Sonntag, 6. März 2011

Wieder mal Pferderennen

Da es schon wieder einige Zeit her ist, wo Marlene und ich beim Pferderennen hier in Perth waren, gab es dieses Wochenende eine Wiederholung. Klaus, mein neuer deutscher Kollege, musste unbedingt seine Gratistickets loswerden und schon waren wir am Samstag am Ascot Race Course um einen Nachmittag mit Stil zu geniessen.




Marlene hatte leider am Vorabend was Falsches gegessen und Rufe nach Joerg sowie andere unangenehme koerperliche Einschraenkungen zwangen sie ans Bett und immer wieder ins danebenliegende Bad.

Klaus und Su und neugefundene Freunde, Linda aus Italien und Peter aus der Slowakei machten sich nach einem ausgiebigem Fruehstueck auf unserer Veranda auf Richtung Rennbahn. Weil Klaus so motiviert war stellte sich heraus, dass wir ein paar der ersten Gaeste waren und das Bier musste erst angezapft werden von uns. Dabei war es schon halb Zwoelf (ts, ts, das wuerde es bei uns daheim nicht geben). So hatten wir gluecklicherweise Zeit den Rennkalender ausgiebig zu studieren, Einschulungen der Frischlinge in Sachen Pferderenntippen zu geben und uns ueber die Moeglichen Wetten zu informieren.

Viele Leute verspielen da ja offensichtlich Haus und Hof, da koennen wir bei Mickey Mouse Betraegen von ein paar Dollar nicht mithalten (gottseidank). Nur Su entwickelte eine ungeahnte Leidenschaft die sich als kostspielig herausstellte am Ende des Tages. Es war wieder einmal ein hervorragend schoener Tag in Perth, Sonnenschein, Sonnenschein und Sonnenschein, und das obwohl es schon Herbst ist offiziell.

Mit kleinem Wetteinsatz von 5 Dollar ging es bei mir los und schon war das getippte Pferd unter den ersten Drei. Aus den 5 Dollar wurden 11,30. Nicht schlecht, aber Reich kann man bei diesen Betraegen nicht werden (Arm aber auch nicht und das ist ja das Schoene). Die anderen haben entweder den Einsatz verspielt oder ein bisschen was zurueckgewonnen. Es geht ja hauptsaechlich um den Spass. Vor und nach dem Rennen hat man immer Zeit sich Bier von der Bar zu holen, dann heisst es schnell auf ein Pferd tippen, Rennen anschauen (dauert ja immer nur ein paar Minuten) und dann geht's wieder zurueck an die Bar. Das ist der typische "day at the races", wie es hier heisst.

Im dritten Rennen sind wir immer experimentierfreudiger geworden und haben auf verschiedene Kombinationen getippt. Ich wollte aus drei Pferden den Gewinner tippen, hab 5 Dollar gezahlt und bin aber mit einem anderen Tipp zurueckgekommen. Ich habe darauf getippt, dass diese 3 Pferde die Plaetze 1 bis 3 einnehmen. Nach diesem Fehler habe ich mir wenig Chancen auf einen Gewinn ausgerechnet. Doch dann kam es glatt anders. Meine 3 Pferde liefen wirklich als die ersten Drei ein und die Wette war gewonnen. Die grosse Ueberraschung war aber dann zurueck beim Wettstand. 173.23 Dollar hat dieser Schein ausgezahlt, da war sogar ich baff. Und schon musste ich an die Bar und konnte eine Runde zahlen, toll. Alles in allem war also ich der einzige der mit einem Gewinn heimging. Es war wieder einmal eine gelungene Abwechslung. All zu oft koennte ich das nicht machen, aber einmal im Jahr ist es eine Hetz. Herausputzen kann man sich auch und wie ihr seht hatte ich Opa's Hut von Etrich Huete in Wels auf. Eine Augenweide, selbst hier in Australien...

Naechstes Mal Mama, gehen wir auch zum Pferderennen, versprochen!

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