Sonntag, 13. September 2009

Wal gestrandet

Heute hab ich was Trauriges erlebt. Sitze grad gemütlich auf der Sof und schau mir die Nachrichten an, als sie plötzlich einen Bericht bringen über einen Baby-Buckelwal, der am City Beach in Perth gestrandet ist. Da dieser Strand nur 10 min von uns entfernt ist, bin ich sofort mit Fotoapparat bewaffnet ins Auto gesprungen und bin hingedüst.

Der Anblick war einfach schlimm, da lag er der 'kleine' Wal und kämpfte gegen die Wellen an, die ihn immer wieder zurück an den Strand spülten. Es warn natürlich schon hunderte Leute und auch die Tierretter da, die ihn wieder hinaus ins offen Meer geleitet hätten, sobald er sich vom Strand weggerrettet hätte. Anscheinend hatte er es im Laufe des Tages auch schon 2 mal geschafft, war dann aber immer wieder angespült worden. In den Nachrichten sagten sie, dass es wahrscheinlich seine ersten Wanderung war, er aber dann von Killerwalen attakiert wurde und strandete. Und schön langsam haben ihn die Kräfte verlassen. An der Rückenflosse war er verletzt und am Bauch schon ganz aufgeschunden von der Reibung des Sands. Helfen konnte man ihm nicht und einschläfern konnten sie ihn auch noch nicht, da die Brandung zu stark war und er sich noch zuviel bewegt hat, was dann für die Tierretter zu gefährlich gewesen war. Man kann also nur warten, entweder dass er es doch noch raus ins Meer schafft, oder aber - was wahrscheinlicher ist - dass er stirbt.


Leider wars schon sehr dämmrig, weswegen die Fotos ziemlich unscharf geworden sind, aber so schön war der Anblick eh net :( Normalerweise sieht man sowas immer nur im Fernsehn, wo dann alle Helfer immer weinen wenn sie den Walen nicht helfen können. Jetzt weiß ich wie sich das anfühlt, nämlich wirklich ganz schlimm. Irgendwie bildet man sich ein, der Wal schaut einen direkt an mit seinen großen schwarzen Augen, und man ist einfach nur machtlos.

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