Montag, 5. März 2012

Was gibts in Perth zu tun?

Wir werden oft gefragt was man denn in Perth so zu tun gibt. Auch was Perth so einzigartig macht. Auf alles Faelle ist es das Wetter das Perth zu einer Traumstadt macht. Wie ihr vielleicht in den Medien mitbekommen habt wird der Osten des Landes schon wieder von immensen Regenmassen heimgesucht. Fast ganz New South Wales (Sydney und Co) sind ueberflutet. Eigentlich ueberall an der Ostkueste regnet und regnet es. Dadurch ist die Situation bezueglich Ueberschwemmungen wieder hoechst akut.

Im Wetterbericht gestern und in den Nachrichten bekommen wir das mit. Sonst aber eigentlich gar nicht, denn Perth ist wieder einmal und wie man sich das eigentlich erwartet mit dem schoensten Wetter gesegnet. Es hat zwar diesen Februar 4 Mal geregnet, aber nur in der Nacht oder mal unter Tags ein kurzes Sommergewitter. Worueber man sich sogar in Oesterreich oefter freut im Sommer wenn es eh so heiss ist, dass ein bisschen Regen gut tut. Generell ist es trotzdem total trocken, unser Rasen hat wirklich zu kaempfen und schaut nicht gerade gesund aus. Aber was solls, der Winter kommt eh schneller als man denkt und dann regnet es auch wieder. Ich mach mir da keinen Kopf darueber.

Ab 1. Maerz ist ja wieder offiziell Herbst aber davon merken wir zur Zeit nicht viel. Es hatte heute wieder 36 Grad. Heute war bei uns ein Feiertag, komischerweise der Labor Day (Tag der Arbeit). Warum der nicht wie ueberall am 1. Mai ist oder warum der nur in West Australien an diesem Tag ist und in den anderen Regionen an einem anderen Tag frei ist, keine Ahnung, bitte fragt uns nicht.

Wir nutzen solche langen Wochenenden normalerweise fuer Kurztrips aber dieses Wochenende war ein Pflichttermin fuer Marlene angesagt. Mit einer Freundin wurde am Sonntag gepoltert. Am Samstag musste Marlene dafuer einkaufen gehen. Das heisst es blieben fuer mich 2 Tage alleine ueber die ich genutzt habe um mich sportlich zu betaetigen.

Was kann man in Perth machen? Vielleicht die unbegrenzten Sportmoeglichkeiten nutzen wie die mindestens 46 Golfkurse in der Stadt. Wir beide haben mittlerweile schon sehr viele Kurse gespielt aber es gibt immer noch viel zu sehen. Ich konnte dieses Wochenende wieder einen neuen Kurs kennenlernen. Meadow Springs Golf Course kann ich sehr empfehlen, wuerde ich als Nummer drei in West Australien reihen.

Ja, also ich habe an allen drei Tagen Golf gespielt. 54 Loecher Golf am Wochenende finde ich eine gut Leistung (und wir reden hier von richtig langen Golfkursen). Heute hat uns (Manfred und ich waren die fleissigen) dann Marlene auch begleitet zum Araluen Golf Resort in den Perth Hills. Wie ihr sehen koennt gibt es einige anspruchsvolle Loecher hier (Das ist nur das Ende eines Par 5):


Kaenguruhs sind ein Dauerbegleiter dieser tollen Golfkurse. Es kann schon passieren, dass wenn man beim Ballsuchen im Wald (meistens bin ich das) ploetzlich erschrocken auf ein erschrockenes Kaenguruh trifft, das aufschaut, was denn jetzt los ist und in halbe Fluchtstellung geht. Man weicht dann dezent aus und sucht rund herum weiter, die Kaenguruhs beobachten einen dann immer ganz aufmerksam. Fuer uns immer wieder ein toller Augenblick.

Obwohl der Platz schon ziemlich trocken ist weil sie strickte Wasserrestriktionen befolgen muessen ist ech doch ein toller Platz. Das Signature Hole ist vielleicht dieses 160 Meter Par Drei bei dem es steil bergab geht. Auf diesem Foto sieht man vielleicht nicht wie spektakulaer das Loch ist aber dann muesst ihr uns halt besuchen kommen und mit uns nach Araluen kommen es auszutesten. Marlene sieht man hier wie sich anstrengt den Ball runter zu knallen.

Montag, 13. Februar 2012

Zuwachs

Ich hab meinen Vermieter endlich ueberreden koennen. Willkommen im Hofmayr-Hauer Haushalt: Mr Socks (so ganz 100%ig steht der Name noch net fest, ich faend Pinot Noir auch net schlecht oder Obi Wan Kenobi oder so irgendwas; und eigentlich hamma festgestellt waer er ja voll der Schnurli)

8 Wochen alt, 1 Kilo schwer.

Damit er sich gleich mal an unseren Lebensstil gewoehnen kann, warn dann gestern gleich mal 10 Leute zum Essen da. Schuechtern ist er gar nicht, haben wir festgestellt :)

Donnerstag, 12. Januar 2012

Southbound Festival

Noch nicht mal so richtig wieder in Perth angekommen hiess es letztes Wochenende ab zum Southbound Festival in Busselton, West Australien’s einziges 2 Tages Musik Festival mit Camping und allem drum und dran a la Frequency oder Nova Rock in Oesterreich. Das mit dem Drum und Dran war dann doch ein bissl anders – wir sind halt doch auf der andern Seite der Welt, da muss halt alles ein bisschen anders sein.

ZB durfte man keinen Alkohol auf den Campingplatz mitnehmen, also nix mit gemuetlich Zelt aufbaun und ein Belohnungs-Bier trinken. Dann durfte man auch nicht schon am Vortag anreisen. Das war nur moeglich Samstag ab 8 Uhr morgens; das hiess also fuer uns um 6 uhr frueh wegfahrn damit wir genug Zeit hatten nach Busselton zu kommen (2.5std suedlich von Perth), auf den Parkplatz zu kommen, das Zeug zum Campingplatz zu schleppen, das Zelt aufzubaun und dann um 11 bei der ersten Band zu sein.

Sobald man dann mal am Campingplatz war durfte man dann bis zur Abreise nicht mehr zum Auto. Und man musste auch schaun, dass man alles auf einmal tragen konnte, rein gehn und noch mal raus zum Auto den Rest holen war verboten. Hat uns vor ein paar logistische Aufgaben gestellt, aber wir haben zum Glueck alles gemeistert. Die Tatsache, dass man eh keinen Alkohol mitnehmen durfte hat das natuerlich erleichtert, so eine Palette Bier waer ja ganz schoen schwer gewesen...

Beim reingehn wurden dann auch alle auf Alkohol gefilzt, frische Wasserflaschen wurden aufgeschraubt, Toiletsachen kontrolliert, Rucksaecke auf Tischen ausgeleert und durchgewuehlt, etc. Die hatten wirklich Stress, dass da jemand was reinschmuggelt. Mit der Cleverness von 3 Oesterreichern hatten sie aber dann doch nicht gerechnet, so haben wir’s geschafft 1 Liter Vodka zu importieren. Wie wird nicht allerdings verraten, nicht dass sich das noch wer abschaut und weitererzaehlt.

Den Zeltplatz bekam man dann auch zugeteilt, reservieren fuer Freunde die vielleicht spaeter gekommen waeren, war natuerlich auch wieder nicht erlaubt. Genauso wenig war folgendes erlaubt: Original Zitat: “uncool behaviour like moshing, climbing, crowd surfing or stage diving”

Und so unlustig sich das Ganze anhoert, es war dann doch extrem super!! (Und nicht wg des geschmuggelten Vodkas.) Das Areal war sehr grosszuegig angelegt, mit super Bars und sehr guten Essens-Optionen. Alles war recht relaxt, kein Draengeln, kein Anstellen.





Es gab Weinverkostungen, Lounge Areas mit Sofa’s zum Relaxen, eine Beach-Bar mit Sand, ein komplettes Segelschiff von dem man aus super auf die Buehne sehen konnte und gemuetlich eine Cider geniessen konnte, ein Rum-Destillatorium, Tisch-Tennis, Yoga am Morgen, etc etc. Man musste sich nie lang an der Bar oder fuers Essen anstellen und das ganze war auch nicht all zu teuer (fuer Australische Verhaeltnisse). Und wie angenehm ist es wenn man mit Sicherheit weiss, dass es nicht regnen wird und man seine Regenjacke und Gummi Stiefel getrost daheim lassen kann. Herrlich!



Grossteil der Bands war Australisch, deswegen spar ich mir auch eine Aufzaehlung, da die in Europa eh wieder keiner kennt. Falls es doch jemanden interessiert www.southbound.com.au.

So haben wir also 2 super Tage am Campingplatz verbracht. Montag in der Frueh um 6 gings dann wieder zurueck nach Perth, direkt in die Arbeit – war leicht anstrengend.

Obwohl’s wirklich laessig war, Australien koennt sich trotzdem soviel von Europa abschaun was Festivals angeht. Ich musste mir nur immer vorstellen, wie sich die Leute aufregen wuerden, wenns auf einmal heissen wuerde man darf keinen Alkohol mehr aufs Frequency Festival mitnehmen. Ich glaub, da wuerd dann keiner mehr kommen. Aber so was geht in Australien nicht, und Schuld sind da nicht die Festival Veranstalter, sondern die Besucher, die einfach mit Alkohol nicht umgehn koennen. Verbote sind leider der einzige Weg hier etwas zu aendern.

Fuer die kommenden Wochen steht noch nicht viel an, ausser dem Sommer und die Sonne zu geniessen. Momentan ists noch gar nicht mal sooo heiss, hat nur knapp uber 30 Grad. Alles sehr angenehm :)



Noch ein Gruss aus der Kueche, Festivalimpressionen, ohne Worte:

Montag, 12. Dezember 2011

Unser Garten vor dem Sommer

Immer wieder bekomme ich Anfragen meine gaertnerischen Faehigkeiten auf Fotos festzuhalten und der anderen Halbkugel zugaenglich zu machen. Die beste Zeit dazu ist wohl bevor der heisse Sommer beginnt, wo das ganze Gras sowieso von der Sonne verbrannt wird.



Hier blueht und gedeiht schon einer unserer Frangipani:



So gruen wuenscht man sich das Gras immer. Fuer australische Verhaeltnisse eine gaertnerische Olympialeistung ;-)



Sonntag, 27. November 2011

Festivalzeit beginnt wieder

Es ist wieder so weit. Mit Start des Sommers wird die Festivalzeit in Perth wieder eingelaeutet. Nachdem ich bei einer Auktion 2 Festival Saisonkarten ergattert habe werden Marlene und ich im Sommer 2011/12 voll im Einsatz sein. 8 Festivals sind bei diesem Pass inkludiert der es uns ermoeglicht um ca. EURO 35 zu jedem Festival zu gehen statt um mindestens EUR 100 (fuer den Dealkaiser natuerlich ein wahrer Genuss ;-) )


Nicht jedes Festival spricht dabei aber jeden Geschmack an. Zum Stereosonic Festival das heute stattgefunden hat habe ich Marlene nicht ueberreden koennen mit zu gehen. Elektronische Dance Musik ist nicht gerade Marlene's Favorit. Bei mir kommen zu solchen "Beats" Kindheitserinnerungen wach wie Ilgi und ich uns in den Danceclubs des Landes herumgetrieben haben (er kann sich daran anscheinend gar nicht mehr erinnern :-) ). Herumgetrieben ist vielleicht uebertrieben aber hie und da haben wir in der Nachtschicht, A1 oder Aehnlichem schon mal das stockende Tanzbein gezuckt.


Zum Stereosonic Festival habe ich mir daher Ersatz suchen muessen. Gottseidank haben wir Dani hier, unsere Oesterreichische Freundin die bei Qantas arbeitet. Sie ist ein absoluter Armin van Buuren Fan (der auch da war) und da war sie natuerlich nicht zu halten. Es war fuer uns ein lustiger Tag, mit viel Tanz, viel zu Schauen (wie immer bei australischen Festivals) und genug Sonne um es als Sommertag bezeichnen zu koennen. Was will man mehr...