
Dieses Wochenende hat es wieder einen tollen Programmpunkt gegeben. Es war ein Weinfest angesagt, "Hüpf ins Tal", oder wie die auf Englisch sagen: "Spring in the Valley". Das ganze hat sich im Swan Valley abgespielt, warum sie dieses Weinbaugebiet Valley genannt haben ist völlig unbekannt. Es kann sich aber auch keiner mehr daran erinnern, aber nachdem doch in der Mitte ein Fluss durchrinnt, muss es dort ja eine Spur tiefer sein als in der anderen Ebene.
Wir haben natuerlich die Chance genutzt und sind mit dem Zug bis an den Stadtrand gefahren. Dort haben wir uns in den Festivalbus gehaut der seine Runden durch das Swan Valley gezogen hat um bei den Weinguetern, Bierbrauereien und Chocolate Factories die Leute abzusetzen und die Betrunkenen wieder heimzufahren.
Fuer uns hat der Tag gemuetlich und nett auf dem ersten Weingut begonnen, schnell haben wir aber bereut die Liederhose und das Dirndl zuhause gelassen zu haben. Dieses Fest wird von jugendlichen Gruppen als Faschingsumzug missbraucht. Togaparties, Military-Look-Gruppen und andere schraege Kostümierungen konnten gesichtet werden.
Es ist auch wirklich gut losgegangen, bei den ersten drei Weinguetern haben wir uns mal durch das Angebot gekostet. Dann war natuerlich der Hunger gross und wir haben uns bei "Elmar's" (ein deutscher Biergarten) angestellt um eine Mass und eine Stelze zu bekommen. Dies wurde uns aber bereits verwehrt, die Polizei hat gemeint, es seien schon zu viele im grossen Biergarten unterwegs. Weiter zur naechsten Location, das Duckstein, auch wieder ein (deutscher) Biergarten. Da war aber auch voll. Dann haben wir uns doch in die Chocolate Factory verzogen, die nicht so ueberfuellt war - fuer den gemeinen, maennlichen Australier aber auch vollkommen unbrauchbar weil kein Alkohol serviert wird. Gegenueber sind wir aber auch wieder in ein Weingut gekommen, dort hat es dann auch einen Lammhacksen zum Essen gegeben.
Leider wurden wir auch Zeugen des australischen (After-)Partygemüts. Plötzlich wurde ein paar Meter neben uns auf der Tanzbuehne zum Raufen begonnen. Raufen ist aber bei den gut gebauten Australiern und ihrer Trinkausdauer gleich eine sehr gefaehrliche Angelegenheit. Die sind so schnell besoffen, das sieht man bei uns nicht mal mehr auf der All-you-can-drink-Alkopop Party von der sozialistischen Jugend oder den Pfadfindern (um nicht politisch in eine Richtung zu draengen) wenn der Gruppenfuehrer seinen 12. Geburtstag feiert. Unglaublich, bei den Alkoholpreisen schütten die alles runter als gäbe es kein Morgen. Auf alle Faelle ist dann einer am Boden liegengeblieben, hat sich nicht mehr gerührt und er hat aus dem Mund geblutet. Ich bin da ein bisschen nervös geworden und wollte gehen, Marlene hat das unberührt gelassen, weil sie ja auch einfach auf der Bank ausser Reichweite sitzen geblieben ist. Ich musste solche australischen Sitten natürlich aus der Nähe sehen.
Ich habe auch einige Fotos von diesem Event auf unsere Picasa-Seite gestellt. Dort seht ihr nicht nur die Vorzüge des Swan Valleys sondern auch die Kleidungsgewohnheiten der Australier. Man beachte, die Männer mögen ja wirklich verkleidet sein, aber bei den Mädels geht auch normal beim Fortgehen kein Rock (Hosen sind wirklich die Ausnahme) nur annhähernd in Kniereichweite. Die interessanten Fotos können also wirklich als Standard gesehen werden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen