Dienstag, 21. April 2009

Tauchen für Fortgeschrittene

Blocksatz
Am Wochenende wars endlich soweit, Stefan und ich haben unseren Fortgeschrittenen Tauchkurs gemacht. Freitag Nachmittag gings los Richtung Süden nach Dunsborough. Dort haben wir zusammen mit 4 anderen Kursteilnehmern und den 2 Trainern in einem Haus gewohnt. Insgesamt warn wir 11 Leute im Kurs, die restliche haben aber woanders übernachtet. Samstag Morgen gings dann gleich los mit 2 Tauchgängen bei den Canale Rocks. Ein Navigations-Tauchgang und einer zum Flora und Fauna schaun. Zu sehn war aber dort leider nicht sehr viel, außer jeder Menge Seegras ( mir graust immer noch und ich bin jedesmal wieder um meinen Neopren froh) und ein paar Seeschnecken - allerdings kleine, schöne bunte und nicht solche Ungetüme wie damals am Strand...


Das Navigieren mit dem Kompass hat eigentlich auch sehr gut funktioniert, obwohl ich mir da ja, als Navigationstalent, schon einige Sorgen gemacht hab. Aber ich hab einwandfrei wieder zurück gefunden :-)

Richtig aufregend wurde es aber dann eigentlich erst Samstag Abend, denn da stand ein Nachttauchgang bei der Busselton Jetty an. Die Jetty und das dazugehörige Unterwasser-Observatorium haben wir ja schon vor ein paar Wochen bei unserem Ausflug nach Margaret River bei Tag erkundet und wussten daher schon, dass die Unterwasserwelt dort wirklich unbeschreiblich toll ist. Und jetzt das Ganze auch noch bei Nacht, das war schon sehr aufregend. Wir sind mit einem kleinen Boot rausgefahren, haben alle eine Lampe bekommen und ab gings schon ins kalte Wasser. Wir haben uns dann auf dem Meeresboden in einem Kreis hingekniet und haben alle unsere Lampe abgedreht, da sieht man dann wirklich überhaupt nix. Es ist komplett schwarz und man kann nur leicht die Umrisse der anderen Taucher sehen. War irgendwie gespenstisch. Mir ist es so ähnlich vorgekommmen wie die Szene in Herr der Ringe, wo die Ringgeister auf der Wetterspitze um Frodo herumstehen und man nur ihre Umrisse sieht bevor dann der einer zusticht. Stefan fand diesen Vergleich sehr amüsant, aber mir kams halt so vor, mit dem Unterschied dass es überhaupt nicht zum Fürchten war. Das konnten wir uns ja beide nicht wirklich vorstellen, wie das so sein wird, in der Nacht Unterwasser. Weiß man ja nicht, ob einen nicht plötzlich die Panik packt. Jedenfalls warn wir alle sehr relaxt und ich hab auch bald das kalte Wasser vergessen bei dem Anblick der sich uns da unten bot. Die Pfosten der Jetty sind ja alle total mit ganz bunten Korallen bewachsen, drum herum schwimmen ganz viele Fische und auf dem Grund haben wir sogar einen kleinen Hai und eine Rochen entdeckt. Nach 51min gings dann schon wieder zurück an die Oberfläche und aufs Boot.

Am nächsten Tag stand dann unser tiefster Tauchgang an. Wir sind wieder mit dem selben Boot zur HMAS Swan gefahren, einem Schiffswrack, das 1997 absichtlich an der Küste vor Dunsborough versenkt worden ist. Das Wrack liegt in 30m Tiefe, so tief darf man als normaler Taucher eigentlich gar nicht runter, weil die Risiken dementsprechend zunehmen. Zum einen kanns natürlich sein, dass man mit dem Druckausgleich beim Abtauchen Schwierigkeiten hat, dann passiert es oft, dass man in solchen Tiefen "Nitrogen Narcosis" (Tiefenrausch) bekommt, das ist so wie wenn man betrunken ist. Man verliert sein Gefühl für Sicherheit und sein Urteilsvermögen und macht möglicherweise dumme Sachen, was manchmal lustig, aber grundsätzlich recht gefährlich sein kann. Unsere Tauchlehrer haben uns erzählt, dass sie schon so einige Sachen miterlebt haben; wie sich ein Taucher zB sein Tauchmesser ins Bein gerammt hat, weils grad so lustig war, oder dass sich einer zum Spaß in einer Höhle versteckt hat, damit ihn die anderen nicht finden, oder einer, der einen Handstand gemacht hat und so weiterge"taucht" ist. Wir warn alle schon voll gespannt, obs uns auch passiert. Bevor wir runtergetaucht sind mussten wir uns auf einer kleinen Tafe einfache Aufgaben aufschreiben, also zB den Namen rückwärts schreiben oder Rechen-Aufgaben. In 30m Tiefe haben wir dann unsere Tafeln rausgeholt und mussten diese Aufgaben dann lösen. Und obwohl unser Tauchlehrer meinte, dass wir alle leicht berauscht sein würden, haben wir unsere Aufgaben alle gemeistert. Und auch sonst gabs gar keine Probleme. Beim Auftauchen muss man ja dann sehr aufpassen, dass man dann nicht zu schnell auftaucht sonst hat das ja schlimme Folgen für die Lunge und man muss in die Dekompressionskammer, weswegen wir mehrere Sicherheits-Stopps eingelegt haben, damit sich der Körper an die veränderten Druckverhältnisse gewöhnen und damit auch der giftige Stickstoff aus dem Körper verschwinden kann.


Nach einer kurzen Pause gings dann nochmals runter um das Wrack genauer zu erkunden. Wir sind gleich mal zur Brücke getaucht, wo wir alle kurz mal Kapitän gespielt haben :-) Dann sind wir in einige Räume des Schiffs getaucht, was teilweise schon ein wenig gespenstisch war, denn da drinnen ists wieder komplett finster und diesmal hatten wir keine Lampen dabei. Leider hatten wir bei unserer Gruppe ein paar dabei, die ihren Sauerstoff viel schneller verbraucht haben und so mussten wir leider schon sehr früh wieder auftauchen, obwohl wir (Stefan und ich) noch genügend Luftreserven gehabt hätten. Aber naja, auf dem Boot in der Sonne wars auch sehr gemütlich. Ich hab auch immer brav meine Tabletten eingeworfen und mir ist nicht einmal schlecht geworden. Wusste gar nicht, dass eine Bootsfahrt so toll und entspannend sein kann :-) Anschließend haben wir dann noch im Pub ein gemütliches Bier getrunken, unsere Log-Bücher ausgefüllt und haben uns dann wieder auf den Heimweg nach Perth gemacht. Einige unserer Mit-Taucher hatten eine Kamera dabei und haben Unterwasser-Fotos gemacht, die sie uns hoffentlich bald per email schicken werden. Ich bin schon sehr gespannt. Die Fotos oben sind ja leider nicht von uns, sondern ausm Internet. Vielleicht sollten wir uns wirklich eine Kamera zulegen... Stefan hat allerdings am Samstag ein Foto von mir in voller Montur nach dem Tauchen gemacht, ist auch schon ziemlich witzig.


Nächstes Wochenende steht wahrscheinlich schon wieder ein weiterer Ausflug an, da Montag frei ist. Wir wissen allerdings noch nicht ob wir rauf in den Norden, in den Kalbarri National Park, oder nochmal Richtung Süden (vielleicht nochmal tauchen...) fahren. Wettermäßig ists immer noch Spitze, es hat immer noch so zwischen 25 und 28 Grad, gerade angenehm also.

Dienstag, 14. April 2009

Ostern in Australien

Wir haben unser erstes Osterwochenende - inklusive Eierpecken - in Australien gut überstanden. Dank Maria und ihrer Eierfarben-Lieferung konnten wir sogar mit gefärbten Eiern pecken.

Freitag vormittag ist Wolfgang, ein ehemaliger Studienkollege von Stefan, für einen Kurzbesuch nach Perth gekommen, dem wir dann gleich mal die Stadt gezeigt haben. Karfreitag ist hier allerdings ein ganz strenger Feiertag, weswegen leider fast alle Geschäfte und Lokal geschlossen hatten. War aber nicht allzu tragisch. Wir warn Freitag abend aber eh gleich mal ganz unheilig, denn wir haben Craig und Helen zu einem Österreich-Abend mit Schnitzel (+ Petersiel-Erdäpfel, Marmelade, Kürbiskernölsalat) und Schnaps eingeladen. Ich will mich ja net selbst loben, aber das Schnitzel war wahnsinnig gut; obs daran lag, dass ich wirklich so ein guter Koch bin, oder aber weil wir schon so lang kein Schnitzel mehr gegessen haben, ist nicht ganz geklärt. Geschmeckt hats auf jeden Fall jedem, besonders dann auch der selbstgemachte Zirbenschnaps von Traudi - vielen Dank dafür!! Ist wirklich sehr, sehr gut! Der Abend war sehr lustig und eine Fortsetzung folgt wahrscheinlich bald.

All zu lang haben wir aber nicht gefeiert, da Stefan und ich für Samstag einen Tauchausflug nach Rottnest Island gebucht haben. Nächstes Wochenende steht ja schon der Fortgeschrittenen Kurs an und ich wollt dazwischen unbedingt noch mal tauchen gehn um im Training zu bleiben. Ich war ja dieses Mal auch gut ausgerüstet mit Kautabletten gegen Seekrankheit; letztes Mal ist mir ja aufgrund des argen Seegangs ziemlich schlecht geworden. Diesen Samstag war die See allerdings ganz ruhig und das Tauchboot war außerdem sicher 4mal so groß wie das damalige. Dieses Mal gabs sogar Duschen auf dem Boot, ein Aussichtsdeck und wirklich genügend Platz zum umziehn, etc. Deswegen hab ich dann auf die Tabletten verzichtet, es hat wirklich nicht so ausgesehn, wie wenn sie nötig gewesen wären. Das war aber leider die falsche Entscheidung... Irgendwie ist das so wie mit dem Lesen bei Autofahrn, man denkt sich noch gar nichts und sobald man eine halbe Seite liest wird einem plötzlich schlecht - zumindest gehts mir so. Jedenfalls war die Fahrt eigentlich wirklich sehr ruhig und trotzdem ist mir dann schon vor dem ersten Tauchgang ein wenig mulmig geworden. Dann gings aber eh schon ab ins Wasser und der schlechte Magen war dann schnell vergessen. Vorallem auch, weil wir das erste Mal ohne Guide getaucht sind, dh es war also keiner da, der uns vorgetaucht wäre. War schon ein wenig aufregend, v.a. weil ich orientierungsmäßig ja wirklich nicht die beste bin, aber ich muss da einfach auf Stefan vertraun :-) Nach diesem ersten Tauchgang gabs dann Mittagessen, was eigentlich ganz gut ausgesehn hätte, wenn mir nicht von der Sekunde an, als ich wieder auf dem Boot war wieder extrem schlecht geworden wäre. Ich hab dann schnell doch noch 2 Tabletten genommen, aber die habens glaub ich gar nicht mehr bis ganz runter in meinen Magen geschafft, sondern sind über die Reeling ins Meer gewandert... tja... das ist vielleicht auch sowas, das man einmal im Leben gemacht haben sollte :-) Jedenfalls gings mir wirklich sehr schlecht und ich hab schon geglaubt, ich kann den 2. Tauchgang nicht mehr machen, aber wenn man nix mehr im Magen hat, dann kann einem anscheinend auch nimma schlecht werden. Equipment also wieder angeschnallt und geht schon wieder los. Der 2. Tauchplatz war Crystal Palace, einer der schönsten Plätze auf Rottnest Island. Und es war wirklich toll! Einige der Taucher auf dem Boot waren ausgerüstet mit Hummer-Fanggeräten, und haben teilweise riesige Tier aus ihren Höhlen herausgeholt. Das Prachtexemplar des Tages könnt ihr auf diesem Foto bewundern. Da bekommt sogar ein Seekranker Gusto :-)


Ostersonntag habe wir vorallem mal lange geschlafen, besonders natürlich ich, Samstag war dann doch ziemlich anstrengend. Nachmittags haben wir uns dann kurzerhand entschlossen uns das Footy Spiel Fremantle gg Adelaide im Subiaco Oval anzuschaun. Für beide von uns wars ja das erste Live Spiel. Wir hatten tolle Plätze von denen wir das Spiel super verfolgen konnten. Es war wirklich sehr spannend, aber Fremantle hat dann schlussendlich doch verloren. Traurig warn wir aber nicht, denn zumindest ist Stefan's Tip aufgegangen, er hat nämlich auf Adelaide gesetzt :-) Bei denen läuft in der Firma ja eine Footy-Tipping-Competition und mir kommt vor, dass die teilweise wichtiger ist, als das normale Business :-)


Am Montag stand dann ein Highlight des Wochenendes an, eine Wine-Tasting-Bootsfahrt auf dem Swan River - ja, schon wieder ein Boot, aber diesmal hatte ich keine Probleme. Eine solche Wein-Bootsfahrt stand ja eigentlich schon lang auf unserer To-Do-Liste. Um 9:45 war Abfahrt in Perth und dann gings den Swan flussaufwärts zu 2 Weingütern. Während der Fahrt konnte man schon einige Weine verkosten und der Landgang beim ersten Weingut (Sandalford Wines) war dann schon ganz lustig. Die Australier sind ja alle sehr kommunikative Leute, und wir haben mit einigen Leuten geplaudert, die alle durchwegs begeistert waren, dass wir aus Österreich kommen, weils ja sooo schön bei uns ist und vor allem auch der Wein so gut ist. Nach einer Stunde Weinkosten in Sandalford gings dann wieder retour zur Waters Edge Winery, wo wir dann unser Mittagessen hatten, inklusive Wein natürlich. Auf der Heimfahrt hats dann leider zu regnen begonnen und wir mussten leider unseren super Platz im Freien am Bug des Schiffs aufgeben. Da regnets einmal im Monat und dann genau an dem Tag, wo wir eine Ausflug machen. Naja, zum Glück ists ja trotz des Regens nie wirklich kalt. 25° hatte es trotzdem immer noch und heute ists schon wieder schön. Der Sommer nimmt wirklich kein Ende.

Aber trotzdem warn wir am Wochenende auch Schifahrn und Snowboarden. Und zwar auf der neu erstandenen Nintendo Wii. Stefan redet da ja glaub ich eh schon seit einem Jahr darüber, dass er sich sowas gern kaufen würd und am Samstag musste sie dann dran glauben - inklusive Wii Fit Board. Leider hat uns die Wii-Fit gleich mal ein wenig deprimiert, mein Wii-Fit Age ist doch tatsächlich 40, Stefan's Alter ist auch nicht viel besser. Unsere virtuellen Trainer haben uns dann gleich mal dazu motiviert einen Trainingsplan aufzustellen und jetzt wird trainiert :-) und ist ja auch net schlecht, so velernen wir das Schifahrn, Snowboarden, Schispringen, Tennis spielen, Boxen, Seiltanzen und Baseball spielen nicht, bis wir wieder daheim sind :-)

Montag, 6. April 2009

The Who & V-Festival

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Musik. Am Freitag hatten wir Karten für The Who, die das seit mehr als 40 Jahren wieder ein Konzert in Australien gespielt haben. The Who ist zwar nicht ganz aus unsere Musik-Generation aber so eine Rocklegende darf man sich eigentlich nicht entgehn lassen. Wir haben außerdem brav unsere Hausübung gemacht und uns im Vorfeld fleißig The Who angehört. Helen (mit der ich meinen Tauchkurs gemacht hab) und ihr Freund Craig hatten zufälligerweise auch Karten und so haben wir uns vor dem Konzert auf einen gemütlichen Vor-Konzert-Drink getroffen. Zu unserer Überraschung war das Konzert ein "Sitz"-Konzert, nichts mehr also mit wildem Herumgehüpfe im Gatsch wie in Woodstock. Ich hab mich gefragt, wie sich das für eine Band so anfühlen muss, aber schlussendlich sind die ja auch net jünger geworden nach 40 Jahren und genauso wenig ihr Publikum. Nach ein paar Songs sind die meisten Leute dann aber ohnehin aufgestanden um mitzutanzen. Wir 4 warn auch total begeistert vom Konzert und wie die 2 verbleibenden Bandmitglieder (die anderen beiden sind ja leider schon gestorben) immer noch das Stadion gerockt haben. Ich hatte dann noch ein lustiges Erlebnis am WC, wo ich ein Gespräch zwischen 2 Frauen mitangehört hab, bei dem die eine zur anderen sagte, dass es total verrückt wäre, weil sie die Band das letzte Mal vor 42 Jahren gesehn hätte. Wirklich verrückt, 42 Jahre sind ja wirklich eine wahnsinns lange Zeit, wenn man sich das so überlegt. Nach dem Konzert sind wir dann wieder zurück zu Craig wo wir dann noch ein, zwei Flascherl Wein geleert haben, gemütlich draußem am Balkon. Es wird zwar schon merklich kühler mittlerweile, aber man kann immer noch bis spät in die Nacht draußen sitzen. Dummerweise hab ich am Samstag ein bissal zu wenig gegessen und in Verbindung mit dem Wein hab ich mich dann am Sonntag morgen leicht "groggy" gefühlt :-) Erst der Gedanke ans bevorstehende V-Festival und The Killers hat mich wieder voll motiviert.


Das Festival fand wieder auf den Claremont Showgrounds statt, auf denen schon der Big Day Out war, diesmal allerdings in etwas kleinerem Rahmen, mit schätzungsweise so 50.000 Leuten. Es gab 4 Bühnen, wobei 2 wieder als Hauptbühnen gleich nebeneinander aufgebaut waren und man so keine Wartezeiten zwischen den Bands hatte. Die meisten Band haben wir uns von weiter hinten bei einem gemütlichen Bier im Schatten angehört. Ähnlich wie beim Big Day Out sind wieder sehr lustige Gestalten rumgelaufen, zB eine ganze Gruppe, verkleidet als Biene, Heidi, Cäsar, Indiander und Robin Hood. Grundsätzlich wars Outfitmäßig aber nicht so verrückt wie beim ersten Festival. Vielleicht war doch der Musik-Stil ein wenig anders... wir wissens nicht. Während noch Madness (bekannte Lieder hier zB 'It must be Love' oder 'Our House') gespielt haben, haben wir uns schon mal auf den Weg vor die Bühne zu den Kaiser Chiefs gemacht und habens sogar bis fast ganz nach vorne geschafft. Dh wir hatten wirklich einen super Ausblick. Ich war ganz begeistert. Nach den Kaiser Chiefs, die wirklich voll Gas gegeben haben (*Oh my God, I can't believe it, I've never been this far away from home*) und Snow Patrol (wär ja wirklich sehr romatisch gewesen, wenn die Drängerei vor der Bühne nicht losgegange wär) wars dann endlich soweit, the Killers haben die Bühne betreten. Ich hab sie ja schon 2 Mal live gesehn, aber gestern war wirklich ihr bester Auftritt. Brandon (der Sänger) war extrem gut drauf und hat sehr viel mit dem Publikum interagiert, Witze gerissen, etc. Ganz anders als beim Frequency letztes Jahr. Und wenn man so nah vor den Bühne steht kommt man auch nicht umhin, dass man bemerkt, dass er außerdem auch noch ziemlich fesch ist, ich war happy :-)

Wir hätten ja eigentlich auch gewusst in welchem Hotel sie übernacht bleiben (Freunde von uns arbeiten nämlich dort), und für einen kurzen Moment hab ich mir noch gedacht, dass wir da nachher dann hinmüssen, aber dann hab ich den Gedanken doch sehr schnell wieder verworfen. Was hätt ich denn zu denen gesagt?? Und so ein Autogramm ist doch auch nur ein Blattl Papier das nutzlos herumliegt, naja man hätt es versteigern können... :-) Jedenfalls wars ein super wochenende mit sehr guter Musik; Stefan hab ich jetzt glaub ich auch endgültig überzeugt, dass ich nicht nur Lärm höre. Für nächste Zeit sind leider keine Konzerte mehr geplant, obwohl ich mich jetzt umsehn muss, ob und wann U2 nach Australien kommt. Da müssen wir unbedingt hin!

Montag, 30. März 2009

Wir golfen wieder

Wie es sich gehört sind Stefan und ich jetzt pünktlich zu Ostern wieder ins Golfgeschäft eingestiegen. Nachdems den Sommer über immer so heiß war und wir uns bessere Zeitvertreibe gefunden haben als bei 40° auf dem Golfplatz herumzulaufen, gehts jetzt wieder richtig los - haben wir uns zumindest vorgenommen. Samstags waren wir in Burswood auf schnelle 9-Loch (mehr oder weniger erfolgreich) und gestern warn wir dann im Swan Valley mit M2, M3 und Regina Supa Golf spielen. Das war vielleicht lustig. Man hat hier 4 übergroße Schlägern und einen größeren Ball, spielt aber ansonsten genauso wie im richtigen Golf - inklusive der üblichen Hindernisse wie Bunker, Teiche (mit Enten) und jeder Menge Bäume. Auch spielerisch war alles beim alten und Stefan war v.a. viel im Gemüse unterwegs :-) Man rostet halt doch a wengal ein über den Winter, äh Sommer. Naja, jedenfalls heißt das für uns jetzt erst mal wieder ab auf die Driving Range zum Üben. Schließlich will ich euch ja alle mit meinem golferischen Können beeindrucken wenn ich im Juli heimkomm.


Abends gabs als Abschluss eines tollen Wochenendes dann noch selbstgemachte Chili-Muscheln mit Chili aus eigenem Anbau - mmmmmh! So gut, so einfach, und vor allem so günstig, 1kg Muscheln kostet hier ja grade mal 5$!! Kulinarisch sind wir hier also wirklich sehr gut versorgt - viel zu gut eigentlich, wenn man nach der Waage geht...


PS: Das Video vom Fallschirmspringen hats leider immer noch nicht ins Internet geschafft, weils einfach zu groß ist :-(
PPS: Wir haben am Wochenende übrigens auch Zeit umgestellt, dh jetzt sinds wieder nur mehr 6 Std Zeitunterschied zu Österreich.

Sonntag, 22. März 2009

Marlene's Geburtstagswochenende

Zu diesem freudigen Ereignis standen natuerlich einige Ereignisse und Geschenke an. Am Freitag Abend sind wir mit Freunden in ein aegyptisches Restaurant gegangen um gut zu Speisen und dann noch eine Shisha (Wasserpfeife) zu geniessen. Der Plan war zwar gut, aber in der Umsetzung scheiterte es am Personal.

Zuerst hat uns der Kellner naemlich erzaehlt, dass der Vorspeisenteller pro Person 30 Euro kostet, dann haben wir halt alle nur unsere Hauptspeise bestellt. Wir haben aber doch noch nachgefragt und nachdem sich der Kellner entschuldigt hat, dass dies doch der Preis der ganzen Platte sei, haben wir doch noch diese Vorspeise bestellt. Nach einiger Zeit ist sie erst gekommen und dann haben wir wieder wahnsinnig lange auf die Hauptspeisen gewartet. Dann haben wir nachgefragt, wann wir denn nun die Hauptspeisen bekommen wuerden. Als der Kellner meinte: "Ja, ja, sie koennen schon noch eine Hauptspeise bestellen" war uns klar, dass wir verhungern wuerden oder lieber Aegyptisch lernen sollten um an diesem Abend noch zum Shisharauchen zu kommen. Die ganz Hungrigen (da gehoerte natuerlich ich dazu) haben sich noch was bestellt und dann haben wir "The Shed" (ein Fortgehlokal) dem Shishakonsum vorgezogen.

Ab dann ging es ab und wir haben Marlene's Geburtstag gefeiert, wie es sich laut alter Muehlviertler Tradition gehoert (mit schmerzenden Fuessen und grossem Kopf am naechsten Morgen).

Am Samstag stand dann mein Hauptgeschenk an und ich habe Marlene zu einem Ausflug eingeladen. Das Ziel wollte ich eigentlich nicht verraten aber ihr koennt euch nicht vorstellen, wie mich Marlene genervt hat wie wir die Stadt im Auto verlassen haben. Sie hat sich so gefuerchtet, dass wir mit den Haien Tauchen gehen wuerden oder sie Bungee Jumpen muss. Sie war richtig nervoes. Aber auch erleichtert wie ich ihr dann gesagt habe, dass es zum Fallschirmspringen geht. Wir sind also nach York geduest und haben dort ein absolut geniales, tolles "Skydiving"-Erlebnis gehabt. Noch besser als man es sich vorher vorstellt, es war genial und hat uns beiden unglaublich gefallen wie man sehen kann:


Am Sonntag ist dann leider wetterbedingt unser Tauchausflug ausgefallen. Die Wellen waren einfach zu hoch. Das verschieben wir um eine Woche, wir haben uns aber schon fuer den "Advanced" Tauchkurs angemeldet. Den werden wir in Busselton machen an einem Wochenende im April. Da ist ein Nachttauchgang unter der Busselton Jetty (der laengste Holzsteg der suedlichen Hemisphaere) sowie ein Wracktauchgang der HMAS Swan geplant. Wir freuen uns schon sehr. Des weiteren haben wir bereits zwei Kurzausfluege im Mai gebucht. Zuerst fliegen wir in die Goldgraeberstadt Kalgoorlie und dann geht es mit zwei Freunden in den Norden in den Karjini Nationalpark fuer ein verlaengertes Wochenende. Wie ihr seht, bei uns ist einiges los, uns wird nicht fad hier.

Ein Zusatz von Marlene: Unseren Fallschirmsprung gibts auch auf Video, leider aber zu groß für den Blog. Wir werden uns aber was anderes überlegen, damit auch ihr sehn könnt, wie lustig flatternde Gesichtshaut beim freien Fall aussieht :-)