotz wars trotzdem wahnsinnig toll! Wir sind im ersten Tauchgang runter auf 13m und haben zuerst noch ein paar Übungen gemacht und sind dann eine Runde geschwommen. Mir hats ja im Swan-River schon so gefallen, aber dort unten wusste man ja fast nicht wo man vorher hinschaun soll. Da gabs so viele bunte Seesterne in allen Größen und Farben, bunte Seeschnecken, große stachelige Seeigel, etc, und natürlich viele, viele Fische. Und beim 2 Tauchgang haben wir sogar eine Hai gesehn! Aber keine Angst es hat sich nicht um einen solchen vom Vorabendfilm gehandelt, sondern um einen "Angel Shark", die eigentlich aussehn wie Rochen und auch nicht wirklich gefährlich sind, solang man sie in Ruhe lässt.


Jedenfalls hab ich mir anfangs eh gedacht, dass wir einen großen Rochen gesehn haben (was ja eh schon sehr super gewesen wär, weil er wirklich groß war!), erst als dann am Boot alle vom Hai geredet haben ist es mir klar geworden. Naja, man kann nicht alles wissen, aber das wird schon werden. Der Rückweg nach Fremantle war leider weniger toll für mich; der Seegang war einfach so arg, ich hab mich zwar sehr auf den Horizont konzentriert (wenn man ihn sehn konnte und nicht grad eine Riesen-Welle die Aussicht blokiert hat), aber mir ist richtig schlecht geworden und wenn man die Gesichter der anderen so angschaut hat, dann ist das denen ähnlich gegangen. Fast alle außer Stefan, der hat gut geschlafen und jeder hat sich gewundert wie er das macht bei dem Wahnsinnswellengang, bei dem man sich ja fast nicht mal im munteren Zustand auf der schmalen Bank halten konnte *g*. Nach einer Stunde auf und ab hatten wir jedenfalls endlich wieder festen Boden unter den Füßen und sind zurück zum Tauch-Shop gefahren, wo wir dann noch unseren Abschlusstest gemacht haben, den natürlich alle geschafft haben :-) Somit bin ich also qualifizierter Open Water Diver und freu mich schon voll aufs nächste Mal. Die nächsten 2 Tauchgänge auf Rottnest Island sind ja schon gebucht; für die beiden hoffe ich aber auf ein ruhiges Meer, damit wir einerseits zu den noch schöneren Tauchplätzen fahren können und auch damit mir nicht wieder so schlecht wird :-) Werd mir aber auf alle Fälle, irgendein Medikament aus der Apotheke holen, für den Fall des Falles.

Golfen - und noch mehr Känguruhs!

Am Samstag morgen hat uns der Wecker besonders früh aus den Federn geholt, schließlich war um 8:00 schon Abschlag der Johnnie Walker Classis, Teil der European Tour im The Vines Resort hier in Perth. Markus Brier hatte am Vortag (im Gegensatz zu Greg Norman zB) den Cut geschafft und den wollten wir gleich von Anfang an auf seiner Runde begleiten. Wir sind also früh aufgestanden, haben alles nötige zusammengepackt, genügend Wasser (es wurden schon wieder mal über 35° prognostiziert), Jause, Müsliriegel, Camera, Kapperl, Sonnencremen etc. Als wir jedoch den halben Weg zum Golfresort schon zurückgelegt hatte - es warn doch mehr als 40 km zu fahren - sind wir draufgekommen, dass wir unsere Eintrittskarten nicht mithatten. Seufz! Also alles wieder retour. Natürlich kamen wir dann ein wenig zu spät zum ersten Abschlag und der Flight um Brier (er spielte an diesem Tag mit Peter Hedblom aus Schweden und Clint Rice aus Tasmanien) war schon fast auf dem Grün. Aber die Profis brauchen ja eh immer so lang für alles, va je näher es zum Loch geht, dh wir hatten sie dann schnell aufgeholt.


Brier lag nach den ersten beiden Tagen bei -6 und war dann trotz einiger Ausflüge ins Gemüse (Stefan hat sich sehr viel abgeschaut *g*) wieder sehr gut unterwegs. Es war einfach super zum Zuschaun, va weil auch fast keine Zuschauer den Flight begleitet haben. Wir konnten sogar ein paar Worte mit den Spielern und Brier's Caddie auswechseln - und Stefan hat auch einen Ball zugeworfen bekommen! Wir sind dann die gesamten 18 Löcher mit diesem Flight mitgegangen und sind dann am letzten Loch auf der Tribüne sitzen geblieben und haben uns dann noch die restlichen Flights beim hereinkommen angeschaut.

Brier lag nach diesem Tag dann schlussendlich auf Platz 23 von dem er sich aber dann am gestrigen Sonntag noch auf den 10. Platz verbessern konnte. Toll! Sieger des Turniers wurde überraschenderweise ja Danny Lee, ein Amateur, der noch dazu mit 18 Jahren der jüngste Spieler war, der jemals eine Turnier der European Tour gewinnen konnte. Stefan und ich haben den Tag jedenfalls voll genoßen und uns wieder totalen Gusto aufs Spielen geholt - jetzt den Sommer über waren wir ja ein wenig spiel-faul, war ja auch viel zu heiß. Aber jetzt gehts wieder an. Stefan ist diese Woche ja geschäftlich an der Ost-Küste, dh ich werd gleich mal ein wenig auf die Driving Range schaun, damit ich einen kleine Vorsprung rausholen kann :-)

Und wenn der Tag mit den Golf-Profis allein nicht so schon toll genug gewesen wäre, haben wir auch wieder voll viele Känguruhs zu Gesicht bekommen. So wie man's von so vielen Werbeplakaten hier sieht, hüpfen die Känguruhs wirklich auf dem ganzen Golfplatz herum und sind überhaupt nicht mehr scheu. Das hat natürlich mich wieder besonders gefreut :-)


Montag, 16. Februar 2009

Ab in den Süden

Am Sonntag haben wir uns wiedermal ins Auto gesetzt und uns Richtung Süden nach Bunbury aufgemacht, schon mal ein bissi vorgustieren für den Ausflug mit Erwin und Ulli. Auf dem Weg dorthin haben wir gleich mal im Serpentine National Park Stopp gemacht, dort sollte es tolle Wasserfälle geben. Wir haben aber irgendwie nicht bedacht, dass wir uns ja grad in der Trockenzeit befinden und die Wasserfälle so ziemlich klein ausfielen. Sah aber trotzdem nett aus. Ein paar Burschen sind dort die Felswände hinaufgeklettert und sind dann hineingesprungen, hat alles in allem irgendwie sehr an die Resilacke erinnert.


Den nächsten Stopp haben wir dann am Preston Beach im Yalgorup National Park gemacht, der war sehr schön und wie immer fast menschenleer. Von dort hätte man auch mit dem 4WD am Strand weiterfahren können, und ich hab schon gemerkt, dass das Stefan sehr gereizt hätte. Mir wärs allerdings lieber wenn wir uns da vorher noch genauer drüber informieren, ich will ja nicht irgendwo mittens im Sand stecken bleiben... Aber super wird das sicher mal! Vorallem dieser Strand war ja wiedermal paradiesisch. Jedenfalls sind wir dann nach einer kurzen Pause am Strand weiter nach Bunbury gefahren und haben uns was zu Essen gesucht, was gar nicht so einfach war. Sonntags hat in diesem Ort nämlich so gut wie gar nix offen und alles wirkt sehr ruhig und verschlafen.


In Bunbury gibts allerdings ein Dolphin Centre wo man ähnlich wie in Monkey Mia mit den Delphinen schwimmen gehn kann. Das werden wir in nächster Zeit sicher bald mal machen. Dann haben wir eh schon wieder den Rückweg angetreten (von Perth nach Bunbury sinds doch 185km), mit dem ersten Zwischenstopp auf der Leschenault Peninsula am Buffalo Beach wo Stefan seinen Trainingskite ausgepackt hat und ich ein wenig in der Sonne gedöst habe - sehr gemütlich. Letzte Zwischenstation war dann noch der Lake Clifton an dem das größte Thrombolithen- und Stromatolithen-Riff der Südlichen Hemispäre ist. Das sind im Endeffekt lebende, fossile Steine, die schon seit 3,5 Mrd Jahren exisitieren und noch vor den heutigen Korallen, Riffe gebildet haben wodurch dann Leben auf der Erde entstehen konnte. So ungefähr zumindest :-)


Dann gings in einem Stück durch wieder zurück nach Perth, wo wir zur Belohnung wiedermal gegrillt haben, mittlerweile schon das 15. Mal oder so (Grillmeister Stefan hat da genauer mitgezählt). Bevor wir aber in Perth waren, kam noch der Höhepunkt des Tages, wenn nicht der gesamten Zeit hier in Australien.... *Trommelwirbel*.... ich hab ENDLICH echte, freilebende Känguruhs gesehn!!!!! Nicht tot neben der Straße und auch nicht im Wildlife Park, sondern so richtig in freier Wildbahn. Grad als wir von unseren Strombolithen weggefahren sind, saßen sie auf einmal da, gleich neben der Straße. Ich muss zugeben ich hätt sie ja nicht mal bemerkt (war in die Straßenkarten vertieft), wenn Stefan nicht eine Vollbremsung hingelegt hätte. Jedenfalls warn da gleich welche neben der Straße, die aber dann leider weggehüpft sind bevor wir sie noch gscheit fotografieren konnten. Ein paar Meter weiter war aber dann ein ganzes Rudel, mindestens 20. Ach war das toll! Ich bin immer noch ganz happy wenn ich drank denk und fühl mich jetzt richtig Australisch :-) Ich hab ja schon nicht mehr dran geglaubt, bzw Stefan hatte schon so ein ungutes Gefühl, dass das ersten Känguruh, dass wir sehn, das auf unserer Motorhaube sein wird... aber nein, jetzt hab ich den Beweis, es gibt wirklich Känguruhs in Australien, und die gelben Warn-Schilder sind nicht nur als Fotomotive für die Touristen aufgestellt.

Sonntag, 15. Februar 2009

Der Sport für Marlene - Rugby!

Am Freitag war das Auftaktspiel in der Rugbysaison, Western Force gegen Auckland Blues im Subiaco Oval, also gleich bei uns ums Eck. Die Western Force konnte noch nie ein erstes Saisonspiel gewinnen und dementsprechend motiviert waren natürlich alle, besonders auch wir; wir das sind Kate & Eddy (Kate ist eigentlich aus Neuseeland aber zu Auckland wollte sie auch nicht halten), Manfred, Stefan und ich. Wir haben vorher gemütlich bei uns am Balkon gegrillt und sind dann die paar Meter zum Stadion gegangen. Leider waren unsere Plätze ein bissi unglücklich wodurch wir das Spiel ein wenig schwer verfolgen konnten und Stadionsprecher hats auch keinen gegeben. Dh wir wussten teilweise gar nicht was jetzt wieder passiert war. Noch dazu saßen wir in einem alkoholfreien Sektor (warum auch immer), dh wir konnten nicht mal ein gemütliches Bier trinken. Zur Krönung hat die Western Force dann auch noch verloren... Nichts destotrotz hats mir Spaß gemacht; Rugby ist doch immer wieder super zum zuschaun (auch wenn man nicht sehr viel mitbekommt). Mir taugt das einfach wenn sich die Burschen wild aufeinander catchen und um den Ball kämpfen, ich find das sehr lustig. Leider warn sie nicht so hübsch anzuschaun, wie die Spieler auf meinem Kalender, aber von hinten gings ;-)Blocksatz

Samstag, 14. Februar 2009

Basketball Action in Perth


Zum zweiten Mal sind wir heute zu einem Basketballspiel der National Basketball League gepilgert. Die Perth Wildcats spielen im Challenge Stadium, das darf ich mir als alter Basketball-Fuchs natuerlich nicht entgehen lassen.

Das erste Spiel das wir gesehen haben war gegen die Sydney Spirits, ein Jausengegner wie man so schoen sagt, dieses Spiel haben die Wildcats um 30 Punkte gewonnen. Heute stand aber ein ganz besonderer Leckerbissen auf dem Programm. Das letzte Spiel der regulaeren Saison und es ging um die Wurst. Am Mittwoch beginnen bereits die Playoff Spiele (Elimination Final). Perth musste gewinnen um das erste Elimination Final zuhause bestreiten zu koennen, sonst haetten sie an die Ostkueste fliegen muessen.

Aber ein ganz schwieriger Gegner wartete auf Perth, die Melbourne Tigers, Vorjahressieger der NBL und in der Tabelle auf Platz 2. Die Wildcats waren aber in ausgezeichneter Verfassung und es kam zu einem tollen Schlagabtausch mit einem sehr gluecklichen Ende fuer Perth. Ich war begeistert. Leider gibt es einen Wehrmutstropfen, Marlene konnte ich fuer diesen schoenen Sport leider gar nicht begeistern. Sie hat gemeint, sie haette gerne den Gucker mitgehabt. Ich habe gefragt ob sie den Spielern auf den Hintern schauen will, aber nein, zum Leuteschauen (!!??). Ich war verbluefft - das mit den Hintern haette ich ja noch verstanden ;-) . Bei so einem tollen und spannenden Spiel. Aber naja, es kann halt nicht alles perfekt sein, ansonsten passt es mit unseren Interessen eh sehr gut, aber da gibt es eindeutig eine starke Abweichung.

Ausweg aus der Situation: Ich werde versuchen fuer das Spiel am Mittwoch Arbeitskollegen von mir zu motivieren und Marlene bleibt zu Hause. So einfach gehts :-)

Was fuer ein Foto vom Basketball wuerde euch noch interessieren, mir faellt da nur eines ein, bitte sehr:


Sonntag, 8. Februar 2009

Australische Mode

Nachdem ihr in unserem Fotoalbum im Ordner "Basketball - Big Day Out ..." eine große Auswahl an Fotos von der diesjährigen Sommermode bewundern könnt (ich empfehle wirklich diese mal durchzusehen, sind ein paar Leckerbissen dabei) kommt jetzt noch eine spezielle Frage von mir:

Marlene und mir ist jetzt bereits öfters eine spezielle Männermode aufgefallen die uns bisher noch nicht bekannt war. Haben wir da einfach was versäumt letzten Sommer in Österreich oder ist das eine neue Modeerscheinung die sich aus Australien erst in andere Länder durchschlagen muss?

Schaut euch das mal an und dann bitte ich um eure Kommentare:


Und damit es keine Beschwerden gibt, ob das wirklich Männerfüsse sind gibt es noch den Beweis:

Free Opera in the Park

Heute beginnt das Perth Festival, ein Feuerwerk von Kunst und Kultur. Zur Eröffnung gibt es ein Gratiszuckerl für die Bevölkerung. Free Opera in the Park nennt sich das. In den Supreme Court Gardens (das ist Teil der Wiesenfläche zwischen den Wolkenkratzern und dem Swan-Fluss) wurde eine grosse Buehne aufgebaut und eine Riesenflaeche fuer Decken und Campingsessel markiert.

L'elisir d'Amore, der Liebestrank von Donizetti stand am Programm, übertragen durch Lautsprecher und Videoleinwände, damit auch jeder was sieht (es waren wirklich sehr viele Leute da, es ging einige 100 Meter nach hinten). Auf den Leinwänden wurden auch englische Untertitel eingeblendet, eigentlich muss man australische Untertitel sagen, weil sie übersetzen die Oper im echten australischen Slang, was es wirklich lustig macht, diese Texte mitzulesen. Noch dazu wenn man ein bisschen versteht, was sie auf Italienisch eigentlich singen.

Die künstlerische Leistung war durch gute Stimmen geprägt aber die schauspielerische Leistung und Inszenierung, Bühnenbild war natürlich nicht vorhanden. Auf so einer Bühne kann man halt nicht wirklich eine Oper aufführen wie im Theater.

Es war auf alle Fälle ein interessantes und nettes Erlebnis.


Montag, 2. Februar 2009

Tauchen und Musik

Dieses Wochenende war wieder einmal vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen :-)

Am Samstag hatte ich den dritten Tag meines Tauchkurses, an dem wir einen Tauchgang in den Swan River gemacht haben. Das erste Mal also in ein echtes, bewegtes Gewässer. Da drei Leute aus unserem Kurs ausgefallen sind (2 haben sich kurzfristig entschlossen, sich tätowieren zu lassen, wonach man sich ja ein paar Wochen lang nicht allzulang im Wasser aufhalten sollte damit die Tätowierung nicht wieder rausgeht. Eine ganz gute Idee also, wenn man sich grad in der Mitte eines Tauchkurses befindet...). Jedenfalls waren wir nur 4 Leute, was für den Lerneffekt natürlich toll war. Außerdem hatten wir so viel mehr Zeit, ein wenig herum zu schwimmen und zu schaun, was da so alles am Flußgrund lebt und wächst. Anfangs war das Gefühl schon ein wenig komisch, weil die Sichtweite im Wasser nur 2m war, also so gut wie gar keine. Wenn man dann am Grund den Schlamm auch noch aufgewirbelt hat, dann hat man gar nix mehr gesehn. Dh wir mussten wirklich alle immer sehr nah beinander bleiben damit wir uns nicht verlieren. Gleich beim Reingehn warn da gleich mal ein Haufen rosa Quallen, die mir gar nicht getaugt haben, aber Unterwasser dann hat Phil (unser Trainer) eine sogar angegriffen und ich hab das dann auch gleich ausprobieren müssen. Wir haben dann einige Übungen vom Pool nochmals wiederholt, weil das Gefühl im Salzwasser (der Fluß ist da schon so breit und so nah am Meer, dass da schon Salzwasser ist) ja doch a wengal anders ist, als im Pool. Zb beim Maske runter und wieder raufgeben, ich Neugierdsnase mach ja immer gleich die Augen auf..., aber es ist alles super gelaufen. Alles bis auf die Unterwasser-Navigation mit dem Kompass, da hab ich mich ein wenig verschwommen, weil ich den Kompass nicht gerade gehalten hab, was wirklich nicht einfach ist Unterwasser, und dass ich nicht grad ein Navigationstalent bin, das ist eh kein Geheimnis. Ich bräuchte wirklich ein TomTom fürs Tauchen, das wär praktisch. Aber in Zukunft hab ich eh Stefan dabei und außerdem will ich bei so einer geringen Sichtweite eh nimma tauchen gehn.

Jedenfalls sind wir dann Unterwasser ein wenig herumgetaucht und Phil hat uns alles mögliche gezeigt, Seesterne, Anemomen, Einsiedlerkrebse, und sogar ein Seepferdchen! Und ein Haufen Pufferfische warn auch immer da, das sind die, die sich bei Gefahr immer aufpuffen, bei "Nemo" kommt auch so einer vor. Von diesen warn wirklich hunderte da, fast wie die Fliegen. Ich war und bin noch immer voll begeistert und freu mich schon wahnsinnig auf die Tauchgänge auf Rottnest Island, wo das Wasser dann klar ist und man noch viel, viel mehr sehn kann. Leider werden diese Erlebniss immer Foto-los bleiben, außer wir kaufen uns eine Unterwasserkamera, mal sehn.

Gestern waren wir dann auf dem Big Day Out-Festival, das einer der Festival-Höhepunkte hier in Perth ist. Obwohl ich so ein alter Festival-Hase bin, wars dann doch wieder ein ganz neues Erlebnis. Angefangen hats ja eigentlich sehr ähnlich: in der Früh aufstehn, dann gleich mal das BBQ anschmeissen und zum Frühstück schon grillen, Unterschied war hier allerdings gleich mal, dass es nicht Käsekrainer und Kotlett vom Hofer (die eigentlich eh immer sehr gut sind) sondern Scampi-Spieße und Austern gab :-) 12 Stück Austern um nur 10$, bei so einem Angebot musste Stefan natürlich zuschlagen. Dann haben wir uns auf den Weg zu den Claremont Showgrounds gemacht, ca. 5 Zugstationen von uns entfernt. Outfit war auch ganz anders als beim typischen österreichischen Festival, anstelle der Gummistiefel und Regenjacke, haben wir uns Sorgen wg der Hitze gemacht, also möglichst wenig anziehn, aber dafür 3 Schichten Sonnencreme auftragen und viiiiiel Wasser mitnehmen. Es war dann wirklich wahnsinnig heiß und auf dem ganzen Gelände gabs so gut wie gar keinen Schatten. Das Gelände war sowieso ganz interessant aufgebaut, im Endeffekt sind alle Bühnen im Kreis herum aufgebaut, dh wenn man in der Mitte steht, dann hört man so ca alles aufeinmal. Es gab zwei Hauptbühnen, die gleich nebeneinander aufgebaut waren und auf denen die Bands immer abwechselnd gespielt haben, dh während die eine Band gespielt hat, wurde auf der anderen schon für die nächste Band aufgebaut. Das war sehr praktisch da man keine Wartezeiten zwischen den Acts hatte und einfach nur immer die Seite wechseln musste.


Eine auch sehr interessante Installation war die "Silent Disco" bei der alle Leute Kopfhörer bekommen haben in denen Musik gespielt wurde, zu der dann getanzt wurde. Von außen sah das natürlich total witzig aus, weil man ja keine Musik gehört hat. Leider haben sich immer soviele Leute angestellt, dass wir es nicht ausprobieren konnten bzw wollten. Modemäßig war das Festival auch wieder ein ganz tolles Erlebnis, wir haben eh einige Fotos gemacht um zumindest eine kleine Dokumentation der australischen Mode zu liefern, Vogel ham die schon teilweise... demnächst also auf Picasa zu bewundern.

Tja, und geendet hat das ganze auch ganz anders. Nachdems aus war haben wir uns gemütlich in den Zug gesetzt um dann daheim eine schöne Dusche zu nehmen und ins weiche, warme und v.a. TROCKENE Bett zu fallen. Nix mit 5°, Gatsch, Regen und nassem Schlafsack. Aber es gab natürlich einen großen Wehmutstropfen, und das war natürlich das Fehlen, meiner Festival-Gang :-), wär schon super gewesen, wenn ihr da gewesen wärt! Meine Mädels und der G'spritztekanister, die Burschn mit der Lederhosn, die die Zeltstange als Gogo-Stange benutzen, der Zeltmeister und das verdiente Desperados, die Eierspeis mit Bananen, Beauty und Spiderpig, und auch der grauslige Sangria, der immer mehr statt weniger wird, weils so reinregnet... aber man kann halt nicht alles haben :-)

Alles in allem aber ein wirklich tolles Wochenende, so lässt es sich schon leben!