Am Sonntag zeitig in der Früh haben wir (Stefan, Alex und ich) uns zu unserem längsten Trip bis jetzt aufgemacht, nämlich zum Wave Rock, gute 400km östlich von Perth. Der Weg dorthin ist zwar lang, aber auch wirklich so wie man sich Australien, bzw das Outback in Australien so vorstellt. Die wenigen Siedlungen (von Orten kann man hier wirklich nicht sprechen) sind alle wirklich mini-klein, kein einziges Geschäft hat offen, Leute sieht man gar keine und auf 100km kommt einem vielleicht mal ein Auto bzw eine Schafherde entgegen.
Wir sind nicht gleich schnurstracks zum Wave Rock gefahren sondern haben den ersten Stop beim Kokaburn Rock gemacht (siehe Foto unten), dem 3. größten Monolithen Australiens, der unserer Meinung nach dem Uluru schon ziemlich nahe kommt. An diesem Tag wars aber so heiß, dass wir uns den Aufstieg gespart haben. Es sah dann doch ziemlich hoch und anstrengend aus, weswegen wir ihn nur einmal mit dem Auto umrundet haben (hier musste sich gleich mal unser 4WD-Auto bewähren) und dann weiter zum Bruce Rock gefahren sind, der uns dann aber doch ein wenig enttäuscht hat, außer vielen, vielen Fliegen war da nicht sehr viel.
Nach einigen unasphaltierten Wegen, die nicht mal mehr im Navi vermerkt waren, und zu meiner Freude auch einigen anderen Straßen ohne jegliche Geschwindigkeitsbeschränkung – ach, war das super zum fahren, endlich wieder mal Gas geben!!! – kamen wir dann am Wave Rock an. Der Stein heißt eben deswegen so, weil er aussieht wie eine riesen Welle, 15 m hoch und 110 m lang. Nachdem wir unsere ersten Surferfahrung auf Stein gemacht haben, haben wir uns an den Aufstieg gemacht. Es war wahnsinnig heiß und es warn hunderte Fliegen, die einem sogar in den Mund geflogen sind sobald man mal was gesagt hat, aber diese ganzen Strapazen haben sich wirklich gelohnt.
Mehr Fotos gibt’s wie immer auf Picasa. Nach einer kleinen Wanderung durch den Busch vorbei an einigen Spinnen (mein Mantra: "nicht hinschaun und den Kopf unten lassen") sind wir dann zum Hippos Yawn gekommen; dieser Stein sieht wirklich so aus, wie wenn ein Nilpferd sein Maul zum Gähnen aufreißt.
In der Nähe vom Wave Rock ist dann noch „Mulka’s Cave“, in der sich viele Aborigines-Zeichungen befinden. War aber leider sehr schwer zu fotografieren. Die Legende besagt, dass Mulka ein ganz Schlimmer war, der kleine Kinder gejagt und gegessen hat, weil er nichts anderes erwischt hat, weil der geschielt hat. Er hat sich in dieser Höhle versteckt und dort seine Zeichnungen hinterlassen. Vor der Höhle steht auch ein Schild dass man nicht allzuweit in die Höhle hineinklettern soll, aus Respekt vor dem Glauben der Aborigines.
Tja, und dann haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, auf dem ich dann kurz vor Perth in einer 90 km/h Zone geblitzt wurde. Uiuiui... Vorbei sind also meine glorreichen Zeiten ohne einen einzigen Strafzettel, dieser wird sich wahrscheinlich auch richtig gewaschen haben, weil ich doch deutlich drüber war, aber schau ma mal, vielleicht war das Radar ja noch nicht eingeschaltet, oder er geht auf dem Postweg verloren, ... noch ist er ja nicht da :-)
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