Dienstag, 29. September 2009

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehn...

Am letzten Tag gings dann ab in den Wald, ins Valley of the Giants zum Tree Top Walk. Die Bäume dort sind mehrere hundert Jahre alt und werden über 60m hoch. Auf besagtem Tree Top Walk kann man in 40m Höhe einen Rundgang in den Baumwipfeln machen - so wie der Baumkronenweg in Kopfing nur a bissi höher :-)



In der Nähe von Pemberton wurden diese hohen Bäume dann teilweise in Feuerwachtürme umgewandelt in dem man Eisenstäbe in den Stamm geschlagen hat und am Wipfel dann ein Baumhaus installiert hat. Auf einige diese Bäume kann man heute noch raufklettern, was wir natürlich gleich gemacht haben. 60m am Baumstamm rauf in ein im Wind schwankendes Baumhaus. Ich muss zugeben, ich hatte ziemlich wackelige Knie, als ich wieder am Boden angekommen bin. Das war doch nicht so ohne...


Zwischendurch haben wir dann noch ein paar Abstecher an die Küste, an den Mandalay Beach und den Point D'Entrecasteaux gemacht.


Und dann gings auch schon wieder ab nach Perth. Unser Navi hat den kürzesten Weg quer durch die Pampa, teilweise auf unasphaltierten Straßen bestimmt, dem sind wir gefolgt; was auch noch mal ein wenig aufregend war nachdem sich die Schotterstraße mit dem Regen als ziemlich rumpelig erwiesen hat :)


Sonntag, 27. September 2009

Albanien und Dänemark

Albany war ja früher mal eine bedeutende Walfängerstadt; die frühere Walstation wurde nun zu einem Museum umgebaut. Von dort aus hat man auch einen super Blick auf die Bucht vor Albany in der sich um diese Jahreyzeit immer viele Wale tummeln. Und auch an diesem Tag konnten wir von der Küste aus 2 Buckelwale sehn, die in der Bucht 'gespielt' haben.

Dann gings weiter die Küste entlang nach Denmark. Die Landschaft dort ist einfach wunderschön:

Windfarm bei Albany

Salmon Holes

Natural Bridge

Samstag, 26. September 2009

Langes Wochenende im Süden

Um 6 Uhr hiess es heute Aufstehen und um 7 ging das Abenteuer in den Sueden los. Nachdem es ein langes Wochenende sein sollte, haben wir mit viel Verkehr gerechnet, aber das hat sich gar nicht bestätigt. In Westaustralien kann es anscheinend gar nicht zu einer zu grossen Verkehrsbelastung kommen (ausser in der Rush Hour in Perth selber). Fast keine Autos haben uns auf diesen 400km am Albany Highway Richtung Sueden begleitet.

Nach einem kurzen Stopp in Williams (um selbstgemachte Himbeer-Kokos-Schnitten auf dem Wochenendmarkt zu kaufen) sind wir gerade rechtzeitig zum AFL Finale in Albany angekommen. Die alten Häuser und die Wahnsinns-Aussicht warn fuer die naechsten 3 Std mal egal. Bei Fishburger und Bier haben wir unser erstes Footy Finale miterlebt. St.Kilda gegen Geelong, es war extrem spannend, da die beiden Mannschaften total ausgeglichen waren, schlussendlich hat dann aber doch Geelong gewonnen.


Dann hieß es aber endlich Sightseeing in Albany. Die Stadt selber ist recht überschaubar, aber ganz nett. Albany ist die älteste Siedlung in West Australien und war von relativ hoher Bedeutung als noch Wale in Australien gefangen wurden. Die Küste dort ist wunderschön, mit vielen kleinen vorgelagerten Inseln.


Freitag, 25. September 2009

Jetzt wirds Fruehling...

... zumindest schauts sehr danach aus. Fuers kommende Wochenende sind 26 Grad vorausgesagt und das nuetzen wir gleich aus um ein neues Stueck Westaustralien zu erkunden. Montag ist ja Feiertag, da die Queen Geburtstag feiert, deswegen haben wir ein langes Wochenende hier. Morgen (wahrscheinlich sehr, sehr, sehr bald) in der Frueh gehts runter nach Albany. Dort bleiben wir eine Nacht, dann gehts weiter durch diverse Nationalparks nach Pemberton und von dort dann wieder rauf nach Perth. Dh ein Wochenende voller Natur, Wandern und ein wenig Weinkosten - moeglicherweise :)

Diese Woche hab ich ja jetzt auch meinen Jahrestag hier in Australien gefeiert. Es ist schon ein Wahnsinn, dass das jetzt schon wieder ein Jahr her ist. Solang kommts mir naemlich gar net vor... Lustigerweise warn wir an diesem Tag abends in South Perth essen und hatten ploetzlich ein super Feuerwerk am anderen Ufer des Flusses ueber der Skyline. Super! Keiner wusste was der Grund dafuer war; wir haben dann beschlossen, dass es zu Ehren meines Jahretags war. Hat mich recht gefreut :) Musste dann natuerlich gleich an unsere Girkes denken; ich finds recht schad, dass sich euer Besuch im Jaenner zum Australia Day jetzt doch net ausgeht, aber wir werden versuchen ein paar nette Fotos vom Feuerwerk zustande zu bringen.

Apropos Besuch, bei uns heissts jetzt bald Full House, da einige Besucher anstehn. Wir freun uns schon sehr auf euch alle! So wird wahrscheinlich auch die Zeit bis Weihnachten wie im Flug vergehn... und dann habt ihr uns eh schon wieder fuer mindestens 10 Tage am Hals :)

Reisebericht ueber unseren kleinen Ausflug folgt naechsten Woche!

Sonntag, 13. September 2009

Wal gestrandet

Heute hab ich was Trauriges erlebt. Sitze grad gemütlich auf der Sof und schau mir die Nachrichten an, als sie plötzlich einen Bericht bringen über einen Baby-Buckelwal, der am City Beach in Perth gestrandet ist. Da dieser Strand nur 10 min von uns entfernt ist, bin ich sofort mit Fotoapparat bewaffnet ins Auto gesprungen und bin hingedüst.

Der Anblick war einfach schlimm, da lag er der 'kleine' Wal und kämpfte gegen die Wellen an, die ihn immer wieder zurück an den Strand spülten. Es warn natürlich schon hunderte Leute und auch die Tierretter da, die ihn wieder hinaus ins offen Meer geleitet hätten, sobald er sich vom Strand weggerrettet hätte. Anscheinend hatte er es im Laufe des Tages auch schon 2 mal geschafft, war dann aber immer wieder angespült worden. In den Nachrichten sagten sie, dass es wahrscheinlich seine ersten Wanderung war, er aber dann von Killerwalen attakiert wurde und strandete. Und schön langsam haben ihn die Kräfte verlassen. An der Rückenflosse war er verletzt und am Bauch schon ganz aufgeschunden von der Reibung des Sands. Helfen konnte man ihm nicht und einschläfern konnten sie ihn auch noch nicht, da die Brandung zu stark war und er sich noch zuviel bewegt hat, was dann für die Tierretter zu gefährlich gewesen war. Man kann also nur warten, entweder dass er es doch noch raus ins Meer schafft, oder aber - was wahrscheinlicher ist - dass er stirbt.


Leider wars schon sehr dämmrig, weswegen die Fotos ziemlich unscharf geworden sind, aber so schön war der Anblick eh net :( Normalerweise sieht man sowas immer nur im Fernsehn, wo dann alle Helfer immer weinen wenn sie den Walen nicht helfen können. Jetzt weiß ich wie sich das anfühlt, nämlich wirklich ganz schlimm. Irgendwie bildet man sich ein, der Wal schaut einen direkt an mit seinen großen schwarzen Augen, und man ist einfach nur machtlos.